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    Die ganze Welt der KreuzfahrtMai Juni 2017

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     Das neueste Luxus-Schiff von Silversea Cruises, die SILVER MUSE belegt in der Flotte schon jetzt einen ganz besonderen Platz. Denn es stellt für maximal 596 Gäste durch zahlreiche Optimierungen und viele neue Ideen die konsequente Weiterentwicklung dar – bei gewohnt bestem Service, höchstem Komfort, echter Gastfreundschaft, einzigartigen All-Inclusive-Lifestyle. Ein Schiff, das den Bedürfnissen anspruchsvoller Individualisten entspricht und abermals die Kategorie der Luxus-Kreuzfahrten neu definiert. Fotos: Silversea Cruises, Frankfurt am Main

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    MSC FANTASIA Index

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  • Inhalt

    INHALT MAI JUNI 2017 2

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    Facebook Icon 50 50     Nimm uns mit Kapitaen

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    17302 Tulpenblüten im Keukenhof P1070568 Foto Philipp RademannDie Tulpenblüte bestätigt den Frühling auch im Keukenhof in Holland.Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

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    Adressen+Links Adressen und Links von Kreuzfahrt-Reedereien, Veranstaltern + Fährlinien sowie Spezial-Reisebüros für Kreuzfahrten u.a.  

    Anläufe und Passagen Anläufe und Passagen 2017 – Kreuzfahrtschiffe in deutschen Häfen und im Nord-Ostsee-Kanal. 

    Zurückliegende Ausgaben Zurückliegende Ausgaben des SeereisenMagazin

    Götakanal Der Götakanal – das Blaue Band Schwedens.Ein einzigartiger Wasserweg zwischen Göteborg und Stockholm.

    Grönland Grönland 2009 Grönland 2012 Grönland-Expeditionen – Stationen zweier Kreuzfahrten in eine Wunderwelt aus Schnee und Eis.

    Hafenportraits Hafenportraits Hier möchten wir Ihnen Kreuzfahrthäfen und ihr Umland vorstellen

     

    Hausboot Genusstörn auf den Berliner Gewässern. Jede Menge Natur und Kultur zwischen Köpenick und Potsdam.

    Kalender Der Kreuzfahrtkalender– die Kreuzfahrt-Destinationen und ihre Hauptreisezeiten.

    Kataloge Kataloge Die 2017er bis 2019er Kataloge der Reedereien und Kreuzfahrt-Veranstalter.

    Mallorca Mallorca Teil 1 Mallorca Teil 2 Eine innige Liebeserklärung an Mallorca – Ein Landgang der besonderen Art in zwei Teilen.

    MediaDaten MediaDaten  – Alle Informationen mit Leserstatistik.

    Schiffsportraits Schiffsportraits See- und Flussschiffe – Aktuelle Schiffsportraits, aktualisierte und historische. Neustes Schiffsportrait: MS ASARA

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    Titelseite Auf dem Titel kreuzt die SILVER MUSE von Silversea Cruises, Monaco und Frankfurt am Main · Im April 2017 lief sie endlich vom Stapel: die SILVER MUSE – das neueste Flaggschiff der Silversea-Flotte. Mit acht Gourmet-Restaurants bietet sie schlichtweg das beste kulinarische Erlebnis auf hoher See. Mit weniger als 300 Luxus-Suiten, höchstem Komfort und individuell gestalteten Außenbereichen ist sie der Inbegriff der legendären Silversea-Qualität und setzt ganz neue Maßstäbe in punkto Luxus-Kreuzfahrten.

    www.silversea.com/de · Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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    Editorial 3

     

     

    Unser Vorschlag: G 20 auf einem Kreuzfahrtschiff

    Am 7. und 8. Juli soll in Hamburg der G 20 stattfinden. Die Regierungschefs und ihre Wirtschafts-, Finanz- und Außenminister aus den 19 wichtigsten Industriestaaten der Welt und der EU wollen sich treffen, um die Weichen der Weltpolitik neu zu stellen. Man will über Wirtschaft, Handel und auch Krisen sprechen. Das ist die wichtigste Konferenz des Jahres, ein Ereignis von Weltgeltung. Putin und Trump und die wichtigsten Entscheider des Weltgeschehens werden kommen. Miteinander reden ist immer gut und Einigkeit noch besser. Also nichts gegen dieses Treffen und den politischen Sinn.
    Aber alles gegen den vorgesehenen Konferenzort: die gläsernen Hamburger Messehallen. Einen instabileren Versammlungsort hätte man kaum wählen können. Ein Glashaus mitten in der Stadt. Wie gemacht für Steinewerfer. Und bei Steinen wird es nicht bleiben. In allen Ländern hat man solche Gipfelkonferenzen stets in abgelegene Gebiete außerhalb von Ballungsräumen gelegt. Auch in Deutschland wurden derart wichtige Konferenzen bisher abseits von Großstädten abgehalten: in Heiligendamm beispielsweise, abgelegen am mecklenburgischen Ostsee-Ufer, leicht zu umzäunen, leicht zu beschützen. Oder – wie im Sommer 2015 – auf Schloss Elmau im bayrischen Süden, ebenfalls gut zu schützen und zu überwachen.
    Welcher Teufel hat die Bundesregierung nun geritten, diese Konferenz mitten in eine deutsche Großstadt zu legen, direkt neben das angrenzende und ohnehin hochsensible Schanzenviertel in Hamburg, die Heimat vieler tausend Rebellen gegen den Staat und seine Institutionen. Muss man eine so weltwichtige Konferenz wirklich in Steinwurfnähe  zur „Roten Flora” und zur Hafenstraße veranstalten? Ich halte das für eine total überflüssige Provokation. Jean-Claude Juncker geht ja auch nicht im Brüsseler Stadtteil Moelenbek spazieren. Marine Le Penn lässt sich wohlweislich nicht in den Pariser Banlieues blicken. Und selbst Donald Trump käme nie auf die Idee, seine Gäste in die New Yorker Bronx einzuladen.
    Aber Angela Merkel (CDU) will es offensichtlich wissen. Sie lässt im Juli zur Hauptferienzeit ein Heer von Polizisten nicht in ihren wohlverdienten Sommerurlaub fahren – Urlaubssperre in allen Bundesländern – sondern Bundespolizisten, Landespolizisten, Grenzpolizisten mit Hunderten von Polizeiautos und Mannschaftswagen nach Hamburg karren. Über 10.000 Polizeibeamte sollen Extra-Schichten schieben, in Turnhallen übernachten, nur um die hohen Damen und Herren aus aller Welt vor einem tobenden Polit-Mob zu schützen. Meuterer aus ganz Europa werden anreisen, um in Hamburg einen Krieg der Molotow-Cocktails, Pyrobomben und Pflastersteine zu entfachen. Oder – ich hege den Verdacht – will man der Bevölkerung am brennenden Beispiel vor Augen führen, wie dringend die Bundeswehr auf Einsätze im Inland vorbereitet werden sollte?
    Schon jetzt wird den Anwohnern der betroffenen Stadtteile nahegelegt, sich Anfang Juli möglichst außerhalb der Stadt aufzuhalten oder an den Tagen 6., 7. und 8. Juli ihre Wohnungen und Häuser nicht zu verlassen. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat schon jetzt heftige Schluckbeschwerden, wenn er an den Juli denkt. Zwar hatte er der Anfrage aus Berlin noch zugestimmt, als die Bundesregierung ihr Vorhaben für Hamburg plante. Aber seine Bauchschmerzen sind jetzt unübersehbar. Zumal die Hamburger mit der Ablehnung der Olympischen Spiele ja gezeigt haben, wie sehr sie gegen solche Massenspektakel sind.
    Und dann natürlich die Frage nach dem Geld: vorsichtig werden rund 500 Millionen Euro deutscher Steuergelder für den Schutz dieses Gipfels veranschlagt. In Kanada hat der vorige G 20-Gipfel schon das Doppelte, also rund eine Milliarde Dollar, verschlungen. Das ist mehr als die ganze hochumstritten teure Elbphilharmonie gekostet hat. Das ist auch mehr als alle deutschen Kitas zusammen kosten! Aber ich merke, dass ich schon argumentiere wie die „Störer”, die zu Tausenden nach Hamburg kommen werden.
    Also schalte ich meine Vernunft ein und mache einen sicheren und viel, viel preisgünstigeren Vorschlag: Veranstaltet diesen G 20-Gipfel doch auf einem Kreuzfahrtschiff! Und diesen Luxusdampfer lasst Ihr auf der Ostsee kreuzen, beschützt von Marinebooten aus Warnemünde oder Flensburg. Welch eine luxuriöse Bleibe mit allem Komfort für die Hohen Damen und Herren! Außenkabine mit Blick auf die Ostsee! Bordküche mit erlesenen Köstlichkeiten. Kurze Wege, reger Austausch. Was will man mehr? Die Theater auf der AIDAprima etwa oder auf der EUROPA 2 oder auf der MEIN SCHIFF 5 fassen genauso viele Menschen wie das Auditorium einer Messehalle. Alle technischen Erfordernisse sind vorhanden! Die Konferenz könnte in Ruhe und fruchtbarer Abgeschiedenheit stattfinden. Ungestört von Lärm und Stress und mancherlei Gefahren!
    Stattdessen setzt Ihr Euch in eine gläserne Messehalle, die ja notgedrungen zur Festung werden muss. Zehntausend Polizisten als Beschützer. Johlende Menschenmassen ringsherum. Gepanzerte Wasserwerfer, Gummigeschosse, Tränengas, möglicherweise Tote und Verletzte. Und in diesem Hexenkessel wollt Ihr noch einen ruhigen Gedanken fassen? Ich sage Euch – gerade auch in diesem Fall: Navigare necesse est. Geht raus auf See!
    Ihnen allen einen schönen Sommer, an Land, an Bord, wo immer Sie uns lesen.
    Herzlich, Ihr Herbert Fricke

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    TOPNEWS 4

     

    17304 Taufe NORWEGIAN JOY TT029574 Foto NCLDer Höhepunkt der Schiffstaufe war erreicht, als Wang Leehom, die Geschäftsführung der Norwegian Cruise Line Holdings und chinesische Regierungsbeamte gleichzeitig ihre Champagner-Flaschen gegen einen nachgebauten Schiffsrumpf schlugen, der eine besonders große
    Flasche Veuve Clicquot preisgab. 
    Foto: NCL Holdings, Miami

     

    NORWEGIAN JOY vom „King of Chinese Pop” getauft
    Sänger Wang Leehom tauft das erste speziell für den chinesischen Markt konzipierte Schiff von Norwegian Cruise Line

    Am 27. Juni fand in Shanghai die offizielle Schiffstaufe der NORWEGIAN JOY statt. Zu der Zeremonie auf dem Schiff zählte auch ein Konzert des Taufpaten, Singer-Songwriter, Plattenproduzent, Schauspieler und Filmregisseur Wang Leehom.
    Die 167.725 BRZ große NORWEGIAN JOY bietet 3.883 Gästen Platz und besticht durch ein innovatives Design, eine luxuriöse Ausstattung und speziell auf die chinesischen Gäste ausgerichteten Angebote, die ein erstklassiges Kreuzfahrterlebnis versprechen. Natürlich darf auch die für Norwegian Cruise Line typische größtmögliche Freiheit und Flexibilität für den perfekten Urlaub nicht fehlen.
    „Nach einer langjährigen Entwicklungs- und Bauphase sind mein Team und ich unglaublich stolz, dieses atemberaubende, speziell für China konzipierte Schiff zu taufen”, sagte Frank Del Rio, President und CEO der Norwegian Cruise Line Holdings. „Für die gesamte Familie der Norwegian Cruise Line Holdings, unsere geschätzten Reisepartner und unsere Ehrengäste sowie für die leitenden Offiziere und die Besatzung unserer Flotte ist dies ein wahrlich besonderer Moment.”
    Der Höhepunkt der Schiffstaufe war erreicht, als Wang Leehom, die Geschäftsführung der Norwegian Cruise Line Holdings und chinesische Regierungsbeamte gleichzeitig ihre Champagner-Flaschen gegen einen nachgebauten Schiffsrumpf schlugen, der eine besonders große Flasche Veuve Clicquot preisgab, die dann am tatsächlichen Schiffsrumpf zerschlug. Das Zerschlagen der Flasche ist eine maritime Tradition, die allen Menschen an Bord Glück bescheren soll.
    Wang Leehom, Taufpate und Markenbotschafter der NORWEGIAN JOY, beendete die Zeremonie mit einem Auftritt, der die chinesischen und westlichen Gäste gleichermaßen begeisterte. „Es ist mir eine große Ehre, dieses unglaubliche Schiff in China begrüßen zu dürfen und als Taufpate der NORWEGIAN JOY die Begeisterung für Kreuzfahrten mit unseren chinesischen Gästen zu teilen”, sagt Wang Leehom.
    Die Taufe der NORWEGIAN JOY markiert das Ende einer einmonatigen Premierenreise, auf der sie bei Veranstaltungen in den Häfen von Singapur, Qingdao, Shenzhen und Hongkong sowie mit VIP-Partner-Kreuzfahrten ab den Heimathäfen der NORWEGIAN JOY in Shanghai und Tianjin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
    Die von der Meyer Werft in Papenburg erbaute und Ende April in Bremerhaven abgelieferte NORWEGIAN JOY verfügt über Bordeinrichtungen, die auf die speziellen Bedürfnisse chinesischer Urlauber abgestimmt wurden. Das Schiff verfügt über eine Vielzahl von VIP-Kabinen und -Suiten, darunter im The Haven by Norwegian®, dem exklusiven Schiff-im-Schiff Luxuskomplex von Norwegian Cruise Line, zu dem auch ein völlig neues Aussichtsdeck mit 180-Grad-Blick zählt, sowie die Concierge-Kategorie, die Gästen VIP-Services und größere Balkonkabinen bietet. Zudem vorgesehen sind Kabinen speziell für Familien, eine Vielzahl von Kabinen mit Verbindungstüren, die sich besonders für größere Familien eignen, sowie eine große Auswahl an Mini Suiten, Balkon-, Außen- und Innenkabinen, von denen viele über einen virtuellen Balkon verfügen.
    Auf der NORWEGIAN JOY werden spannende und innovative Bordaktivitäten geboten, darunter die erste Kartbahn auf See über zwei Ebenen, eine Open Air Laser-Tag-Arena, Rennwagensimulatoren und interaktive Videowände im Galaxy Pavilion und zwei über mehrere Decks reichende Wasserrutschen. Außerdem verfügt der Kreuzfahrer über eine parkähnliche Erholungszone und über das größte Einkaufszentrum der Flotte, wo von außergewöhnlichen Duty-Free-Shops bis hin zu Geschäften mit weltbekannten Luxusmarken alles zu finden ist.

    17304 Lena AIDAperla Kapitaen Boris Becker Foto AIDA CruisesDie Taufflasche, eine Magnum-Flasche mit 12 Liter Moët & Chandon Champagner, befindet sich bereits an Bord, gut verwahrt in der Obhut von
    Kapitän Boris Becker. Davon konnte sich Taufpatin Lena Gercke persönlich überzeugen.
    Foto: AIDA Cruises, Rostock

     

    Der Countdown läuft:
    Freitag tauft Model Lena Gercke die AIDAperla

    An diesem Freitag, 30. Juni 2017, gegen 22.15 Uhr ist es soweit: Das Model und Moderatorin Lena Gercke tauft das zwölfte Mitglied der AIDA Flotte auf den Namen AIDAperla im Hafen von Palma de Mallorca (Spanien).
    Noch bis zur Taufe überträgt AIDA Cruises jeden Abend die Prime Time Show von Bord live auf Facebook –www.facebook.com/AIDA –. Entertainment Manager Stephan Hartmann meldet sich täglich direkt aus dem Theatrium mit interessanten Gästen, die über den Stand der Vorbereitungen zur Taufe berichten, sowie mit spannenden Eindrücken aus den Häfen der aktuellen Reise der AIDAperla. Die Taufe selbst wird am 30. Juni 2017 ab 21.00 Uhr live im Internet, auf den AIDA Social Media Kanälen von Facebook und Youtube sowie an Bord aller AIDA Schiffe übertragen.
    Die Taufflasche, eine Magnum-Flasche mit 12 Liter Moët & Chandon Champagner, befindet sich bereits an Bord, gut verwahrt in der Obhut von Kapitän Boris Becker. Davon konnte sich Taufpatin Lena Gercke bei ihrem Besuch an Bord Ende Mai persönlich überzeugen.
    Musikalisch wird das Taufprogramm von prominenten Stars von „The Voice of Germany” gestaltet: Mit dabei sind u.a. Tay Schmedtmann, Sieger der 6. Staffel, und Jamie-Lee Kriewitz, die 2015 nicht nur die 5. Staffel von „The Voice of Germany” gewann, sondern 2016 Deutschland beim Eurovision Songcontest in Stockholm mit ihrem Hit „Ghost” vertrat.
    Weitere Teilnehmer aus dem Finale 2016 der beliebten Casting-Show werden die Taufgäste der AIDAperla mit ihrem musikalischen Können begeistern. Singer und Songwriter Boris Alexander Stein sowie der Blues-Rocker Marc Amacher sorgen, genau wie Tay und Jamie-Lee, bereits am Nachmittag mit ihren Soloauftritten für fantastische Stimmung an Bord.
    Lena Gercke wird außerdem ihren Co-Moderator Thore Schölermann, auch bekannt als Moderator von „taff” und „The Voice Kids”, sowie Modelkollegin und Taufpatin von AIDAluna Franziska Knuppe treffen. www.aida.de · Christian Eckardt

     

    17304 Crew der Mein Schiff 2 im Dock der Lloyd Werft 2011 C Eckardt

    CLIA würdigt die Arbeit der Crew-Mitglieder zum Internationalen Tag des Seefahrers
    200.000 Crewmitglieder weltweit auf Kreuzfahrtschiffen tätig

    Der internationale Kreuzfahrtverband Cruise Lines International Association (CLIA) dankt anlässlich des internationalen „Tag des Seefahrers“ der Crew auf den Schiffen der CLIA-Mitgliedsreedereien. Mehr als 200.000 Seeleute machen Kreuzfahrten für geschätzte 25,8 Millionen Gäste in diesem Jahr zu einem tollen Reiseerlebnis. Der „Tag des Seefahrers” (englisch „Day of the Seafarer”) wurde von der IMO (International Maritime Organisation, Sonderorganisation der Vereinten Nationen) und von den Vereinten Nationen 2010 ins Leben gerufen und findet jedes Jahr am 25. Juni statt. Das diesjährige Motto lautet: „Auf die Seeleute kommt es an” (englisch „Seafarers Matter”).
    „CLIA dankt den Besatzungen auf den Schiffen der

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     TRENDZIEL CUBA 517305 Cuba Fricke Cubas Flagge ueber Vergangenheit und ZukunftCubas Flagge weht hier in Havanna über Vergangenheit und Zukunft.


    Text: Herbert Fricke · Fotos: Ina Kurz

    Mit der HAMBURG auf den Spuren von Columbus

    Jamaika, Jungferninseln, Cuba

    Die HAMBURG ist das kleine Schiff der großen Möglichkeiten. Die HAMBURG kommt an Piers und Liegeplätze, die von großen Schiffen nicht angelaufen werden können. Ihre wahre Größe liegt im Minimalen. „Um Längen voraus” sagt das Sprichwort, aber manchmal ist weniger mehr! Vor allem, wenn es um Schiffslängen geht. So erreicht die HAMBURG auch solche Destinationen, die für andere Schiffe und andere Reise-Veranstalter unerreichbar sind. Plantours Kreuzfahrten, der Reiseveranstalter mit Sitz in Bremen, baut auf diesen Vorteil und richtet seine Routen danach aus. Der HAMBURG-Passagier hat keine Wasserrutsche, keine Kletterwand und keine Eislauffläche. Dafür hat er das Privileg, ziemlich exklusiv ganz besondere und oft entlegene Paradiese erkunden zu können.
    Wer eine Karibik-Reise auf der HAMBURG bucht, segelt quasi auf den Spuren von Columbus. Auch 525 Jahre nach dem berühmtesten Entdecker kann man selbst noch so einiges in „Westindien” entdecken. So läuft die HAMBURG beispielsweise Port Antonio auf Jamaika an. Eine 70 Meter kurze Pier, auf der die Palmen direkt neben dem Poller stehen. Der Passagier geht in Badehose über die Gangway an Land, weil ja der Strand nur wenige Schritte weiter beginnt. Glasklares Wasser, Urwald, Karibik-Feeling. Drüben, eine halbe Brustschwimmstunde entfernt, liegt die Insel, die Errol Flynn einst von seinen Hollywood-Gagen erworben hatte. Welchen Erben sie jetzt gehört, weiß nicht mal der Bürgermeister, der hier „major” heißt und dessen Ururgroßeltern mit ihren Macheten auf Jamaika schon Zuckerrohr gesäbelt haben, als hier die Engländer den Rum erfanden. Die „Schwarzarbeiter” kamen aus Afrika, und zwar nicht freiwillig, wie man weiß. Jetzt ist Flynn’s Insel verwaist. Ein paar verfallene Holzbauten, viele Lianen und Schmetterlinge, der Dschungel holt sich zurück, was ihm gehört. Eine amerikanische Weltumseglerin hockt am Strand und untersucht mit einer Lupe Foraminiferen. Sie ist Meeresforscherin und geht der Entstehung des Lebens auf der Erde nach. Sie kennt das Meeresforschungs-Institut in Bremerhaven, „yes, named after Alfred Wegener”, und kennt sogar die Bark SEUTE DEERN, die an der Wesermündung dümpelt, sie ist freundlich und glad to meet me, und als ich zurückschwimme zum Liegeplatz der HAMBURG, winkt sie mir nach. Ich werde sie nie wiedersehen, aber ich weiß jetzt, was Foraminiferen sind.
    Vorn unter dem Steven der HAMBURG sitzen sechs, sieben Maschinisten und Matrosen aus der Ukraine auf dem Wulstbug und freuen sich über diese seltene Sitzgelegenheit in der Karibischen See. Ich selbst hatte vorher auch noch nie auf einem Wulstbug gesessen. Was für ein feeling, auf jener roten Stahlnase zu sitzen, die sonst das Meer und die Wellen teilt! So was geht eben nur auf einem so kleinen Dampfer. Den Passagieren auf großen Schiffen bleibt ihr Wulstbug immer anonym. Die meisten wissen gar nicht, dass es so etwas gibt. Von weit dahinten, von der Insel da drüben, winkt die amerikanische Seglerin herüber. Sie legt ab. Mast- und Schotbruch, Mädchen! So allein, so mutig Kurs Kapstadt über den Atlantik, und dagegen all die Depri-Jammerlappen in unseren Psychopraxen, sinne ich ihr so nach, und denke an Einhandsegler und Luxusdampfer und über Unterschiede im Leben, und winke zurück, und allmählich verschwindet das Segel Kurs Südsüdost im fernen Dunst weit da draußen über der Karibischen See …

    Ohnsorg-Theater und Jamaika
    Jamaika kenne ich aus vielen Erlebnissen und Erinnerungen. Vor dreißig Jahren schon habe ich die Insel mit Heidi Kabel erkundet. Richtig, mit dieser unvergessenen „Volksschauspielerin” aus dem Hamburger Ohnsorg-Theater. Aber dieser Begriff hat sie immer geärgert, obwohl er ja als Ehrentitel gemeint war. Schauspielerin sei sie, und Sängerin, und – na klar – für das „Volk” stehe sie auf der Bühne, aber „Käfer” sei doch viel schöner als „Volks-Wagen” und Udl schöner als Volkspolizist. Den Begriff „Volks …” verband sie mit Propaganda und Parteigenossen und ausgestreckten Armen, mit Uniformen und Sieg und Heil und DDR – und das alles gehe ihr total gegen den hanseatischen Strich, sagte sie mir, während wir damals im Jeep von Montego Bay nach Kingston Town schaukelten. Heidi hatte ein Lied geschrieben: „Es fuhr einmal ein Buddelschiff ganz sinnig nach Jamaika” – und dieses Lied wollten wir nun Radio Jamaika vorstellen. Ich drehte darüber einen Film für den NDR. Die Kollegen in Kingston waren begeistert, sie holten einen Gitarristen, Heidi Kabel sang live im Studio, unsere Musikmission war ein voller Erfolg. Sogar Harry Belafonte, berühmter Sohn der Insel Jamaika, sang über Heidi’s Buddelschiff, und später soll Bob Marley die Melodie ebenfalls aufgegriffen haben.
    Wir waren damals zu Gast in Schulen, auf Märkten und in überaus gastfreundlichen Rasta-Familien, ließen uns diese phantastische Geschichte erzählen vom äthiopischen Kaiser Haile Selassi, den die Rastafarians auserkoren hatten zu ihrem Gott, der dann tatsächlich eingeflogen ist von Addis Abeba nach Kingston Town mit seiner göttlichen Boing 707. Alle anderen Gläubigen haben ja ziemlich tote Götter in ihren diversen Himmeln oder Paradiesen, von denen keiner weiß, wo sie wirklich sind, über, unter oder neben uns, der christliche „Herr Gott”, Allah, Buddha, Wishnu und all die anderen Götter verbergen sich ja in einer cloud, die man „Jenseits” nennt, aber Haile Selassi, der kam als irdischer Gott in Uniform tatsächlich nach Jamaika und fuhr im Bentley huldvoll grüßend durch die Holperstraßen, die Rastas mit ihren kunstvoll geflochtenen dreadlocks, ihren Rasta-Locken, jubelten verzückt, und als er Jahre später starb, da fiel ganz Jamaika in tiefe Trauer.
    Dies alles kam mir in den Sinn, als ich jetzt mit der HAMBURG wieder nach Jamaika kam. Auch meine damaligen Radio-Reportagen über Jamaika als karibisches Drogen-Dorado, über Bob Marley als Friedensengel, wie er mit seinem berühmten Konzert in Kingston den Bürgerkrieg auf der Insel verhinderte, wie er später, tückisch an Krebs erkrankt, verzweifelt Hilfe in Deutschland erhoffte, vergeblich damals bei dem berühmt-berüchtigten „Krebs-Arzt” Dr. Issels im weiß verschneiten Oberbayern, und dann – tief enttäuscht und todkrank – zurückkehrte nach Jamaika, um in der Sonne seiner Heimat zu sterben. Die Musikwelt weinte. „Oh island in the sun” sang Harry Belafonte, but the „Yellow bird”, der Vogel Jamaikas, der zwitscherte nicht mehr. Der Reggae, den er der Welt schenkte, wird weiterleben. Bob Marley wurde auf Jamaika in seinem Geburtsort Seven Miles mit seiner Gitarre begraben. Wenn ich an ihn denke, werde ich traurig, aber muss auch summen, und meine Füße fangen an zu wippen.

    Kehrseite der Medaille: Menschenmassen
    Wir legten mit der HAMBURG auch in anderen Häfen der Karibik an. Je kleiner ein Liegeplatz desto schöner! Aber auf manchen Inseln erlebten wir auch, wie Karibik-Träume ersticken – in den Touristenströmen der internationalen Kreuzfahrt. Für mich am Schrecklichsten war St. Maarten, eine kleine Antilleninsel, die sich die Niederlande und Frankreich teilen. Der Hafen heißt Philippsburg und hat einen kilometerlangen Betonkai, an dem beiderseits die Kreuzfahrtriesen anlegen. Schiffe aus aller Welt, aber die meisten und größten kommen auf ihrer karibischen Rundreise aus Miami und haben bis zu 6.000 „Paxe” und 2.000 Crewmitglieder an Bord. Die Passagiere sind überwiegend Amis, viele von ihnen ziemlich übergewichtig. Die deutlich schlankeren Crews kommen vor allen von den Philippinen, aus Indonesien und aus Ländern, die man früher „Ostblock” nannte. Als wir dort festmachten, wirkte die HAMBURG wie ein Rettungsboot zwischen all diesen Riesenpötten. Acht der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt hatten dort gleichzeitig festgemacht. Rund 40.000 Menschen ergossen sich innerhalb eines einzigen Tages an Land. Hunderte von Bussen krochen wie vollgefressene Raupen über die Insel. An den Aussichtspunkten wird drei Minuten angehalten, um aus den Fenstern filmen und fotografieren zu können (sofern die blasse smartphone-Generation überhaupt aufschaut vom ständig eingeschalteten Display). Das hat für mich nichts mehr zu tun mit karibischer Romantik. Das ist maritimer Massentourismus mit zweifelhaftem

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    KURZBESUCH 6

    17306 Norwegian Joy 6 27042017 in Bremerhaven C EckardtDie NORWEGIAN JOY dreht in der Weser vor dem Columbus Cruise Center Bremerhaven.
    Fotos dieser Seite: Christian Eckardt (22) und Mike Louagie (1)


    Christian Eckardt

    Kurzbesuch auf der NORWEGIAN JOY in Bremerhaven

    Das Kreuzfahrtschiff wurde speziell für den chinesischen Markt konzipiert

    An der Bremerhavener Columbuskaje wurde am 27. April von der Meyer Werft aus dem emsländischen Papenburg das 167.725 BRZ große Kreuzfahrtschiff NORWEGIAN JOY mit der Baunummer S 694 nach nur 18-monatiger Bauzeit an die amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line (Miami, USA) abgeliefert.
    „Auf dem weltweiten Wachstumskurs von Norwegian Cruise Line markiert die Auslieferung der NORWEGIAN JOY und dem damit verbundenen offiziellen Einstieg in den chinesischen Kreuzfahrtmarkt einen bedeutsamen Punkt unserer Unternehmensgeschichte”, erklärte Andy Stuart, President and Chief Executive Officer von Norwegian Cruise Line im Rahmen der feierlichen Übergabe des Schiffes an der Columbuskaje in Bremerhaven. „Wir sind dem hervorragenden Team der Meyer Werft und auch unserem eigenen Einsatzteam, sowie den mehr als 1.800 Besatzungsmitgliedern zu ganz besonderem Dank verpflichtet.”
    David Herrera, President der Norwegian Cruise Line Holding China erklärte weiterhin: „Es ist eine große Ehre für uns, dieses spektakuläre Schiff für unsere chinesischen Gäste in Betrieb zu nehmen und wir können es kaum erwarten, dass sich die NORWEGIAN JOY bei ihrer Ankunft in China im Juni diesen Jahres mit Leben füllt und ihre ersten Gäste willkommen heißt.”
    Für die Meyer Werft und vor allem für die Innenarchitekten war der Bau der NORWEGAIN JOY eine Meisterleistung, entschied sich doch die Reederei, inmitten der Bauphase das Schiff nicht als NORWEGIAN BLISS für den amerikanischen Markt in Fahrt zu bringen, sondern als erstes Schiff unter der Flagge von NCL für die chinesische Kundschaft.
    „Mit der NORWEGIAN JOY haben wir ein hochmodernes Schiff mit zahlreichen technologisch anspruchsvollen Funktionen fertig gestellt. Dank des engagierten Teams von Norwegian Cruise Line, der Werft, der Klassifizierungsgesellschaft und den Zulieferern haben wir unser Ziel, ein großartiges Schiff termingerecht fertig zu stellen und hohe Qualitätsansprüche zu erfüllen, erreicht”, sagte Tim Meyer, Geschäftsführer der Meyer Werft.
    Bei der NORWEGIAN JOY aus der Baureihe der „Breakaway-Plus-Klasse” handelt es sich bereits um das zwölfte Schiff, das die Papenburger Werft für Norwegian Cruise Line gebaut hat, wobei dieses das erste ist, das exklusiv für chinesische Passagiere entworfen wurde. Weltweit setzt die international tätige Reederei derzeit 15 Schiffe ein.
    Durch ein gänzlich anderes Reiseverhalten der chinesischen im Vergleich zu den europäischen und auch amerikanischen Gästen war somit in der sowieso schon recht kurzen Bauphase eine Änderung der Innengestaltung des Schiffes notwendig. Dazu kamen dann auch noch zwei Brände während der Bauphase, trotzdem konnte die Werft das Schiff pünktlich abliefern.
    Die rund 900 Millionen US-Dollar teure NORWEGIAN JOY bietet nach Angaben der Reederei modernste Gastronomie, die besonders auf das chinesische Publikum ausgerichtet wurde. Daher werden u.a. Woks zur frischen Zubereitung der Speisen verwendet. In dem größten Einkaufszentrum der Flotte finden die Passagiere eine große Auswahl von außergewöhnlichen Duty-Free-Shops bis hin zu Geschäften mit weltbekannten Luxusmarken. Das innovative Design und der maßgeschneiderte Komfort an Bord soll den chinesischen Gästen ein „First Class at Sea”-Erlebnis vermitteln.
    Vieles erkennt man an Bord der NORWEGIAN JOY aufgrund der Grundstruktur der Schiffsklasse wieder, so das Atrium, dass sich über die Decks 6, 7 und 8 erstreckt oder auch das große Restaurant „Manhattan” im Heck des Schiffes auf Deck 7. Doch im Allgemeinen kann man eine sehr edle und hochwertigere Innenausstattung feststellen, im Vergleich zu den bereits befindlichen Schwesterschiffen dieses Typs, die in den vergangen Jahren von der Meyer Werft abgeliefert wurden.
    Viele Bereiche wurden aber auch komplett umgestaltet: Da die chinesischen Gäste nur sehr selten ein Sonnenbad nehmen, wurde der Bereich des Pooldecks in eine parkähnliche Erholungszone mit einer Kunstrasenfläche angelegt, auf der Yoga und Thai Chi-Übungen stattfinden. Der Fitnessraum ist für ein Schiff dieser Größe recht klein, dafür wurden viele Barbereiche im Schiffsinneren zu Kasino-Bereichen oder auch zu Karaoke-Studios umgestaltet, wo sich Gruppen von 8 bis 20 Personen einen Raum zum sehr beliebten Vorsingen reservieren können
    Nach einem ersten Rundgang erkennt man auch, dass Tee eine größere Rolle als Kaffee spielt, denn nur auf Deck 6 findet sich eine kleine Starbucks-Cafe-Bar, auch Deck 7 und 8 aber jeweils ein Tee-Salon. Auch bei der Speisenauswahl gibt es Veränderungen, genießen die Chinesen doch eher die lokale, statt westliche Küche, so dass beispielsweise das eher fleischlastige Churrascaria gegen das Neptun’s Seafood-Restaurant ausgetauscht wurde. Viel Wert legen die chinesischen Gäste aber auch auf hochpreisige europäische Markenware, so dass die Verkaufsfläche der Ladenzeilen auf Deck 7 und 8 im Vergleich zu den amerikanischen Typschiffen deutlich erhöht wurde.
    Zudem reisen die chinesischen Gäste eher in Gruppen oder in der Familie und das Kreuzfahrtpublikum ist deutlich jünger als das westliche, so dass für dieses Klientel auch ein anderes Unterhaltungsprogramm vorgehalten werden muss. Schneller, weiter und höher und das neueste, was die Technik bieten kann, das ist bei den meisten Reisenden gefragt. Als bislang einmalige Attraktionen gibt es an Bord die erste große Kartbahn auf einem Kreuzfahrtschiff, wo große und kleine Rennfahrer mit den elektrisch angetriebenen Go-Karts auf zwei Ebenen mit Geschwindigkeiten von bis zu 35 km/h, rund 40 Meter über dem Meeresspiegel, ihre Runden drehen können.
    Auf dem höchsten Punkt des Schiffes, auf Deck 20 wurde zudem erstmals eine Open Air Laser-Tag-Arena eingerichtet, wo sich Kinder und Erwachsene gleichermaßen einen Wettbewerb liefern können.
    Im Galaxy Pavilion auf Deck 16 bietet sich Gästen eine einzigartige Spiele- und Unterhaltungswelt. Hier können die Gäste virtuelle Realitäten erleben, Fahrten in einem Simulator bestreiten und interaktive Videowände bestaunen. Auf der Hovercraft-Autoskooter-Anlage kann man mit Freunden eine Runde drehen, außerdem wurde ein echtes Einsitzer-Rennauto in einen Rennsimulator verwandelt. Drei interaktive Themenfahrtensimulatoren bieten den Gästen eine Mischung aus Echtzeit-3D-Grafiken, Surround-Sound und multisensorischen Spezialeffekten, während Flug- und Autosimulatoren eine traditionellere Unterhaltung darstellen.
    Auch Filmliebhaber kommen auf ihre Kosten, denn sie finden sich in einer weit entfernten Galaxis wieder, in der sie als Pilot im Videospiel Star Wars® Battle Pod gegen die dunkle Seite der Macht antreten. Außerdem stehen sechs Xbox®-Konsolen bereit, an denen Gäste ihre spielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen können.
    Für Gäste, die an fortschrittlicher Technologie interessiert sind, hält die einmalige virtuelle Optik des Finger-Simulators eine einzigartige Erfahrung bereit. Hier kann man auf dem Bildschirm eine eigene Achterbahn entwerfen und virtuell damit fahren, Berge und Ozeane aus der Luft betrachten oder sich auf Klippen oder Hochhäusern bewegen.
    Für die maximal 3.850 Passagiere stehen auf den 20 Decks – wobei es das Deck 4 nicht gibt – insgesamt 1.925 Kabinen zur Verfügung, 75 Prozent der Kabinen sind Außenkabinen und die meisten haben einen eigenen Balkon. Die NORWEGIAN JOY verfügt zudem über eine Vielzahl von VIP-Kabinen und -Suiten, darunter im The Haven by Norwegian®, dem exklusiven Schiff-im-Schiff Luxuskomplex, zu dem auch ein völlig neues Aussichtsdeck mit 180-Grad-Blick zählt, sowie die neue Concierge-Kategorie, die Gästen VIP-Services und größere Balkonkabinen bietet. Zudem verfügt der Neubau über spezielle Kabinen für Familien oder Kabinen mit Verbindungstüren, die sich besonders für größere Familien eignen. Weiterhin gibt es eine große Auswahl an Mini Suiten, Balkon-, Außen- und auch Innenkabinen, von denen viele über einen virtuellen Balkon verfügen.
    Doch nicht nur für eine einzigartige Unterhaltung ist an Bord gesorgt. Viele technische Maßnahmen an Bord sorgen für eine Schonung der Umwelt. Dazu gehört der elektrische Pod-Antrieb mit einer Antriebsleistung von 44.000 kW, eine verbesserte Hydrodynamik, viele Energiesparvorrichtungen wie z.B. eine Wärmerückgewinnung oder umfangreiche Wasserreinigungssysteme. Die Abgase aus den fünf energiesparenden MAN-Hauptmotoren mit einer Gesamtleistung von 76.800 kW werden über einen Scubber gereinigt. Die NORWEGIAN JOY entspricht nach

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  • 17307-mit-msc-fantasia-auf-den-spuren-ihrer-vorgaengerin-1

     17309 MSC FANTASIA vs MELODY

    17309 MSC FANTASIA in Genua Ponte dei Mille Foto Kai OrtelMorgenidylle in Genua, die MSC FANTASIA hat gegenüber dem Yachthafen soeben am Ponte dei Mille festgemacht.
    Alle Fotos dieser Seite: Kai Ortel, Berlin

     Kai Ortel
    Mit der MSC FANTASIA auf den Spuren ihrer Vorgängerin – Teil 1
    Italienisch für Fortgeschrittene

    2003 habe ich den Artikel „Italienisch für Anfänger” veröffentlicht, einen Bericht über meine erste Kreuzfahrt. Unternommen hatte ich diese mit der MELODY der damals noch jungen, aber aufstrebenden Kreuzfahrtreederei MSC. Vieles hat sich seitdem geändert – Zeit genug also, mit derselben Reederei und auf (fast) derselben Route wie seinerzeit, erneut in See zu stechen. Das Schiff diesmal: die viermal so große MSC FANTASIA.

    Déjà-Vu in Genua
    Geblieben ist schon mal der Einstiegshafen. Wie damals geht es auch an diesem heißen Juli-Tag am altehrwürdigen Ponte dei Mille in Genua an Bord. Zu übersehen ist die riesige MSC FANTASIA dort nicht, denn während die MELODY hinter der alten Stazione Marittima bestenfalls hervorlugte, stellt das 18 Decks hohe MSC-Schiff, erbaut im Jahr 2008, das Gebäude fast in den Schatten. Wer jedoch gedacht hätte, dass die Einschiffung für eine „schwimmende Bettenburg” wie diese eine Ewigkeit dauert, der irrt gewaltig. Erstaunlich gesittet geht es im Terminal zu, und zügig obendrein. Den Beginn des Check-Ins hatte man wohlweislich auf 10:30 Uhr vorgezogen, entsprechend stressfrei ist die Einschiffung. Dass die Kabinen erst um 14:00 Uhr bezugsbereit sind, verschmerzt man da gerne, schließlich ist die MSC FANTASIA mehr als groß genug, sich schon einmal ein wenig umzusehen auf dem schwimmenden Zuhause für die nächsten sieben Tage.
    Berührungsängste? Gibt es auf einem derartigen Schiff praktisch keine mehr. War man 2002 als Deutscher noch ein Exot auf einem Schiff wie der MELODY und hat fast schüchtern seinen Platz am Tisch im Restaurant eingenommen, nicht wissend, was da auf einen zukommen würde, ist das Procedere auf der MSC FANTASIA genau umgekehrt: Das Produkt Seereise ist nicht nur massen-, sondern auch familientauglich geworden. Nicht von Globetrottern und Gourmets, sondern von einer neuen Kreuzfahrergeneration, die sich ausschließlich von Muffins, Pommes Frites und Hamburgern ernährt, ist auch eine MSC FANTASIA bevölkert, d. h. mittags herrscht im Selbstbedienungsrestaurant die berühmte Schlacht am kalten (wie am warmen) Büffet, und auch abends muss längst nicht mehr hungern, wer auf der Speisekarte nichts Passendes findet.
    Verdient wird heutzutage sowieso an den Getränken. Gleich dreimal wird man am Einschiffungstag mehr oder weniger bestimmt auf die Möglichkeit der Buchung eines Getränkepaketes hingewiesen – zuerst im Terminal, dann im Büffet-Restaurant und am Abend schließlich noch einmal im Haupt-Restaurant. Wer dann immer noch keines gebucht hat und stattdessen nicht mal Bier oder Wein zum Essen bestellt, sondern bei Mineralwasser und Sprite bleibt, kann was erleben: Einen unmissverständlichen Blick des Getränkekellners nämlich und ab sofort extra-langsamen Service am Tisch. Die vor ein paar Jahren noch weit verbreiteten Vierertische scheinen derweil ebenfalls auf dem Rückzug zu sein, stattdessen ist der Achtertisch auf dem Vormarsch. Perfekt, weil platzsparend für zwei Familien gleichzeitig, aber ungünstig, wenn diese sieben Tage die einzigen im Jahr sind, an denen besagte Familie mal in schöner Eintracht zum Essen zusammenkommt.

    MSC FANTASIA vs. MELODY
    Doch zurück zum Schiff selber. Die MSC FANTASIA ist mit ihren 137.936 BRZ ein Riese; die MELODY, 2012 ausgemustert, passt mit ihren „nur” 35.143 BRZ fast viermal in sie hinein. Doch auch hinsichtlich des Layouts unterscheiden sich die beiden Schiffe wie Tag und Nacht. Hatte die MELODY mit ihren terrassenförmig abgestuften Sonnendecks am Heck, ihrem ebenfalls dort gelegenen Pool und ihrem tief unten im Bauch des Schiffes befindlichen Restaurant noch in der Tradition der Reederei Home Lines gestanden, welche die damalige ATLANTIC seinerzeit entworfen hatte, ist von all dem auf der MSC FANTASIA nichts mehr übrig. Das Schiff verfügt über zwei A la Carte- sowie vier weitere Restaurants, über ein riesiges Theater, drei Swimmingpools und über eine Vielzahl von Bars, Lounges und Shops, die sich allein über drei Decks verteilen. Und wo man auf der MELODY noch etwas verschämt in einem dunklen Korridor mit niedrigen Decken stand, wenn man an der Rezeption eine Frage hatte, empfängt die MSC FANTASIA ihre Gäste mit einem riesigen Atrium, in dem Panoramafahrstühle, blitzblanke Messinggeländer und Swarovski-Kristalle um die Gunst der staunenden Augen konkurrieren.
    Imposant ist sie, fast einschüchternd, aber wo ist das Schiff? Einmal an Bord angekommen, hat einen der riesige Rumpf regelrecht verschluckt. Der Weg zum Sonnendeck hoch oben ist weit, und selbst auf dem Bootsdeck bekommt man das Meer nicht mehr zu sehen. Nur die Innenseite der Rettungsboote, und einmal rings um das Schiff herum verläuft es auch nicht. Und hatte man auf der MELODY direkt unter der Kommandobrücke noch eine fast genauso gute Sicht in Fahrtrichtung wie der Kapitän selber, ist auch dies auf der MSC FANTASIA passé. An besagter Stelle befinden sich auf dem neuen Schiff die teuren Yacht Club-Suiten.
    Der MSC Yacht Club, das ist eine Art Schiff im Schiff, ein exklusiver Bereich, der nur den Gästen dieser höchsten und teuersten aller Kabinenkategorien offensteht – inklusive eigenem Spa-Bereich, eigenem Pool, eigenem Restaurant und eigener Lounge. Der „gewöhnliche” Passagier, der noch die weitläufigen Außendecks der MELODY in Erinnerung hat, muss sich dagegen umgucken auf der MSC FANTASIA, denn die schönsten Stellen an Bord belegen hier die Bord-Einrichtungen, mit denen sich am meisten Geld verdienen lässt: das MSC Aurea Spa, besagter MSC Yacht Club oder das direkt unter dem Schornstein gelegene „Top 18 Exclusive Solarium”. Ansonsten geht es vor allem bei schönem Wetter eng zu an Deck, denn wo knapp 4.000 Passagiere gleichzeitig einen Platz an der Sonne haben wollen, kann man vor lauter Liegestühlen schnell kaum mehr treten, geschweige denn mit genügend Ellbogenfreiheit an der Reling stehen. Und wo man früher noch verschämt die Mitreisenden oder ein Besatzungsmitglied gebeten hat, ein Erinnerungsfoto von sich zu schießen, gehören die Kreuzfahrtschiffe des 21. Jahrhunderts der Generation Selfie-Stange. Ins Gespräch mit Tischnachbarn oder Deckbekanntschaften kommt diese wohl nicht mehr, dafür hat sie nach der Seereise jede Menge Porträtfotos von sich selbst auf dem Speicherchip.
    Auch den auf See mitunter wackeligen Treppengang von Deck zu Deck kennt die Kreuzfahrt-Jugend von heute kaum mehr. Denn zwischen den 18 Decks der MSC FANTASIA zu wechseln, geht eigentlich nur noch per Fahrstuhl. Doch wehe, einer davon oder gar mehrere sind „out of order”. Dann kommt es zu minutenlangen Wartezeiten bzw. bilden sich große Ansammlungen von Menschen davor, die von Tag zu Tag genervter werden. Wer kann, der läuft am Ende doch wieder, doch das geht auf einem riesigen Schiff wie diesem schnell an die Kondition und auf die Beine. Immerhin befindet sich der Landgang auf Deck 4, die eigene Kabine auf Deck 9 und das Büffetrestaurant auf Deck 14. Und wo die Fortbewegung in der Vertikalen mühsam ist, ist sie in der Horizontalen auch nicht eben einfacher. Zwar haben die Korridore in den öffentlichen Räumen der MSC FANTASIA klangvolle Straßennamen (Via Roma, Via San Lorenzo) bekommen, das Zurechtfinden an Bord macht dies aber auch nicht einfacher. Auch kommen einem die Kabinenkorridore endlos vor, und das sind sie auch fast, schließlich ist das Schiff stolze 333 Meter lang. Jeder Weg an Bord ist lang, und so manch einer einfach zu lang. Was ging es da noch gemütlich und intim zu, damals, auf der MELODY.
    Umgekehrt jedoch das Bild, sobald die Sonne nach dem abendlichen Auslaufen am Horizont untergegangen ist und die öffentlichen Räume unter Deck zum Leben erwachen. Dann ertönt im

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  • 17308-antarktis-expedition-mit-der-ms-plancius-1

    Antarktis Expedition 8

    17308 Antarktis Albatrosse 2038 Foto Ton ValkSchwarzbrauenalbatrosse sind sehr treu und legen großen Wert auf Paarbindung, unter anderem durch die Gefiederpflege des Partners.
    Alle Fotos dieser Seite: Ton Valk, Preetz


    Ton Valk

    Weiter als an das Ende der Welt – Teil 1

    Tagebuch einer Expeditionsreise mit der MS PLANCIUS, welche von Ushuaia, auf die Falklandinseln, Süd Georgien, Süd Orkneys und die Antarktische Halbinsel führen wird.

    Datum: 17.01.2017
    Position: 042°45'S / 065°01'W
    Wetter: Leicht bewölkt
    Lufttemperatur: +9°C

    Von Ureinwohnern und Sträflingen
    Nach einem anstrengenden Flug von Frankfurt via Buenos Aires landen wir endlich in Ushuaia. Insgesamt etwa 16.000 Flugkilometer. Die Stadt, welche sich die südlichste der Welt nennt, liegt am Beaglekanal inmitten von schneebedeckten Bergen, welche ein Ausläufer der langen Andenkette sind. Das Wort „Ushuaia” kommt aus der Sprache der Ureinwohner Yamana und bedeutet so viel wie „Bucht, die nach Osten blickt”. Die Yamana lebten hier als Wassernomaden. Sie liefen nackt herum, rieben sich darum mit Fett ein und wärmten sich an Feuerstellen. Daher kommt der Name Tierra del Fuego (Feuerland). Seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurden die Yamanas von den ersten Siedlern nahezu ausgerottet. Momentan gibt es nur noch eine alte reinrassige Yamanafrau. Diesem Stamm ist jetzt posthum eine kleine Dauerausstellung im Nationalpark Tierra del Fuego gewidmet. Für die Stadt Ushuaia war in 1902 der Bau des Presidio, ein Gefängnis, von großer Bedeutung. Die Sträflinge, überwiegend Gewaltverbrecher und politische Gefangene, bauten unter anderem die Schmalspurbahn Ferrocarril Austral Fueguino, mit der heute Touristen durch den Nationalpark fahren. Das Gefängnis wurde 1947 aufgelöst. In dem Gebäude ist jetzt eine Kombination mehrerer Museen untergebracht. Die Stadt mit etwa 100.000 Einwohnern lebt hauptsächlich vom Tourismus. Das ist vor allem in der Hauptstraße mit vielen Souvenirläden und Restaurants sehr gut zu erkennen. Im Hafen entdecken wir das Wrack eines Hochseeschleppers. Es ist die SAINT CHRISTOPHER, die 1957 auf Grund lief und verlassen wurde. Bekannt ist sie durch die misslungene Bergungsoperation der MS MONTE CERVANTES. Das Passagierschiff der Hamburg Süd lief am 23. Januar 1930 im Beaglekanal auf einen noch nicht in damalige Seekarten eingetragenen Unterwasserfelsen. Die MONTE CERVANTES sank kurz nachdem die 1.400 Passagiere und Besatzung in die Rettungsboote gingen und nach Ushuaia gebracht wurden, das damals nur 800 Einwohner hatte. Eine Bergung misslang und der SAINT CHRISTOPHER liegt seit 1957 als Wahrzeichen im Hafen Ushuaias. Wir sind froh, dass der Sicherheitsstandard auf Schiffen, Seekarten usw. heutzutage doch besser ist als früher ist und sehen unserer bevorstehenden Expeditionsreise dann auch ohne Sorgen entgegen. Nach einer letzten Nacht auf festem Boden liegt jetzt eine 18-tägige Reise mit dem niederländischen Expeditionsschiff PLANCIUS von Oceanwide Expeditions vor uns. Für uns und auch für viele andere geht damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung.

    Datum: 18.01.2017
    Position: 042°45'S / 065°01'W
    Wetter: Bewölkt
    Lufttemperatur: +15°C

    Hommage an PLANCIUS
    Als wir endlich bei unserer MS PLANCIUS ankommen, begrüßt uns der Expeditionsleiter Andrew. Wir kennen ihn bereits von einer Reise rund Spitzbergen und wissen uns gut aufgehoben. Die Besatzung zeigt den Gästen ihre Kabinen und wir stellen beim Hotelpersonal viele vertraute Gesichter fest. Es ergibt sich deswegen ein ganz herzliches Wiedersehen, als ob wir ein bisschen wie nach Hause kommen. Kurz darauf heißt es „Leinen los” und es folgt in der Lounge die obligatorische Sicherheitseinweisung komplett mit angelegten Rettungswesten. Kapitän Evgeny Levakov stellt sich vor und bei einem Glass Prosecco werden die Gäste dann mit dem kompletten Expeditionsteam bekannt gemacht. Für Morgen liegt ein ganzer Seetag vor uns, um die Falklandinseln zu erreichen.

    Wir finden heraus, dass der Namensgebung des Schiffes eine Hommage an den holländischen Astronomen, Kartografen und Geologen Vikars Petrus Plancius (1552-1622) ist. Das Schiff wurde 1976 als ozeanografisches Forschungsschiff der Königlichen Niederländischen Marine gebaut und erhielt damals den Namen HR MS TYDEMAN. Bis Juni 2004 stand es im Dienst der Marine, ehe es von Oceanwide Expeditions übernommen wurde. Diese ließ das Schiff 2007 vollständig umbauen und verwandelte es in ein Passagierschiff mit Platz für 116 Gäste. Die PLANCIUS ist 89 Meter lang, 14,50 Meter breit und hat einen Tiefgang von maximal 5,0 Metern. Die offizielle Eisklasse lautet 1D und ist durch Lloyds als 100A1 Passagierschiff klassifiziert. Die Geschwindigkeit beträgt mit Hilfe eines dieselelektrischen Antriebs maximal 12 Knoten. An Bord befinden sich 10 Mark V-Zodiacs mit 40-PS-Viertakt Außenbordmotoren und 2 Gangways sorgen für eine schnelle Ausbootung. Eine 47-köpfige Besatzung ist für das Wohlbefinden der Gäste verantwortlich.

    Datum: 19.01.2017
    Position 054°07‘ S / 064°12‘ W
    Wetter: Sonnig
    Lufttemperatur: +10°C

    Viele Vögel und keine Schiffe
    Ein strahlender Tag im Südatlantik lässt die Gäste die Strapazen der Anreise schnell vergessen. Der Himmel ist blau und das Meer ruhig. Einige Frühaufsteher berichten, eine vergleichsweise seltene Graurücken-Sturmschwalbe gesichtet zu haben. Am Vormittag werden (Muckboots) Gummistiefel leihweise ausgegeben, welche während der Reise sehr gute Dienste leisten werden. Nach dem Lunch finden die ersten sehr informativen Vorträge rundum hiesige Seevögel in ihren schweren Lebensbedingungen statt. Der Tag entwickelte sich sehr vogelreich mit Buntfuß-Sturmschwalben, Riesensturmvögel, Königs- und Schwarzbrauenalbatrosse, die sehr nah an die PLANCIUS herankamen. Eine Supershow! Andere Schiffe haben wir seit unsem Auslaufen von Ushuaia nicht mehr gesehen. Während der allabendliche Recap und Briefing gibt Andrew Sicherheitseinweisungen für das Verhalten bei Zodiacoperationen. Dazu gehört, dass jeder vor und nach einem Landgang seine Stiefel gründlich in eine Desinfektionslösung reinigen muss. Hiermit soll vermieden werden, dass eventuelle Krankheiten in Vogelkolonien auf andere übertragen werden können. Anschließend folgt eine Lesung von Andrew über Entstehung, Geologie und Geschichte der Falklandinseln. Und dann eine Unterbrechung: Wale voraus! Jeder geht schnell an Deck. Es sind einige Finnwale, mit 25 Meter Länge und einem Gewicht von 150 Tonnen das zweitgrößte Lebewesen der Erde.

    Datum: 20.01.2017
    Position: 051°20' S / 060°40' W
    Wetter: Sonnig
    Lufttemperatur: +16°C

    Falklands oder Malvinas
    Die meisten Menschen denken bei dieser Inselgruppe nur an den Falklandkrieg von 1982 und nicht an die bewegte Historie. Außerdem sind die Inseln unter Naturfreunden ein wahrer „Geheimtipp” wegen der reichen Fauna und darum auch bekannt als das „Galapagos des Südens”. Neben beiden Hauptinseln bilden sie zusammen mit noch 700 kleineren die komplette Inselgruppe. Entdeckt wurden sie 1592 von dem Engländer John Davis, aber sein Landsmann John Strong an Bord der WELFARE setzt 98 Jahre später in 1690 als erster seinen Fuß an Land. Seitdem sind die Falklands in Händen von England, Frankreich, Spanien, Argentinien und zuletzt wieder England. Wir steuern West Point an, den westlichsten Außenposten der östlichen Falklands. Als wir durch die Meerenge Wooly Gut fuhren, begrüßen uns Commerson-Delfine und mehrere Seiwale. Mit den Zodiacs gehen wir an Land und machen uns ausgerüstet vor allem mit Kameras auf den Weg zu Devils Nose, welche wir nach etwa einem halben Kilometer erreichen. Das maritime Klima, sowie die geographische Lage sorgen für eine besondere Flora und Fauna. Unterwegs begegnen uns immer wieder Magellan- und Rotkopfgänse, bis wir plötzlich eigebettet im hohen Tussockgrass an einem Hang auf eine Kolonie Eselspinguine und Schwarzbrauenalbatrosse stoßen. Emsig füttern erstere ihre Küken, während die Albatrosse versuchen, aus dem Stand zu starten oder waghalsig zu landen.
    Im Tussockgrass nisten und brüten unter anderem gerne Magellanpinguine und Sturmvögel. Deswegen müssen wir uns hier sehr vorsichtig bewegen. Unsere Guides weisen uns regelmäßig auf

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  • 17309-auf-wikinger-kreuzfahrt-mit-der-norroena

    Kreuzfahrt Faehre 9

     

    17309 9142 Norroena Hirtshals 2017 Kai OrtelJeden Samstagmorgen kehrt die NORRÖNA von ihrer wöchentlichen Rundreise aus Island und Tórshavn ins norddänische Hirtshals zurück.
    Alle Fotos dieser Seite: Kai Ortel, Berlin


    Kai Ortel

    Nach Island bei Wind und Wetter –

    Auf Wikinger-Kreuzfahrt mit der NORRÖNA

    Sie hat den vielleicht schwersten Job von allen Fähren in Nordeuropa. Ganzjährig verkehrt die NORRÖNA zwischen dem norddänischen Hirtshals, den zwischen Schottland und Island gelegenen Färöer-Inseln und Island selbst. Diese Route ist vor allem zwischen den Shetland-Inseln, welche die NORRÖNA im Rahmen ihrer Rundreise früher auch noch angelaufen hat, und Island nichts für schwache Gemüter. Die Nordsee ist hier zu Ende, der Nordatlantik beginnt. Das bedeutet nicht nur, dass das Wasser hier ungleich tiefer und die Wellen länger sind, auch Wind und Wetter werden hier selbst in der Hochsaison widerspenstiger. Für die Abfahrten im Winter weist die auf den Färöer-Inseln beheimatete Reederei Smyril Line bei der Buchung sogar auf „Zusätzliche Bedingungen” hin. Darin heißt es u. a., dass sich die Reederei das Recht vorbehält, „den Fahrplan zu ändern und entsprechend früher oder später abzulegen”, wenn die Witterungsbedingungen oder technische Probleme sichere Überfahrten verhindern. Auch werden die Passagiere explizit aufgefordert, sich auf der Homepage der Reederei über aktuelle Abfahrtszeiten und mögliche Änderungen zu informieren. Die NORRÖNA verpassen sollte man nämlich tunlichst nicht – die Abfahrten von Hirtshals nach Island finden nur einmal pro Woche statt.

    Von Hirtshals nach Tórshavn
    Wir sind auf Nummer Sicher gegangen und treffen bereits am frühen Morgen des Abfahrtstages in dem norddänischen Hafen ein. Von der NORRÖNA noch keine Spur, und auch das Wetter könnte Anfang April nicht schöner sein. Über Hirtshals scheint die Frühlingssonne, die Nordsee ist ruhig, Wind herrscht kaum. Lediglich ein bisschen Seenebel verschluckt die hiesigen Fischerboote kurz hinter der Mole. Im Terminal herrscht dagegen hektische Betriebsamkeit: Sechs Reisebusse aus Deutschland sind am Vormittag eingetroffen, fünf davon allein von der Firma Trendtours Touristik in Frankfurt am Main. Deren Insassen, fast ausnahmslos rüstige Rentner aus Nord- und Ostdeutschland, haben wie wir die „Wikinger-Kreuzfahrt” gebucht, also die komplette einwöchige Rundreise zwischen Dänemark, den Färöer-Inseln und Island. Diesen Spagat muss die NORRÖNA nämlich auch noch schaffen: nicht nur zuverlässige Frachtfähre für die import-abhängigen Volkswirtschaften der Färöer-Inseln und Islands zu sein und Autofähre für jene, die diese Inseln als Touristen mit den eigenen vier Rädern bereisen wollen, sondern auch noch internationales Kreuzfahrtschiff. An diesem Vormittag wird man jedenfalls bereits im Terminal im Norden Jütlands so selbstverständlich auf Deutsch angesprochen, als wäre Dänemark ein deutsches Bundesland. In der Tat sind diese Wikinger-Kreuzfahrten hierzulande inzwischen so beliebt, dass die NORRÖNA in der Nebensaison glatt auch ab Hamburg fahren könnte.
    Aber egal, den Fahrplan der NORRÖNA bestimmen immer noch die Frachtkunden, und das sind zu einem nicht geringen Teil Speditionen, die ihren im hohen Norden frisch gefangenen Fisch über Hirtshals nach ganz Skandinavien und Osteuropa verschiffen. Sowohl die Färöer-Inseln als auch Island sind keine EU-Mitglieder, demzufolge also auch nicht an Handelsbeschränkungen gegenüber Russland gebunden. Über eine schlechte Auslastung braucht man sich im Hause Smyril Line gegenwärtig also keine Sorgen zu machen, im Gegenteil: Erst im Dezember 2016 hat die Reederei in eine dritte Frachtfähre investiert, die seit kurzem Rotterdam mit Tórshavn, der Hauptstadt der Färöer-Inseln, und Þorlákshöfn nahe Reykjavik verbindet. Im Übrigen sorgt die Frachtverladung in Hirtshals am heutigen Tag für gehörig Verspätung: Zwei Stunden länger als geplant dauert die Einschiffung der vielen LKWs, erst um 17 Uhr kann die NORRÖNA die Leinen los machen. Macht aber nichts, Geschwindigkeitsreserven hat das Schiff zur Genüge.
    Die braucht es auch, denn kaum hat die „Nordmeer” (das bedeutet nämlich das färingsche „Norröna” auf Deutsch) abgelegt, wird unter Deck die nächste Hiobsbotschaft verkündet. Über Island sei ein Sturmtief im Anmarsch – „ein büschen Unwetter”, wie Reiseleiter Mike dies mit norddeutschem Understatement formuliert. Die NORRÖNA müsse daher Island erreichen, ehe der Sturm das Schiff auf See erwischen kann. Was bedeutet, dass sie zunächst mit Höchstgeschwindigkeit nach Tórshavn fährt, wo wir nun schon morgen Abend anstatt erst übermorgen früh ankommen. Dort wird aber nur kurz be- und entladen, dann geht es auch schon weiter nach Island, ebenfalls mit voller Geschwindigkeit. Die für die Färöer-Inseln geplanten Landausflüge fallen daher aus. Zum Trost gibt es für alle Passagiere erstmal ein Glas Apfelsaft mit Schuss.
    Als die NORRÖNA am späten Nachmittag abgelegt hat, ist der Wind frisch, aber nicht kalt. Kapitän Henrik Hammer spricht in seiner Durchsage von Wellenhöhen bis zu drei Metern und maximal Windstärke 6 bis Tórshavn. Das lässt sich aushalten. Mit 19 Knoten Fahrt geht es nun über die Nordsee, zwei bis drei Knoten schneller als gewöhnlich.
    Die NORRÖNA selber entpuppt sich derweil als Passagierschiff, auf dem man es eine Woche lang gut aushalten kann. Gewiss, sie ist kein Kreuzfahrer, aber das will sie ja auch gar nicht sein. Doch es gibt ein Büffetrestaurant an Bord, eine Cafeteria, ein Steak House neuerdings und die große Naust Bar (das ehemalige Sage Café), in der tagsüber Filmvorführungen und Bingo-Runden stattfinden und abends Live-Musik und Comedy-Auftritte. Außerdem befinden sich ein Kino an Bord, ein kleines Fitness-Center tief unten im Schiff und auf dem offenen Deck die „Hot Tubs” – Meerwasser-Whirlpools mit Blick auf die raue Nordsee. Nur der kleine Innenpool, ebenfalls unten auf Deck 2, ist derzeit geschlossen – eine Vorsichtsmaßnahme aufgrund des dann doch nicht so ganz tollen Wetters. „Sie erinnern sich doch noch alle an die Bilder von der AIDAprima neulich, oder?”, scherzt Mike vor versammelter Trendtours-Mannschaft. An Bord des Aida-Flaggschiffes hatte Sturmtief Egon erst im Januar ebenfalls auf der Nordsee dafür gesorgt, dass das Poolwasser bis in die öffentlichen Räume des noch nagelneuen Luxus-Kreuzfahrtschiffes geschwappt war.
    Am Abend steht dann das erste Essen der Reise auf unserem Programm. Das Büffet ist reichhaltig, zur Wahl steht typisch skandinavische Küche: Fleisch (Schwein, Rind und Lamm) und Fisch. Pizza und Pasta sucht man hier genauso vergeblich wie Fernöstliches oder ähnlich Exotisches. Der überbackene Dorsch ist jedoch köstlich, und auch der Kuchen zum Nachtisch vom Feinsten. Apfel-Kokos- und Blaubeer-Schokoladenkuchen gibt es, unter anderem. Backen, das können die Dänen. Ach ja, die Dänen: Ein Großteil der Besatzung der NORRÖNA stammt mittlerweile von den Färöer-Inseln, untereinander wird aber überwiegend Dänisch gesprochen. Dass die Färöer-Inseln zu Dänemark gehören, dürfe Kreuzfahrtdirektor Simon (ebenfalls Däne) aber an Bord nicht allzu laut sagen, scherzt er. Davor steht nämlich der Nationalstolz der Färinger, die seit einem Referendum 1948 autonom sind und seit 2006 eine Wirtschaftsunion mit Island bilden. Auch die NORRÖNA führt nicht etwa Hirtshals, sondern Tórshavn als Heimathafen. Ihre Reederei ist 1982 auf den Färöer-Inseln gegründet worden, ihr Wappenvogel ist gleichzeitig das Nationaltier des kleinen Inselreiches – der Merlin, der einzige Greifvogel, den es auf den sturmumtosten Inseln überhaupt gibt. Das erste Schiff mit dem Merlin-Kopf im Schornstein hieß Anfang der 1980er Jahre ebenfalls NORRÖNA. Bis 2003 fuhr die ehemalige NILS DACKE auf der Route, ehe sie von dem zweiten Schiff dieses Namens abgelöst wurde. „Explorers of the North Atlantic” lautet stolz der Slogan der Reederei, obwohl die NORRÖNA das ja nun nicht auch noch ist, ein Forschungsschiff. Für die meisten Gäste ist die Fährreise nach Island jedoch in der Tat genau dies – ein Aufbruch ins Unbekannte.

    17310-stippvisite-in-abu-dhabi

    Stippvisite 10 

    17310 Herrscher Palast P1030123 Foto DBDer neue Palast der herrschenden Familie Abu Dhabis ist noch eine riesige Baustelle an der Küste. Sein zukünftiger Glanz ist zu ahnen. Er wird ganz in traditionellem arabischen Stil gebaut und von Land und von See her zu erreichen sein.
    Foto: Dieter Bromund, Bremen


    Dieter Bromund

    Stippvisite in Abu Dhabi – Enkel, Gin Tonic und der Muezzin

    Beim dritten Besuch war alles anders. Der Liter Gin kostete in allen Duty Free Läden 16,40 €. Wir hatten Sitzplätze mit Beinfreiheit gekauft, die Flugstrecke schien kürzer, die 28 Grad nach der Landung waren erträglicher, einen Einreisestempel gab’s nicht.
    Wie alle Non-Residents in den Emiraten wurde auch ich bei Ankunft fotografiert und sah auf einem Bildschirm im Schalter mein Konterfei neben zwei früheren und meinem Passfoto. Die jungen Emirati in ihren weißen Kanduras wussten also sehr genau, wer sie und zum wievielten Male in Abu Dhabi besuchte. Wir wollten wissen, wie es der Familie im fünften Jahr am arabischen Golf ging. Erlaubnis erteilt für drei Wochen Aufenthalt!
    Als wir 30 Kilometer weiter auf der Terrasse ihres Hauses saßen, die Enkel im Bett waren und wir den ersten Gin Tonic tranken, hatte der Muezzin längst zum Nachtgebet gerufen.
    Wir hatten acht Tage geplant, mit Absichten, doch ohne Programm. Der Louvre Abu Dhabi war noch immer nicht eröffnet, das Guggenheim Abu Dhabi auch noch nicht, der neue Palast des Scheichs sah noch immer nach Baustelle aus.
    Die Silhouette der Innenstadt hatte sich sehr verändert, neue Hochhäuser bewiesen die Fantasie ihrer Architekten und die Geduld der Bauherren. Die warten ohne Hast auf Mieter und stellen immer Neues hin. Denn Staatsgelder für den Bau müssen erst dann in Raten zurückgezahlt werden, wenn er vermietet wird. So blieben zahllose Arbeiter aus östlichen Nachbarländern weiter auf Neubauten in Lohn und Brot.
    Emiratis arbeiten nicht, jedenfalls für Besucher nicht sichtbar. Wer in den Shops schafft, trägt europäische oder indische Kleidung. Arabische Herren in makellos weißen Kanduras und vielfältig drapierten Kopftüchern sahen wir in den vielen Shopping Malls nur flanieren, gelegentlich begleitet von Damen in schwarzen bodenlangen Umhüllungen, die manchmal Kinder mit sich führten. Solche schwarz gekleideten Weiblichkeiten traten ohne Männer nur in Gruppen auf, selten ohne Handy. In den Emiraten dürfen, anders als in Saudi Arabien, Frauen auch Auto fahren.
    Ohne Auto geht hier nichts. Die Mutter zweier Kinder, die eine amerikanische Schule besuchen, ist gut ausgelastet, auch wenn sie nur drei Vormittage in der Schulbücherei mitarbeitet. Unsere Enkel müssen um 7:45 Uhr in der Schulklasse sein und haben frühestens um 15 Uhr Unterrichtsende. Danach beginnen in der Schule Sport AG’s und andere Arbeitsgemeinschaften. Wer außerhalb schwimmen oder reiten will, Tennis spielen möchte oder Musikunterricht nimmt, muss transportiert werden, häufig quer durch die Stadt. Schulbusse gibt es an dieser Schule nur als Privatinitiative, öffentliche Verkehrsmittel sind nicht vorhanden.
    Die Familie trifft sich gegen 19:00 Uhr zum Abendessen, danach verschwinden die Enkel zu Schularbeiten. Um 20.30 Uhr gehen sie zu Bett. Der Samstag ist der muslimische Sonntag, an dem man länger schläft. Und gemeinsam etwas unternehmen kann.
    Ehe der Muezzin mit kreischender Stimme aus rostig klingenden Lautsprechern zum ersten Mal vor Sonnenaufgang Allah lobt und zum Gebet einlädt, haben sich in der Nachbarschaft Hähne mit ihrem eigenen Weckruf gemeldet. Später am Tag bleibt der Muezzin einsamer Rufer. Er meldet sich auch singend fünf Mal. Doch selbst die arabisch sprechende Enkelin versteht nur ein Allahu Akbar, Gott ist groß, dass aus den Lautsprechern knarrt. Kein Moslem, sagt die Gastgeberin, soll es weiter als 500 Meter bis zur nächsten Moschee haben. Sie sind also allgegenwärtig. Die größte, nach Scheich Zayed benannt, haben wir beim letzten Besuch ausführlich besichtigt.
    Bei diesem Besuch geht es um die Enkel. Die Neunjährige zeigte uns die Lösung einer Hausaufgabe. Sie möchte ihren Klassenkameraden Deutschland in einer Präsentation auf ihrem Laptop vorstellen. Dazu hat sie eine Gliederung entwickelt, Informationen gesammelt, geordnet und gestaltet, Bilder aus dem Internet down geloadet und kommentiert, ein Glossar geschrieben und in einem Appendix Quellen aufgeführt – alles auf Englisch. Ihr Bruder, 13 Jahre alt, schrieb einen Aufsatz über die Vor- und Nachteile der Kernkraft und verfasste als Hausaufgabe Gedichte, Sonette, aber auch Haikus – auf Englisch selbstverständlich. Seine Hausaufgaben entnimmt er seinem Laptop, ein Lehrer hilft ihm auch in der Freizeit, sich im Englischen noch heimischer zu fühlen. Und wenn mal am Verhalten in der Schule was zu bemängeln wäre, kommt’s sofort per e-mail an die Eltern.
    Ohne Handy geht hier gar nichts, Verabredungen, Nachrichten, Verspätungen, Bitten – alles läuft elektronisch. Sonderangebote hier, Tischreservierungen dort, das mobile phone ist immer und überall dabei.
    Alkohol ist in den Emiraten mit einer Erlaubniskarte in speziellen Läden offiziell zu haben, zu vertretbaren Preisen. In manchen Bars weisen Schilder darauf hin, dass Herren in der Kandura hier nicht bedient werden. Also ziehen sich Durstige vorher nach westlichem Muster um.
    Von null Grad in Bremen auf 37 mittägliche Grade in Abu Dhabi ist eine Umstellung, die Kraft kostet. Wir gingen es langsam an. Die Einkaufspassagen waren kühl, selten voll, verlockten mit allem was gut und teuer oder populär ist. Kein westliches Modeunternehmen und kaum ein Kosmetikanbieter fehlen.
    Gold sei hier preiswerter als anderswo. Schmuck ist immer echt, bei Handtaschen, Uhren und manch anderem Gewerk fragt man sich, wie man eine Nachahmung wirklich so preiswert herstellen kann. Im benachbarten Indien, Pakistan und Bangladesch ist es möglich. Und wohl auch in der Türkei.
    Die Enkel geherzt, gute Gespräche geführt, vorzüglich gespeist, manch fremde Küche ausprobiert, ein paar Souvenirs gekauft, bei der Ausreise gab es wieder keinen Stempel. Wir flogen auf derselben Route mit derselben Airline zurück. Der Londoner Gin kostet in allen Duty Free Shops immer noch 16,40 €.

    17310 Hochhaeuser die Mieter suchen P1080796 Foto PBVor siebzig Jahren lag hier eine arme Küste, an der die Menschen vom Fischfang, Perlentauchen und Küstenhandel lebten. Als Öl entdeckt wurde,   verwandelte sich die Wüste. Heute entstehen auf dem einst armen Landstrich immer neue Hochhäuser, die Mieter suchen. Foto: Petra Bromund, Bremen

    17310 Markt P1020936 Foto DB 17310 Markt Gewuerzhaendler P1020935 Foto DB
    Vor dem Ölboom lebte an der Küste der heutigen Vereinigten Arabi-
    schen Emirate der Gewürzhandel. Aus dem fernen Indien und dem nahen Muskat kam alles, was wunderbar duftete oder Speisen verfeinerte. In
    einigen der heutigen Shopping Malls in Abu Dhabi werden Gewürze noch
    wie einst angeboten.
     Foto: Dieter
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  • 17311-kreuzfahrtmagazin

    KREUZFAHRTMAGAZIN 11

    Eckardt Christian Portrait 05 2017

    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! · RessortleiterTopNews ·KreuzfahrtMagazin und FlussreisenMagazin
    Foto: Christian Eckardt, Bremerhaven

    17311 Sail 2015 12082015 C Eckardt

    Das ist meine Hafenstadt – Bremerhaven. Historische Segelschiffe während der Sail.
    Foto: Christian Eckardt, Bremerhaven

    hr

    17311 MSC Fantasia in Kiel Foto Port of KielDie MSC FANTASIA in Kiel.Foto: MSC Kreuzfahrten, München

    Start der Nordeuropareisen auf der MSC FANTASIA in Kiel – Größtes Kreuzfahrtschiff der Saison am Ostseekai
    Aus Zeebrügge kommend traf am 29. April das größte Kreuzfahrtschiff der diesjährigen Sommersaison im Kieler Hafen ein. Die mit 138.000 BRZ vermessene, 333 Meter lange MSC FANTASIA lief am frühen Morgen in die Förde ein und wurde von den Wasserfontänen eines SFK-Hafenschleppers bis an ihren Liegeplatz am Kreuzfahrtterminal Ostseekai begleitet. Im Rahmen eines anschließenden Bordempfangs begrüßte Hafenchef Dr. Dirk Claus den Kapitän des Schiffes Stefano Aiello herzlich in Kiel und überreichte die offizielle Erstanlaufplakette des Kieler Hafens. Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer des Seehafen Kiel: „Wir freuen uns sehr, erstmals ein Schiff der großen MSC-Fantasia-Klasse in Kiel begrüßen zu können. Dies zeigt, dass auch in der Ostsee immer größere Kreuzfahrtschiffe eingesetzt werden.” Am Ostseekai und im Ostuferhafen sind Terminalanlagen und Logistik bereits auf Schiffe mit 4.000 Passagieren und mehr ausgerichtet.

    Zylmann Welcome Aboard 470Von Kiel unternimmt die MSC FANTASIA in dieser Saison insgesamt 21 Reisen. Sie ist damit – zusammen mit der AIDAvita – auch der häufigste Gast auf der Förde. Die Nordeuropakreuzfahrten führen die MSC FANTASIA sowohl zu den Metropolen der Ostsee (Route: Kiel, Kopenhagen, Stockholm, Tallinn, St. Petersburg, Kiel) als auch entlang der norwegischen Fjorde (Route: Kiel, Kopenhagen, Geiranger, Flam, Stavanger, Kiel). Dirk Claus: „Aufgrund seiner geographischen Lage bietet sich Kiel als Ausgangspunkt für sogenannte Schmetterlingskreuzfahrten besonders an. Die Kombination von Ostsee- und Norwegenrouten ist eine sehr interessante Option.” Kiel ist dabei Reisewechselhafen und zugleich touristische Destination. Internationale Gäste, die bereits in Kopenhagen zusteigen, unternehmen vom Kieler Hafen Tagesausflüge in die Region, in die Hansestadt Lübeck und in die norddeutsche Metropole Hamburg.

    MSC-Kreuzfahrtschiffe laufen den Kieler Hafen bereits seit zwölf Jahren regelmäßig an. Den Auftakt machte am 4. September 2005 die RHAPSODY, bevor Kiel in 2006 zum Basishafen der Reederei aufstieg. Kiel ist seither fester Bestandteil der Routenplanung für Nordeuropa und wurde bis dato 332-mal von neun verschiedenen MSC-Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Dirk Claus: „MSC ist die Reederei mit den bisher meisten Kiel-Anläufen. Uns verbindet eine langjährige vertrauensvolle Partnerschaft.” In Kiel gingen bisher knapp 1,2 Mio. Passagiere an oder von Bord eines MSC-Schiffes; und in diesem Jahr werden voraussichtlich erneut weit mehr als 100.000 MSC-Gäste hinzukommen. Zur Kieler Woche, dem größten maritimen Volksfest und Segelsportereignis des Nordens, wird die MSC FANTASIA in diesem Jahr gleich zweimal, am 17. Juni und am 24. Juni, auf der Förde zu sehen sein. Wenn die MSC FANTASIA dann am 2. September 2017 in Kiel einläuft, markiert dies den 350. Anlauf eines MSC-Kreuzfahrtschiffes in Kiel.
    www.msc-kreuzfahrten.de

    Die Seehafen Kiel GmbH & Co. KG betreibt den Kieler Handelshafen im öffentlichen Auftrag der Landeshauptstadt Kiel. In unmittelbarer Innenstadtlage verfügt Kiel am Ostseekai, Norwegenkai und Schwedenkai über drei Terminals für Fähr- und Kreuzfahrtschiffe. Dazu können besonders große Schiffe auch am Kreuzfahrtliegeplatz Nr. 1 im Ostuferhafen anlegen.

    Wie der Seehafen Kiel mitteilte, zählt Kiel mit 142 Anläufen von 28 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen auch in diesem Jahr wieder zu den beliebtesten deutschen Kreuzfahrthäfen. Zu den Stammkunden des Hafens gehören neben MSC auch die Schiffe der Reedereien AIDA Cruises, Costa und TUI Cruises sowie weiterer namhafter deutscher und internationaler Anbieter. Bis Saisonende werden voraussichtlich 500.000 Kreuzfahrtpassagiere zusätzlich zu den etwa 1,6 Millionen Fährpassagieren in Kiel erwartet. www.portofkiel.com

    17311 Ocean Majesty 3 31082016 C EckardtDie OCEAN MAJESTY von Hansa Touristik.Foto: Hansa Touristik, Stuttgart

    Hansa Touristik zeigt auf der OCEAN MAJESTY wieder eine Dauerausstellung zeitgenössischer Kunst
    Der aufstrebende Künstler Mr. Savethewall zeigt in den öffentlichen Räumlichkeiten der OCEAN MAJESTY auch in dieser Saison seine neuen Werke. Insgesamt 18 Motive mit unterschiedlichen Inspirationsthemen aus dem Alltag werden von Mai bis Oktober 2017 an Bord ausgestellt und können von den Gästen während ihres Aufenthaltes an Bord entdeckt und auch käuflich erworben werden.

    Mr. Savethewall gilt als die italienische Version des britischen Graffiti-Sprayer Banksy, der als Meister der sogenannten Street Art bekannt ist. Seine heimlich verzierten Hauswände mit Schablonengraffiti erregen weltweit Aufmerksamkeit, und die von ihm bearbeiteten Bretter und Leinwände gehören zu den begehrtesten Trophäen des Marktes. Im Unterschied zu Banksy respektiert Mr. Savethewall Wände, Mauern und nutzt Pappe, Packpapier, Recyclingmaterial und auch Canvas für seine Kunst. Die Gemeinsamkeit beider Künstler ist jedoch, dass sie zeitgemäße, soziale Themen und Moralvorstellungen der Gesellschaft in einem spielerischen, polemischen, ironischen, ja fast respektlosen Stil

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  • 17312-landgang-an-der-algarve-eine-verkorkste-gegend

    Landgang 12

    17312 Landgang Algarve P1050126 Foto Philip Duckwitz KoelnRoter Kalk- und Sandstein ist typisch für die Sand-Algarve, oder Sotavento. Alle Fotos dieser Seite: Philip Duckwitz, Köln


    Philip Duckwitz

    Landgang an der Algarve – eine verkorkste Gegend
    und ein Inselparadies vor Portugals Südküste

    Die alte Korkeiche hat schon 150 Jahre auf dem Ast. Das erste Mal wurde sie geschält, als sie 25 Jahre alt war. Hier in São Brás nahe Portugals Küste ist sie beheimatet in einem steinigen Garten nahe der Fabrik, in der ihre Rinde verarbeitet wird. Damals war sie noch rank und schlank und wies einen Umfang von etwa 30 Zentimetern auf. Heute ist sie dick und stämmig mit einem Umfang von fast einem Meter fünfzig. Im Alter wird man dick. Die Menschen werden sie verstehen. Danach ging es ihr alle neun Jahre an die Rinde. Denn der Kork, den sie liefert, ist begehrt. Mehr als 100 Kilo hat die Korkeiche schon geliefert. Noch viermal Schälen und dann geht sie in Rente. Mehr als zehnmal wird ein Baum nicht geschält. Die beste Qualität der Rinde erhält man bei der zweiten, dritten und vierten Ernte. Viele Erzeugnisse stammen aus diesem Material, das eigentlich aus nichts weiter besteht, als aus abgestorbenen, dünnwandigen und mit Luft gefüllten Zellen, die Zellulose und Suberin enthalten. Dank des Suberins ist das Material wasserabweisend. Die Mischung gestaltet das Material zu einem wärme- und schallisolierenden Stoff, aus dem sich so einiges herstellen lässt. Und die alte Korkeiche ist dankbar, dass ihr rötlicher Korpus von dem abgestorbenen Material befreit wird und sie wieder Luft zum Atmen hat, neue Rinde kann sich bilden. Ich stehe bewundernd vor der großen alten Eiche, die Schatten bietet, Rinde liefert und in ihrem Leben schon viele Arbeiter kommen und gehen sah, die sich an ihrer Außenhaut zu schaffen machten. Und nicht wenige Besucher stehen jeden Tag staunend vor dem mächtigen Baum, der hier seiner Bestimmung entspricht.

    Von der Platte zum Korken – ein langer Weg
    Ich setze meinen Weg fort in die nahegelegene Fabrik, in der die Korkplatten erst mal im Freien gelagert werden. Gewaltig sind die Stapel der gebündelten Platten, die hier auf dem Fabrikhof aneinandergereiht auf Paletten stehen. Mindestens sechs Monate ohne direkte Bodenhaftung muss die Korkplatte bei guter Lüftung und Trockenheit so im Freien lagern. Erst dann beginnt die eigentliche Verarbeitung. Es folgt die Dämpfung und die Lagerung auf Edelstahlpaletten. Die Platten verlieren bei diesem Prozess ihre Wölbung. Nun beginnt das „Seasoning”, das sind enzymatische Prozesse, die den Kork erst zur Verarbeitung befähigen. Das dauert wieder sechs lange Monate. Erst dann werden die Korkplatten etwa eine Stunde bei 100 Grad gekocht im heißen Wasser. Dabei tritt Schaum aus den Platten, das ist die natürliche Entgiftung. Schadstoffe und der Mikro-Florabefall werden reduziert, außerdem erhält das Material eine höhere Elastizität und mehr Volumen. Es dampft und brodelt, als die Fabrikarbeiter die Platten aus dem Sud hochfahren. Ein anderer Arbeiter schneidet die Platten grob zurecht. Wieder dauert es drei Wochen bis zum nächsten Schritt. Die Platten müssen trocknen. Hierbei wird dem Kork etwa sieben Prozent Luftfeuchtigkeit zugeführt, damit sich keine Pilze bilden, erklärt mir meine Reiseleiterin Sofia Carrusca lebhaft vor Ort.
    Ich schaue mir den nächsten Schritt in der Nachbarhalle der Fabrik an. Ein erfahrener Arbeiter sortiert die Platten nach ihrer Qualität. Die besten Stücke werden für Flaschenkorken verwendet. Die schlechteste Konsistenz wird später zu Fußboden- und Dämmplatten verarbeitet. Das Flaschenkorken-Material schneidet man in Streifen, die wenig breiter sind als der anschließend daraus entstehende Korken. Und dann wird endlich der Korken aus der Platte gestanzt und anschließend desinfiziert zur Verwendung. Die Stanzreste verarbeitet man zu Granulat. Er gilt als der beste Kork der Welt. Hier im Süden nahe Portugals Küste. 80 Prozent aller Korkprodukte in Europa stammen von hier, höre ich von Sofia. Wie lange doch die Herstellung des Korks dauert, denke ich bei mir. Und wie schnell die Flasche entkorkt und der aufwendig hergestellte Korken entsorgt ist. Künftig werde ich diesem wertvollen Produkt mehr Respekt entgegen bringen, resümiere ich beeindruckt aus meiner Besichtigung, bevor ich mir im fabrikeigenen Shop ansehe, was sich außer dem Flaschenkorken noch alles aus dem vielseitigen Material herstellen lässt. Taschen, Schmuck, sogar Lampen und Kleidung, Dosen, Tischuntersetzer – was für ein vielseitiger Stoff, den die alte Korkeiche draußen im Garten da liefert, schmunzle ich.
    Nach so einem verkorksten Nachmittag zieht es mich hinaus auf das Meer. Denn wild und romantisch ist Portugals Küste, die rote Sand-Algarve, grün ist die langgezogene Feldalgarve. Doch was liegt davor? Ein fast unentdecktes Inselparadies, das auf Erkundung wartet.

    Ria Formosa – der unentdeckte Naturpark vor Portugals Südküste
    Die Lagunenlandschaft vor dem Ort Olhão hat es mir angetan. Das 15.000 Seelen zählende Städtchen verfügt nicht nur über den größten Hafen der Algarve und ist ein geschäftiger Fischerort, Olhão ist auch das Tor zu einer der traumhaftesten Landschaften in der Region und zu einigen schönen Stränden. Farbenfroh und lebendig kommt die kleine Gemeinde daher. Olhão liegt im Herzen des sich im Mündungsgebiet befindenden Naturschutzgebiets Ria Formosa, einer verschachtelten Landschaft aus Lagunen, Kanälen, Salinen und Sandbänken, die durch eine Reihe Düneninseln vom Atlantik getrennt sind. 1755 ist diese Landschaft infolge eines heftigen Erd- und Seebebens entstanden.
    Bevor ich ins Boot steige und hinaus in die Lagunenlandschaft steuere, bummle ich noch ein bisschen durch die Markthalle am Hafen. Der Fischmarkt kündigt sich meiner Nase bereits von weitem an. Da wird gefeilscht, geboten und Fisch in Mengen präsentiert, das einem die Augen übergehen. Kauzige Fischhändler wiegen eifrig ihren Fang auf traditionellen Waagen ab und bringen sie an die Kundschaft. Lautstark diskutieren zwei Einkäufer mit dem Händler über die Qualität des Fisches. Und in der ganzen Halle breitet sich ein reges Treiben aus an diesem Morgen. Ich wechsle in die Gemüse- und Gewürzhalle. Hier treffe ich auf das genaue Gegenteil an Stimmung. Bucklige Mütterchen sitzen friedvoll inmitten ihren Obst- und Gemüsewaren, lächeln liebevoll jeden Besucher an und verkaufen nichtsdestotrotz eifrig ihre fruchtigen Waren. Eine Honighändlerin lockt mich zu ihrem Stand und verführt mich zum Kauf des süßen Erzeugnisses. Ein Gewürzhändler steht lachend inmitten seiner duftenden Kräuterwaren. meine Nase genießt die Luft in dieser Halle ob der starken Strapazen in der vorherigen Fischhalle.
    Eingestimmt auf das Erleben von Natur und Kultur besteige ich das Boot, das bereits am Hafen mit Käpt’n José auf mich wartet. Er ist schon lange Skipper und fährt das ganze Jahr zu den Inseln hinaus. Ist das ein Seelenverkäufer, denke ich bei mir, hoffentlich komme ich mit dieser knarrenden Nussschale, die wegen ihrer kastenartigen Form eher wie ein schwimmender Schuhkarton anmutet, am anderen Ufer an.
    Doch kaum bin ich auf das Meer hinaus gefahren, lenkt mich die atemberaubende Landschaft bereits von dem desolaten Zustand des Bootes ab. Kein Wunder, dass die Ria Formosa zu einem der sieben Naturwunder Portugals zählt. Denn der 18.000 Hektar umfassende Naturpark ist durch fünf Barriereinseln und zwei Halbinseln vom offenen Atlantik geschützt. Auch wenn das Wasser innerhalb der Lagunenlandschaft das Gleiche ist, wie draußen auf dem offenen Atlantik, so ist das Gewässer hier ruhig. Ich entdecke Sandbänke, auf denen Fischer Austernbänke pflegen und abernten. Kleine Boote bringen sie dabei von Bank zu Bank. Französische Austern werden hier zum Wachsen hin befördert, bevor sie zur Ernte wieder zurück nach Frankreich gelangen. Eigentlich ein Skurriles Verfahren, das mir Skipper José da schildert. Aber die Konditionen für das Austernwachstum sind hier einfach besser als anderenorts.
    Der Artenreichtum, besonders die Fauna ist einzigartig in dieser Gegend. Besonders jetzt im beginnenden Winter halten sich hier zahlreiche Vogelarten auf. Flamingos, Purpurhühner, Kraniche, Kormorane, Austernfischer sind hier ebenso zu Hause wie unter Wasser die größte Seepferdchen-Population Portugals.
    Ich erreiche die Ilha de Faro, deren korrekter Name eigentlich Península do Ancão lautet. Ein malerisches Dörfchen mit gedrungenen, aber liebevoll bemalten Häuschen, erwartet mich. Es gibt einen kleinen, begehbaren Hauptweg. Autos gibt es hier nicht. Man benötigt sie auch nicht auf der kleinen Insel, die eigentlich eine Halbinsel

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  • 17313-flusskreuzfahrten-im-aufwind

    FLUSS SONDERTHEMA 13

    17313 MS ASARA 81 Foto Phoenix ReisenMS ASARA, das neueste Flussschiff von Phoenix Reisen, auf dem Rhein. Foto: Phoenix Reisen, Bonn


    Dr. Peer Schmidt-Walther

    Flusskreuzfahrten im Aufwind

    Schiffsreisen im Binnenland werden immer populärer

    Ob Elbe, Havel, Rhein, Wolga oder Jangtse: Binnenkreuzfahrten werden für viele als Urlaubsalternative immer attraktiver. Vor allem, seit entsprechende Serien über die TV-Schirme flimmern, liebäugeln immer mehr Menschen mit dem Urlaub auf dem Wasser.Aufmerksame Stewards, ein Kapitän zum Anfassen, verlockende Reiseziele, erstklassiger Komfort und natürlich immer schönes Wetter – spätestens bei der Schlussmusik seufzt selbst der skeptische Zuschauer: D a s möchte ich auch! Das Kreuzfahrtfieber greift um sich. Rund eine halbe Million Deutsche entscheiden sich alljährlich für eine Flusskreuzfahrt in Europa, und die Nachfrage (2016 um 2,8 %; Hochsee-Kreuzfahrten um 11,3 %) steigt. Und damit auch die Zahl der Schiffe (2015 wurden z.B. 31 Schiffe in Dienst gestellt, 2017 sollen mehr als ein Dutzend Neubauten zur europäischen Flotte stoßen).
    Kreuzfahrt heute liest sich so: positives Lebensgefühl, multinationale Begegnungen, Sport, Spiel, Spaß, verbunden mit Entertainment, Fitness und Wellness. Auch auf Flusskreuzfahrtschiffen findet (fast) jeder, was er möchte: Sauna, Thalassobad, Fitness-Trainer, Fahrräder, Mitternachtsbüffet. Sogar Minigolf gibt es. Wer möchte, kann auf seinem komfortablen Zuhause die ganze Welt der Flüsse, Kanäle und Seen bereisen. Spitzenreiter beim deutschen Publikum sind Flüsse wie Donau und Rhein. Passau und Köln haben sich hierbei zu beliebten Ein- und Ausstiegshäfen entwickelt: dank ihrer zentralen Lage und guten Erreichbarkeit.
    Eines hat der Gast hier mit Sicherheit – und das im doppelten Wortsinn: „Entschleunigung” kombiniert mit den Freuden der Langsamkeit. Übrigens: Angst vor Seekrankheit und hohen Wellen braucht der Binnenkreuzfahrer nicht zu haben. „Land in Sicht” herrscht immer. Ein Argument für Viele, eine Flusskreuzfahrt zu unternehmen.Diese und weitere Vorteile überzeugen immer mehr Gäste: Sie sind täglich an einem anderen Ort, ständiges Ein- und Auspacken und lange Flugreisen entfallen, das kurzweilige Bord- und Ausflugsprogramm erlaubt keine Langeweile. Auch Individualisten kommen zum Zuge, indem sie die Bord- und Fahrtage ganz nach eigenem Geschmack gestalten können.
    Kreuzfahrten haftete noch vor ein paar Jahren ein „angestaubtes” Image an. Das hat sich geändert – aber nur auf hoher See, denn Flussreisen gelten (noch) nicht als „hip”. Für die Flusskreuzfahrtenanbieter ist es nicht leicht, dieses Image loszuwerden. Zielgruppe sind nach wie vor „Senioren”, und die sind hier deutlich älter als auf Hochseekreuzfahrtschiffen.
    Ein Faktor allerdings verhindert ein noch stärkeres Wachstum: extreme Niedrigwasserperioden während der gesamten Saison auf Rhein, Elbe, Oder und Donau. Auch politische Entwicklungen wie in der Ukraine, Russland und Ägypten können die Veranstalter in Schwierigkeiten bringen. Geplante Reisen mussten entweder abgesagt oder adäquate Ersatzlösungen angeboten werden. Manche Reedereien passen ihre Schiffe den langanhaltenden natürlichen Entwicklungen an: zum Beispiel durch hochmodernen Seiten- oder Heckradantrieb mit stark reduziertem Tiefgang wie auf Elbe und Loire.
    Veranstalter haben Schiffe und Programme für die unterschiedlichsten Ansprüche und in (fast) allen Preislagen im Angebot. Insgesamt wurden 2015 laut DRV (Deutscher Reise Verband) exakt 423.635 Flusskreuzfahrten verkauft. In Europa entschieden sich übrigens 1,33 Millionen Menschen für eine Flusskreuzfahrt und sicherten damit rund 13.000 Arbeitsplätze.
    Die durchschnittliche Tagesrate indes kletterte auf 143,13 Euro und lag somit 5,0 Prozent höher als im Vorjahr, auch der durchschnittliche Preis für eine Flusskreuzfahrt. Während 2014 eine Flusskreuzfahrt im Schnitt noch für 952 Euro zu haben war, wurde 2015 die 1.000-Euro Marke überschritten. Der durchschnittliche Reisepreis lag bei 1.027 Euro. Das resultiert – neben anderen Faktoren – aus einer längeren Reisedauer (rund sieben Tage). Gleichzeitig war die Saison 2014 durch Preisdumping auf dem umkämpften deutschen Markt gekennzeichnet. Zum Vorteil der Kunden.
    Die Veranstalter betonen natürlich ihre Einzigartigkeit, aber die Reviere sind (fast) immer dieselben: Allein auf Donau und Rhein verkehren jeweils über 100 Schiffe und repräsentieren damit rund drei Viertel des gesamten Angebots. Und wie sollte es anders sein: Auch die Routen sind (fast) immer gleich wie auch die Tages- und Reiseabläufe. Der zeitgemäße Ritt auf der Wellness-Welle kann daran wenig ändern.
    Weil sie sich nach den Maßen der europäischen Wasserstraßen mit ihren Schleusen und Brücken richten müssen, gleichen sich auch die Schiffe: ein großes Sonnendeck, das Service-Deck mit Restaurant, Lounge, Bar, Boutique und Empfang. Darunter ein oder zwei Flure mit den Kabinen ‒ angefangen mit den kleinen Fenstern unten bis zu den größeren oder ganz großen darüber, genannt „french balcony” oder „französischer Balkon”. Mit gewissen Variationen natürlich, auch bezogen auf Linienriss oder der Farbgebung der Schiffe.
    Bei den Komfortklassen scheiden sich die Geister. Die Fünfer-Kategorie protzt mit „Premium”, „Luxus”, „Exklusiv”, während die Dreier mit dem „günstigen Preis” um Kundschaft wirbt. Bei der Vierer-Kategorie zählen Anbieter-Renommee, Kataloggestaltung und Extra-Angebote wie Sport, Wellness, Küche und Kultur. Auch die Kundenbewertung wird dafür herangezogen. Grundlage bleibt allerdings die in Katalogen und im Internet genannte Schiffsbeschreibung.
    Alles wird letztendlich über den Preis geregelt. Internetanbieter locken sogar mit 499- bis 599-Euro-Schnäppchen, während es in den Katalogen bei 1.000 Euro pro Woche erst richtig losgeht. Nicht gerechnet die verflixten Nebenkosten wie Anreise (selten eingeschlossen), Getränke, Ausflüge und Trinkgeld. Bei besseren Kabinen und Einzelbelegung kann’s schnell doppelt so teuer werden.
    Dass die Preise je nach Anbieter, Jahreszeit, Kabinenkategorie oder Buchungslage bei ein und denselben Schiffen so unglaublich schwanken, macht die individuelle Entscheidung für das richtige Schiff schnell kompliziert. Da hilft nur die Suche im Internet – oder der Gang zum guten, alten Reisebüro. Am besten eins, das auf Schiffsreisen spezialisiert ist.Insgesamt kann man ohne weiteres von einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen.
    Informationen der Anbieter sind im Internet oft schwer zu finden, weil sich Kreuzfahrtenverkäufer wie www.reisegeier.de/kreuzfahrten oder auch www.kreuzfahrtschnaeppchen.de energisch nach vorn drängen. Aber irgendwie kommt man über den Firmennamen auch ans Ziel, beispielsweise: www.a-rosa.de, www.transocean.de, www.1avistareisen.de, www.phoenixreisen.com oder www.nicko-cruises.de.

    17314-vegane-festtagsreise-mit-der-emerald-dawn-zu-silvester

     Vegane Festtagsreise 14

    17314 EMERAL DAWN 21 große Fenster sorgen fuer eine gute Aussicht von allen Plaetzen am Liegeplatz in Antwerpen C EckardtDie EMERAL DAWN – große Fenster sorgen für eine gute Aussicht von allen Plaetzen, auch am Liegeplatz in Antwerpen.
    Alle Fotos dieser Seite: Christian Eckardt, Bremerhaven


    Christian Eckardt

    Festtags-Flusskreuzfahrten an Weihnachten und Silvester

    Mit der EMERALD DAWN auf einer veganen Silvesterkreuzfahrt

    In der Weihnachtszeit locken viele Städte entlang der schönsten europäischen Flüsse mit prachtvollen Weihnachtsmärkten und hübsch geschmückten Gassen. Flusskreuzfahrten über die Feiertage sind ideal, um abseits vom Feiertagsstress zu entspannen. Dabei kann man tagsüber die bezaubernden Weihnachtsmärkte in den kleineren Städten entlang von Rhein, Main und Donau entdecken. Abends lässt man sich dann ganz entspannt an Bord des Schiffes mit einem schönen Menü verwöhnen.
    An Bord eines Flusskreuzfahrtschiffes kann man das Weihnachtsfest in gediegener Atmosphäre genießen, die Bordrestaurants sind festlich geschmückt und die Küchencrew verwöhnt Sie mit kulinarischen Hochgenüssen. Die mehr Kalorien des Festtagsmenüs lassen sich dann bei den umfangreichen Fitness- und Sportmöglichkeiten an Bord wieder leicht abtrainieren.
    Was vor 20 Jahren noch eine Seltenheit war, ist inzwischen bei vielen Kreuzfahrtanbietern wie A-ROSA oder Phoenix Reisen ein fester Programmpunkt zum Jahresabschluss, die eine große Auswahl an Weihnachts- und Silvesterflusskreuzfahrten anbieten. Begünstigt wird dieser Umstand wohl doch noch durch den Klimawandel, denn die Zeiten, dass der Verkehr auf den Flüssen durch Eisgang eingestellt wird, zumindest im letzten Monat eines jeden Jahres, wurde in den letzten Jahren nicht mehr so häufig registriert. Eher führt Hochwasser durch zu starke Niederschläge zu einer Fahrplanänderung auf dem Fluss. Trotzdem muss man auf Flusskreuzfahrten immer wieder mit Routenänderungen rechnen, doch dazu später mehr.

    Silvestergala auf dem Flussschiff
    Auch an Silvester lassen sich die Reedereien immer wieder etwas Besonderes einfallen. Eine Silvester Gala auf dem Flusskreuzfahrtschiff und dann das Feuerwerk von Deck aus beobachten – eine stilvolle und entspannte Atmosphäre schaffen einen guten Start ins neue Jahr und bieten eine Silvesterfeier, die Sie sicherlich nicht so schnell vergessen werden. Um Mitternacht stößt man mit den anderen Passagieren mit einem Glas Sekt auf das Neue Jahr an und auch das Bordpersonal überbringt Neujahrsgrüße. Wahlweise kann man, wenn es der Fahrplan zulässt, in den angefahrenen Städten die verschiedenen öffentlichen Silvesterpartys besuchen. Egal ob nach Amsterdam, Köln oder Wien – für jeden Geschmack gibt es mittlerweile auch die richtige Silvesterkreuzfahrt.
    Ein weiterer Vorteil der Festtags- und Silvesterreisen ist die Chance, einmal mit einem exklusiven Flusskreuzfahrtschiff der vielen internationalen Reedereien zu verkehren, die in der Hauptsaison meist voll ausgebucht mit vornehmlich amerikanischen Gästen auf den Flüssen verkehren.
    So konnte Plantours Kreuzfahrten zum Jahreswechsel 2016/17 zum Beispiel den Schiffsneubau THOMAS HARDY für eine Silvesterreise chartern. Das 5-Sterne-Flussschiff verfügt über 88 nagelneue Suiten und Kabinen, einen modernen Wellnessbereich, einem weitläufigen Sonnendeck mit Whirlpool sowie einer zusätzlichen Bar mit Außenterrasse. Dabei führte die Reise zum Jahreswechsel bequem von Düsseldorf auf dem Rhein zu den schönsten Städten Belgiens und der Niederlande, wie Antwerpen, Brügge, Den Haag oder Delft. Zur festlichen Silvestergala mit Feuerwerk um Mitternacht lag die THOMAS HARDY dann im schillernden Hafen von Amsterdam

    Vegane Silvesterreise mit der EMERALD DAWN
    Auch Dirk Bocklage von Vegan Travel konnte für seine vegane Silvesterreise wieder ein ganz besonderes exklusives Flusskreuzfahrtschiff einchartern, das normalerweise für den deutschsprachigen Markt nicht zur Verfügung steht, das 5-Sterne-Schiff EMERALD DAWN von Emerald Waterways. Emerald Waterways, eine Tochtergesellschaft des australischen Anbieters Scenic Tours, wurde ursprünglich als Riva Waterways gegründet. Um Verwechslungen und Rechtsstreitigkeiten mit dem italienischen Yachtbauer Riva zu vermeiden, wechselte der Anbieter dann den Namen in Emerald Waterways.
    Die 135 Meter lange und 11,45 Meter breite EMERALD DAWN wurde im Jahr 2015 von der Werft Den Breejen in Hardinxveld-Giessendam an der Merwede mit der Baunummer 3544 abgeliefert, der über 92 Passagierkabinen auf drei Decks für maximal 182 Gäste verfügt.
    Das sehr modern eingerichtete Schiff setzt neue Maßstäbe hinsichtlich Stil und Komfort. Auffallend sind vor allem die großzügigen Platzverhältnisse auf dem Schiff. Die großen Panoramafenster und das moderne Interieur schaffen eine einzigartige und einladende Atmosphäre. Neben den Suiten mit begehbarem Balkon ist vor allem der überdachte und beheizte Pool im hinteren Teil des Schiffes eine der Hauptattraktionen der EMERALD DAWN. Dieser kann abends, durch das Hochfahren des Poolbodens, zum Sport- oder Yoga Raum oder zu einem Kino umfunktioniert werden – ein Novum auf den europäischen Wasserstraßen.
    Während der Hauptsaison kommt die EMERALD DAWN zusammen mit ihrem Schwesterschiff EMERALD SUN für amerikanische Gäste auf dem Rhein und der Donau zum Einsatz.

    Los geht’s in Amsterdam
    Startpunkt der Silvesterreise auf der EMERALD DAWN ist das vor allem für auswärtige internationale Gäste sehr gut erreichbare Amsterdam am Anleger an der Ruijterkade Oost, nur 5-Fußminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Amsterdam ist ein idealer Start- und Endpunkt und bietet genügend Möglichkeiten für ein Vor- oder Nachprogramm. Einzig für deutsche Gäste, die individuell mit dem Auto nach Amsterdam anreisen und einen günstigen und zentralen Abstellort für ihr Fahrzeug benötigen, stellt sich die Suche sehr schwierig dar. Es gibt zwar Parkhäuser in der Innenstadt, mit Tagespreisen von bis zu 70 €, die aber auch nur für 5 Tage gebucht werden können. Andere kostengünstige Dauerparkplätze sind in der Innenstadt nicht vorhanden, somit sollten Gäste schon im Vorfeld einen bewachten Platz über einen Parkplatzanbieter buchen. Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit in einen der Vororte von Amsterdam einen Park & Ride Parkplatz aufzusuchen, und dann mit der Straßen- oder S-Bahn in die Innenstadt zu reisen.
    Nach einer nächtlichen Grachtenfahrt bei eisig kalten Temperaturen startete die Kreuzfahrt mit der EMERALD DAWN in der Nacht über das Ijsselmeer nach Lelystad.

    Nichts zu sehen von Lelystad
    Gespenstische Stimmung herrschte hier am frühen Morgen, als das Schiff bei gefrierendem Nebel in der kleinen Hafenstadt Lelystad festmachte. Denn viel zu sehen war von der noch recht jungen Stadt durch den dichten Nebel nicht.
    Der Bau der fast 50 Jahre jungen Stadt Lelystad begann bereits, bevor der östliche Teil Flevolands trocken gelegt wurde. Das älteste Stück dieser Stadt, Lelystad Haven, wurde 1950 gebaut. Erst fünfzehn Jahre später wurden die Fundamente für den Rest der Stadt gelegt. Und dort fanden 1967 dessen erste Bewohner ihr Zuhause. Die Entwerfer Lelystads hatten im Sinn, einen attraktiven Wohnort zu schaffen für Menschen, die genug hatten von der Hektik der Randstadt. Lelystad sollte eine grüne Stadt werden, die es sicherlich auch ist, nur war an diesem Tage davon nicht viel zu sehen. So nutzten die meisten Passagiere die Zeit zum Einkaufen in dem Batavia Stad Fashion Outlet, das jährlich mehr als zwei Millionen Besucher/-innen anzieht. Hier konnten dann für die für den nächsten Tag anstehende Silvestergala noch die letzten Kleidungsstücke erworben werden. Ob es in einem der größten Fashion Outlet günstiger ist als in den regulären Geschäften, sei dahingestellt.
    Im Sommer bietet die Stadt direkt am Wasser

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  • 17315-sans-souci-die-sorglose-flussreise

    SANS SOUCI 15

    17315 PSW 95 MS SANS SOUCI vor Altefaehr auf RuegenMS SANS SOUCI vor der Gemeinde Altefähr auf der Insel Rügen.
    Alle Fotos dieser Seite: Dr. Peer Schmidt-Walther, Stralsund


    Dr. Peer Schmidt-Walther

    SANS SOUCI – die sorglose Flussreise
    Lob der Langsamkeit zwischen Saale, Havelland und Ostseestrand

    1200 PS im „Keller” quirlen grauen Schlamm vom Havelgrund auf. Mit dem nur fingerdicken Steuerhebel dirigiert Kapitän Peter Grunewald seine 82 Meter lange und 9,50 Meter breite SANS SOUCI wie spielerisch von der Spandauer Pier in die Fluss-Fahrrinne. Doch hinter dem freundlichen Hünen stecken rund 35 Jahre Binnenschiffer-Erfahrung auf europäischen Flüssen und Kanälen. Das Steuerhausist bereits in seiner Versenkung verschwunden. Voraus wölbt sich die Charlottenbrücke. „Der Einzige, der noch übersteht, bin ich”, grinst der Mann am Außenfahrstand, geht aber gleich darauf mit eingezogenem Kopf in die Hocke. „Hier haben wir ja noch 80 Zentimeter Luft”, gibt sich Grunewald gelassen, „da kommen noch ganz andere Dinger.”

    Lob der entschleunigenden Langsamkeit
    Die 80 Passagiere erleben das knappe Manöver-Schauspiel beim Frühstück im Restaurant. Für sie ist jetzt das Sonnendeck tabu, bis der Brückenschatten über den Binnenkreuzer hinweg gestrichen ist. Jogger stoppen ihren Lauf und wundern sich, wie’s scheint, über den Heimathafen Peissen am Heck. „Kommt ihr aus Sachsen”, hört man einen rufen, der wohl „Meissen” meint. „Nee, aus Berlin!”, erwidert jemand schlagfertig. Die deutsche Flagge am Heck knattert dazu fröhlich im Morgenwind. Grunewald trägt zwar den Namen des größten Berliner Waldgebietes, ist aber waschechter Sachsen-Anhaltiner aus dem Saale-Städtchen Mukrena, „nicht zu verwechseln”, schiebt er nach, „mit Mukran auf Rügen”.
    Eingerahmt von Instrumenten, Monitoren und Radargerät hockt Grunewald in seinem Fahrstand. Schiffsverkehr und Einfahrt in die Spandauer Schleuse hinter der Spree-Mündung verlangen volle Konzentration.
    Nach der Schleusenpassage noch etwas Großstadtkulisse zwischen der historischen Festung und den Brücken. Bald duckt sich der Speckgürtel Berlins hinter der hohen Kiefernkulisse, worin sich an Steuerbord am Tegeler See das Schloss der Familie von Humboldt versteckt. In einem Punkt jedoch gleicht die vor uns liegende Strecke den Abenteuerreisen Alexander von Humboldts vor 200 Jahren: der Geschwindigkeit. Erlaubt sind zwischen neun und zwölf Kilometer im Radfahrertempo. Am Ufer lauern manchmal auch „Wegelagerer”: Wasserschutzpolizisten mit Blitzgerät auf der Jagd nach Temposündern. Da braucht’s denn schon fünf Tagesreisen bis zur rund 300 Kilometer entfernten Ostsee. Entschleunigung pur oder Lob der Langsamkeit.

    Zweitwichtigster natürlicher Wasserlauf
    Als der aus DDR-Zeiten übrig gebliebene Wachtturm bei Niederneuendorf an der Oberhavel in Sicht kommt, werden bei einem Passagier Erinnerungen wach: „Da musste ich als junger Bengel dienen. Zur Marine ließ man mich nicht”. Er meint seine damalige Einheit, die mit ihren schnellen Booten die „Staatsgrenze West” auf dem Wasser „schützte”. Zum Trost für ihn: in Marine-Uniform. Neben der Einfahrt in den Oder-Havel-Kanal bei Hennigsdorf deuten noch versenkte Schleppkähne darauf hin, dass das Ufer des Sees, der an den Berliner Stadtteil Heiligensee grenzt, bis zur Wende blockiert war.
    Zwischen Brötchen und einem Schluck Kaffee informiert der Kapitän seine Gäste: „Wie Sie sicher schon bemerkt haben, meine Damen und Herren: Nur wenige Weltstädte haben ein so ausgedehntes wasserreiches Netz von Seen, Flüssen und Kanälen wie Berlin. Die Havel ist nach der Spree der zweitwichtigste natürliche Wasserlauf der Stadt. Wegen ihrer zahlreichen seenartigen Erweiterungen nannte man den Fluss altnorddeutsch ‚Haf’, was so viel wie ‚See’ bedeutet.” Wir hören weiter, dass der von 1909 bis 1914 gebaute 56 Kilometer lange Oder-Havel-Kanal, in den wir einlaufen, früher die wichtigste Großschifffahrts-Verbindung zwischen Berlin und Stettin war. Der Mann am Ruder kennt das Revier wie seine Westentasche und so manche Anekdote aus seiner Zeit als Tanker-Kapitän. Der letzte, benannt nach seiner Tochter ULRIKE, gehörte ihm. Bis ihn die Flusskreuzfahrt lockte.

    Traumtag und Traumstrände
    Hennigsdorf glänzt mit Geschwindigkeit: nagelneue ICE-Züge aus der traditionsreichen Lokomotivschmiede warten neben dem Kanal auf ihren schnellen Einsatz. Und über die Brücken des Autobahnrings brettern Blechkolonnen. „Rein jar nischt kriegen se mit!” meint eine Berlinerin kopfschüttelnd und lobt die beschauliche Langsamkeit „ihres Dampfers”. Die „Herren der Schöpfung” delektieren sich derweil an sparsam bekleideten „Gänseblümchen”. Die „sprießen” an diesem Traumtag bikiniknapp auf gelb leuchtenden Traumstränden ‒ dort, wo märkischer Sand von seinen Kiefern entblößt worden ist. Ein beleibter Petri-Jünger wärmt seine Rundungen genüsslich in der Sonne. „Dir hat der Arzt wohl Sport verordnet”, ruft jemand hinüber und alle lachen. Dicht an dicht aufgereihte Laubenpieper-Hütten gewähren intime Einblicke in sonntägliche Frühstücks-Idyllen. Die Gartenbewegung hatte hier in den zwanziger Jahren ihren Ursprung und nennt sich heute wie damals „Eden”.
    Bei der Einfahrt in die Schleuse Oranienburg-Lehnitz tropft es vom hochgezogenen Tor: eine unplanmäßige Taufe mit Havel-Wasser. Vor den Brückenpassagen haben die Matrosen die Reling umgelegt. Kapitän Grunewald versenkt sich immer wieder mitsamt seinem Ruderhaus. Angestrengt peilt er nach vorn. „Gleich wird’s gaaanz knapp”, weiß er und warnt noch einmal seine Passagiere davor, auf das gesperrte Oberdeck zu kommen: „Das Beschädigen der Brücke ist bei Strafe verboten”, scherzt er. Bei einer etwas höheren Konstruktion freut sich eine Frau über ihren geduckten Mann: „Endlich bist du mal ganz klein!” Der umfangreiche Herr neben ihnen verzieht sich vorsichtshalber gleich nach unten: „Bei meinem Bauch kann ich mich nicht bücken.” Tiefe Kratzspuren am Brückenbeton zeugen von unsanfteren Annäherungen weniger glückhafter Schiffe.

    Im Urstromtal Klein Holland
    Den schiffsschmalen Kanal säumt jetzt nur noch eine Wand aus schier undurchdringlichem Wald. „So stell’ ich mir eine Amazonasfahrt vor”, träumt eine Frau. Die Reise ist für sie und ihre Schwester ein echter Hauptgewinn. Sie gewann den ersten Preis eines Fernsehzeitschrift-Rätsels. Aus dem „brasilianischen Dschungel” gleiten wir übergangslos durch „Klein-Holland”: hinter dem Werbellin-Kanal säumen hohe Deiche das tief liegende, sumpfige Wiesenland am Rande des uckermärkischen Biosphärenreservats Schorfheide. Wildschweine wühlen hingebungsvoll in der Kanalböschung. „Das hab’ ich auch noch nicht gesehen”, meint ein Hamburger von diesem Anblick beeindruckt. „Und erst die fischenden Reiher aus der Vogelperspektive”, schwärmt seine Frau. Dazu zählt auch der Zug auf der Strecke Stralsund-Berlin, der plötzlich zehn Meter unterm Kiel durch den Tunnel donnert. Wir queren das Berlin-Eberswalder Urstromtal.
    Kurzer Stopp in Eberswalde, denn die Busrundfahrer zieht es zur Zisterzienser-Klosterruine Chorin von 1334, gilt sie doch als eines der ältesten teilweise erhaltenen Bauwerke der Backsteingotik.
    Großes Spektakel voraus. Schemenhaft zeichnet sich dahinter ein hohes Turmfiligran gegen den Abendhimmel ab: das Highlight des Tages Niederfinow. Kreuzfahrtdirektorin Cathrin Fuhrmann schöpft aus ihrem historischen Fundus: „Der Gedanke, Havel und Oder über das Urstromtal zu verbinden, entstand bereits um 1540. Am 21. Oktober 1603 begann man mit dem Bau eines Kanals samt elf Schleusen, in den das damals wirtschaftlich wichtige Flüsschen Finow einbezogen wurde. Während des Dreißigjährigen Krieges fiel er der Zerstörung anheim und versandete.”
    Friedrich der Große ließ auf Bitten der Eberswalder durch seine Soldaten einen zweiten Kanal bauen, der 1746 in Betrieb genommen wurde. Mit Hilfe von 20 Schleusen, zwölf sind heute immer noch intakt, wurde die Talwasserscheide überwunden. Dank der Eröffnung des modernen Oder-Havel-Kanals verlor der Finow-Kanal an Bedeutung.

    Fahrstuhlfahrt in die Tiefe
    MS SANS SOUCI tastet sich in das dunkle Gerüst hinein. Früher übernahmen

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  • 17316-flussreisenmagazin

    FLUSSREISENMAGAZIN 16

    Eckardt Christian Portrait 05 2017

    Christian Eckardt · RessortleiterTopNews · KreuzfahrtMagazin und FlussreisenMagazin
    Foto: Christian Eckardt, Bremerhaven

    17316 Bremerhaven Hafenwelten 2 06122016 C Eckardt

    Das ist meine Hafenstadt, das neue Bremerhaven mit den Havenwelten.
    Foto: Christian Eckardt, Bremerhaven

    hr

     Erstmals Jugendreisen mit 1AVista auf dem Fluss
    1AVista Reisen startet gemeinsam mit dem Jugendreiseveranstalter „ruf” Jugendreisen ein innovatives Projekt und bringt junge Menschen auf den Fluss, die erste Reise startet im August 2018 auf der Donau und stellt damit eine Neuheit im Kreuzfahrtangebot dar.
    „Der Kreuzfahrtboom trifft den Jugendtourismus. Cruises stehen bei Jugendlichen hoch im Kurs”, sind sich 1AVista Geschäftsführer Hagen Mesters und ruf Jugendreisen Chef Burkhard Schmidt-Schönefeldt einig. Diese Einschätzung ergänzt auch der internationale Kreuzfahrtverband Cruise Lines International Association (CLIA). In seinem Jahresbericht 2017 stellt er fest, dass eine neue Generation den Anker lichtet. Die jüngere Generation, inklusive der Millennials und der Generation X, finde so häufig Gefallen an Kreuzfahrten wie nie zuvor. Diese Reiseform schneide bei ihnen besser ab als Urlaube an Land.
    Die erste gemeinsame Kreuzfahrt enthält neben der bekannten 1AVista All Inclusive-Verpflegung diverse zielgruppenorientierte Angebote in Wien, Budapest und Bratislava. So stehen zum Beispiel der Besuch eines Streetfoodmarkts und tägliche Partys an Land oder an Bord (z.B. Poolparty) auf dem Programm, welche bereits im Reisepreis enthalten sind.
    Jugendliche ab 16 Jahren können mit 1AVista und ruf Reisen auf Kreuzfahrt gehen und werden durch die Schiffscrew, den ruf Jugendreisen Rund-um-Sorglos-Service und die ausgebildeten ruf Reiseleiter umsorgt.
    Die Kreuzfahrt ist ab sofort online oder im Reisebüro buchbar und ist Teil der weltweit ersten Kreuzfahrtsparte nur für Jugendliche von ruf Jugendreisen.
    Kreuzfahrt mit der VISTA FIDELIO, exklusiv für ruf Gäste. 8-tägig von Passau über Wien und Bratislava nach Budapest und zurück. All Inclusive-Verpflegung, Stadtbesichtigungen, Abendprogramm in Budapest und Wien, z.B. mit Besuch eines Streetfoodmarktes, jeden Abend Partyprogramm in einer anderen Stadt oder an Bord. www.1avista.de  

    17316 A Rosa Viva Koeln 06042016 C EckardtDie A-ROSA VIVA hat den Rhein verlassen und die Seine als neues Reiserevier gewählt.Foto: Christian Eckardt, Bremerhaven

    Erfolgreicher Premieren-Auftakt bei A-ROSA auf der Seine –Erste Reisen der A-ROSA VIVA durch die Normandie
    Mit der A-ROSA VIVA startete am 26. März 2017 erstmals ein Schiff der Rostocker Reederei seine Reisen auf der Seine durch die Normandie. Für Hotelmanagerin Cornelia Rusch war die erste 5-Nächte-Reise ein gelungener Premieren-Auftakt: „Es war ein sonniger Sonntag, als wir das erste Mal unseren Liegeplatz in Paris verließen und uns auf den Weg nach Rouen machten. Eine wunderbare Reise durch eine beeindruckende Landschaft. Das Wetter war sonnig und wir hatten tolle Gäste an Bord. Dazu noch das französische Savoir-vivre, was will man mehr?“
    Auf der ersten 5-Nächte-Reise wurden rund 450 Flusskilometer zurückgelegt und das mittelalterliche Rouen sowie Les Andelys besucht. Auch das Bordleben stand ganz im Zeichen Frankreichs. So gab es beispielsweise kulinarisch französische Themenabende sowie Menüs im Restaurant. Immer wieder fanden kleine Aktionen auf dem Sonnendeck statt, entweder mit Calvados und Cidre oder mit Quiche und Baguette. Zum Ende der Reise standen den Gästen noch einmal ein ganzer Tag und eine ganze Nacht in Paris zur Verfügung.

    Mit A-ROSA die Normandie erleben
    In der Premierensaison auf der Seine erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Programm. 47 Mal wird die A-ROSA VIVA auf sechs unterschiedlichen Routen die Seine bereisen und dabei kleine Orte wie Les Andelys und Vernon sowie interessante Städte wie Rouen und Caudebec-en-Caux anlaufen. Zahlreiche Ausflüge stehen den Gästen zur Auswahl. So geht es beispielsweise zu einer Calvados Brennerei oder zur Alabasterküste, auf einen Besuch in Monets Garten sowie zum Schloss Versailles. Und zum Ende der Reise wartet nochmals Paris, mit vielen bekannten Bauwerken, wie dem Eifelturm oder dem l’Arc de Triomphe.
    Auch für die kleinen Gäste hält die Normandie einiges bereit. In Caudebec-en-Caux eröffnete 2016 das alte Schifffahrtsmuseum neu. Rouen und Les Andelys haben jeweils einen sehenswerten Freizeitpark ganz in der Nähe der Stadt, in denen Familien den ganzen Tag verbringen können. Für alle diejenigen, die ihre sensorischen Fähigkeiten testen und unter Beweis stellen möchten, ist der eigens angelegte Pfad im Wald von Bizy in Vernon genau richtig. In Paris wird es dann noch einmal bunt. Im „Parc Asterix” wartet ein Nachbau des gallischen Dorfs auf einen Besuch. Ebenso lädt das Wirtschaftsmuseum mit Flugsimulator, U-Boot, Planetarium und vielem mehr zum Verweilen ein.

    Weitere Highlights entlang der Seine
    Im Verlauf des Jahres werden die Seine und die Normandie immer wieder Schauplatz interessanter Veranstaltungen sein. Am 20. Mai wird im ganzen Land die Nacht der Museen zelebriert. Viele Einrichtungen locken dann mit freiem Eintritt und verlängerten Öffnungszeiten. Ein wichtiges Datum in Frankreich ist der 14. Juli, der Nationalfeiertag. Dieser wird traditionell mit großen Feuerwerken in vielen französischen Städten gefeiert. Genau an diesem Tag liegt die A-ROSA VIVA in der französischen Hauptstadt Paris. Ende Oktober bis Anfang November findet in der Metropole außerdem das Schokoladenfestival statt, über 700 Aussteller zeigen dann ihre Künste und präsentieren neuartige Kreationen im Bereich der Schokoladenkunst.
    Aktuell feiert die Rostocker Reederei ihren 15. Geburtstag. Passend dazu wurde der Jubiläums-Vorteil für viele Reisen aufgelegt. Damit lassen sich auf der Seine bis zu 70 Euro pro Person sparen.

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  • 17317-living-livorno-mit-der-ikarus-palace-von-livorno-nach-barcelona

    FAEHRREISE 17

    17317 01 Ikarus Palace Livorno01 2016 Kai OrtelDie IKARUS PALACE an ihrem Anleger im Ölhafen von Livorno. 2016 trägt das Schiff noch den Anstrich von Minoan Lines, für die es 1997 in Dienst gestellt worden ist.Fotos: Kai Ortel, Berlin (16) · Grimaldi Lines, Palermo (1)


    Kai Ortel

    Leaving Livorno – Mit der IKARUS PALACE von Livorno nach Barcelona

    Eine knapp 20 Jahre alte Autofähre, eine renommierte Reederei, und eine Fährlinie, die einen EU-Hafen mit einem anderen verbindet – kaum etwas Besonderes, sollte man meinen, zumal in der Nebensaison. Doch die Fahrt mit der IKARUS PALACE von Livorno nach Barcelona im April 2016 ist, nun ja, speziell. Oder vielmehr die Umstände, ehe es endlich tatsächlich zu der Schiffsreise kommt.
    „Partenza – Livorno” – Abfahrt – Livorno. Mehr sagt mein Ticket nicht aus über den Beginn der bevorstehenden Fährreise nach Spanien, und auch eine anderweitige Information bezüglich der Einschiffung hat es seitens Grimaldi Lines nicht gegeben im Vorfeld der Reise. Grimaldi Lines ist übrigens die größte Fährreederei im Mittelmeer mit nicht weniger als 29 Auto- und Frachtfähren, die auf mehreren Dutzend Verbindungen zwischen der Ägäis, der Adria und dem Tyrrhenischen Meer bis hin zur Straße von Gibraltar verkehren, die Schiffe der Tochtergesellschaften Minoan Lines und Malta Motorway of the Seas nicht mitgerechnet. Die Reederei sollte also wissen, worauf es ankommt in Sachen Information ihrer Passagiere. Livorno ist aber eigentlich kein Problem, schließlich wird der Hafen schon seit Jahrzehnten auch von den Korsika- und Sardinien-Fähren der Reedereien Moby Lines und Corsica-Sardinia Ferries angelaufen. Demzufolge führt mich mein Fußweg in der toskanischen Hafenstadt vom Bahnhof automatisch zur altbekannten Stazione Marittima, die ich um 15:00 Uhr erreiche. Zeit bis zur Abfahrt der IKARUS PALACE: noch fünf Stunden, also reichlich.

    Darsena Toscana Est
    Doch an der Stazione Marittima beginnen die Probleme. Denn die Grimaldi Lines-Fähre nach Barcelona legt mitnichten von diesem Teil des Hafens ab. „You must go to Darsena Toscana Est”, erklärt mir die Dame am PKW-Check-in, denn eine andere Vertrauensperson ist an diesem Samstagnachmittag so schnell nicht greifbar. „But it’s far. Very far.” Na wunderbar. Immerhin bestellt sie mir nicht nur ein Taxi für die Fahrt dorthin, sondern drückt mir für alle Fälle auch noch einen handgeschriebenen Zettel mit dem Ziel der Fahrt in die Hand: „Darsena Toscana Est” steht darauf. Drei Minuten später kommt das Taxi auch schon, mein Fahrer blickt auf den Zettel, nickt wissend, und schon geht es los. Über Autobahnen und Brücken, durch Kurven und Kreisverkehre, bis einem fast schwindlig ist. Acht Kilometer ist „Darsena Toscana Est” vom eigentlichen Fährterminal Livornos entfernt, doch am Ende setzt mich mein Fahrer nach einer 15-minütigen Fahrt tatsächlich vor einem zweistöckigen Gebäude ab, auf dem nicht nur „Grimaldi Lines”, sondern auch „Barcelona” steht. 20 €, die nicht eingeplant, aber scheinbar gut investiert waren. Die IKARUS PALACE liegt übrigens genau gegenüber. Dass das Schiff für Grimaldi Lines fährt, erkennen jedoch nur Eingeweihte, denn auch sechs Jahre nach dem Transfer der Fähre von der griechischen Grimaldi-Tochter Minoan Lines an die italienische Muttergesellschaft führt das Schiff noch immer den Anstrich des griechischen Auftraggebers von vor 20 Jahren. Nun ja.
    Viel los ist in Darsena Toscana Est ansonsten nicht. Nicht nur dieser Bereich des Hafens ist bis auf die Grimaldi/Minoan-Fähre verwaist, sondern leider auch die „Biglietteria”, jenes Häuschen, in dem ich eigentlich mein Ticket gegen eine Bordkarte eintauschen will. Ein Blick auf den angepinnten Zettel mit den Öffnungszeiten macht auch nicht gerade Mut: Mo/Mi/Fr ab 16:30 Uhr öffnet es seine Türen, von Samstag ist dagegen nicht die Rede. Auch beziehen sich diese Zeiten offenbar nur auf die Abfahrten der Reederei nach Palermo. Erste Zweifel kommen auf. Autos fahren vor und wieder weg, auch die Guardia di Finanza lässt sich kurz blicken, verschwindet aber ebenso schnell und wortlos wieder. Schnell bin ich an diesem am weitesten abgelegenen Fähranleger Livornos, der sich noch hinter dem Ölhafen befindet, wieder allein. Und am bzw. im Gebäude tut sich noch immer nichts. 16:00 Uhr, noch vier Stunden bis zur Abfahrt des Schiffes.
    Irgendwann treffe ich endlich auf einen Italiener, der Englisch spricht. Nein, hier sei ich falsch, erklärt er mir. Das Check-In für die IKARUS PALACE finde auf der anderen Seite des Hafenbeckens statt, direkt am Schiff. Macht ja auch mehr Sinn. Nett, wie er ist, fährt er mich mit seinem Auto über die große Hafenbrücke und setzt mich an einem kleinen Container-Häuschen in der Viale Mogadiscio ab. Hier soll ich mich ins Wartehaus gleich um die Ecke setzen. Ich tue es wie befohlen. Das Schiff ist keine 200 Meter mehr entfernt, hinter mir brechen sich die Wellen an einem verlassenen toskanischen Strand. Von Check-In ist zwar plötzlich nicht mehr die Rede, und andere Fußpassagiere warten hier auch nicht, aber das hat ja in einem Mittelmeer-Fährhafen in der Nebensaison nichts zu bedeuten. Zwei Polizisten patrouillieren gelangweilt auf und ab, zeigen mir den Weg zur Toilette, alles nett und verbindlich. Nur weiter passiert leider nichts.

    Via Leonardo da Vinci
    15 Minuten später heißt es plötzlich: Kommando zurück. Denn das Check-In findet doch ganz woanders statt, in der Via Leonardo da Vinci nämlich. Sagt jedenfalls genau jener von Gott gesandte Italiener, der mich vor einer Viertelstunde erst hier abgesetzt hatte, der in der Zwischenzeit aber glücklicherweise nebenan noch auf einen Freund gewartet hat. Diesen fährt er nun zusammen mit mir in besagte Via Leonardo da Vinci, eine weitere weit entfernte Hafenstraße, in der man so etwas wie eine Passagierabfertigung nicht mal vermuten würde. Dreieinhalb Kilometer Fahrt sind es wieder, die quer durch das riesige Hafengelände führen. Zu Fuß praktisch unerreichbar, und Taxis gibt es hier natürlich auch keine. Wie machen das nur die anderen Passagiere? Gibt es überhaupt welche? Nur der Schornstein der EUROCARGO PALERMO guckt zwischen zwei Lagerhallen hervor, das ist dann aber auch schon wieder alles, was auf eine Präsenz der Reederei Grimaldi Lines in diesem abweisenden Teil des Hafens von Livorno hindeutet. Stattdessen finde ich mich zwischen einem riesigen Parkplatz für Neuwagen, vor sich hin rottenden Bahngleisen und Aufstellspuren für eine Fähre wieder, ohne dass aber weit und breit ein Anleger zu sehen wäre. Auch die IKARUS PALACE nicht mehr, dabei bin ich meinem Ziel doch schon so nahe gewesen.
    Eines gibt es hier allerdings: Menschen. Viele Menschen. 150, vielleicht 200, die in einem Pulk vor einem kleinen, ziemlich verfallenen Häuschen stehen. Laute Menschen, die meisten von ihnen sprechen Arabisch, einige wenige Italienisch. Bei manchen ist es auch eher ein Schreien als ein Sprechen, und es wird viel und wild gestikuliert dabei. Eines der Fenster in dem Gebäude scheint eine Art Schalter zu sein, vielleicht tatsächlich der Check-In-Schalter für meine IKARUS PALACE? Schilder, die darauf hindeuten, gibt es allerdings nicht, auch keine Reihen oder Schlangen, wo man sich anstellen könnte. Eine Ordnung lässt sich also nicht erkennen, hier herrschen eher afrikanische als europäische Verhältnisse. Doch wie sich herausstellt, stimmt meine Vermutung: Die Araber (plus ein paar Italiener), die diesen Pulk bilden, wollen tatsächlich auf die IKARUS PALACE und tauschen bei der Dame hinter dem kleinen Fenster mit dem Loch darin ihre Tickets gegen die Bordkarte ein.
    Der Grund für die starke marokkanische Präsenz ist einfach: Die IKARUS PALACE fährt nicht nur einfach zwischen Livorno und Barcelona hin und her, sondern setzt ihre Fahrt nach dem Stopp in Barcelona nach Tanger fort, ehe sie von dort nach Spanien und Italien zurückfährt. Einen Großteil der Passagiere des Schiffes bilden also mitnichten Spanien-Touristen, die mit Auto und Wohnwagen den Landweg quer durch Italien und Frankreich

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  • 17318-ms-norholm-der-gips-express

    Frachtschiffreise 18

    17318 PSW MS NORHOLM 37 Wohnen am Wasser ist in Norwegen sehr beliebtDas kleine südnorwegische Svelvik. Wohnen am Wasser ist auch in Norwegen sehr beliebt.
    Alle Fotos dieser Seite: Dr. Peer Schmidt-Walther, Stralsund


    Dr. Peer Schmidt-Walther

    MS NORHOLM – der Gips-Express
    Mit dem gelben Gold vom Sund nach Norwegen

    Hochaufragend passiert der norwegische 4.700-Tonnen-Frachter NORHOLM die Nordmole, die von Heringsanglern belagert ist. Ruckzuck reißen sie ihre Schnüre mit zappelnder Beute aus dem Wasser und lassen mit nach oben gereckten Köpfen die rot-blaue Stahlwand respektvoll passieren. Im Zeitlupentempo stemmt die Ziegelgrabenbrücke ihre Arme in den niesligen April-Himmel. Die Ampel springt auf Grün, und der 94 Meter lange Mini-Bulker fädelt sich in Schleichfahrt durch das Nadelöhr in den Südhafen. Noch eine ruhige Drehung, dann sind die Leinen fest. Auf der Pier dröhnen schon ungeduldig die Bagger und schlagen ihre Schaufeln in den gewaltigen Gipsberg, der mit Güterzügen vom Spreewald-Kraftwerk Jänschwalde bei Cottbus herangekarrt worden ist. Der gelbe Stoff ist seit Jahren ein begehrtes Abfall-Produkt der Rauchgaswäsche für die Herstellung von Platten für den Trockenbau.
    „Schöne Grüße an die Fische”, hat ein Stralsund-Fan die sehnsuchtsvollen Worte mit Kreide an den Waggon-Stahl gemalt. Eine Liebeserklärung an die Ostsee-Küste? Der 55-Tonner bleibt cool.
    „Bis 21 Uhr wollen wir fertig sein”, informiert Schiffsmakler Thorsten Müller von TM-Shipping und federt mit einem Stapel Papiere über die gerade ausgebrachte Gangway an Bord. Die Frachter NORVIND, NORSUND, NORHOLM und NORNE der norwegischen Arriva-Reederei in Haugesund sind, wie man von dem Stralsunder erfährt, treue Kunden: „Der Seehafen setzt jetzt alle Verladetechnik ein, um das Schiff möglichst schnell abzufertigen”.

    Mehr geht nicht
    Kurz vor 21 Uhr: Seelotse Jens Schwarze betritt im grellen Scheinwerferlicht die maritime Bühne. „Dann werd’ ich mich mal beim Kapitän melden”, meint er kurz und ergänzt: „Wir sehen uns.” Bald darauf springt bullernd die Maschine an und lässt den Frachter erzittern. Die Ladeluken werden hydraulisch geschlossen, die Bagger schweigen. Der Erste Offizier checkt mit geübtem Blick die Lademarken: „Completed”, murmelt der Litauer, „Tiefgang: 6,30 Meter. 4.600 Tonnen, mehr geht nicht”. Thorsten Müller ergänzt, dass man bei Nachtfahrt ab 6,10 Meter eine schifffahrtspolizeiliche Sondergenehmigung benötige.
    Er und die beiden Bundespolizisten haben inzwischen ihren Papierjob erledigt. Auf Vor- und Achterschiff erwarten die Matrosen das „Kommando „Leinen los!” Müller löst die schweren Festmacherleinen von den Pollern. „Gute Reise!” ruft er herüber und verschwindet mit seinem Wagen in den wohlverdienten Feierabend. Daran können Kapitän und Lotse noch lange nicht denken.

    Kopfsteinpflaster und Einbahnverkehr
    21.30 Uhr: Zentimeter um Zentimeter löst sich der Frachter von der Pier – nicht ohne noch einen warnenden Ton an die hinter dem Heck auf die Brückenöffnung hin und her wieselnden Seglern geschickt zu haben. MS NORHOLM, mit der Ladung von drei Güterzügen im Bauch, dreht träge rückwärts um die Ecke, bis der Steven in den Ziegelgraben zeigt und das Schiff gaaanz langsam Vorausfahrt aufnehmen kann. „Um Sandrutschungen vom Fahrwasserrand zu vermeiden”, erklärt Lotse Jens Schwarze, „sind hier und in ähnlichen Streckenabschnitten des Reviers nur viereinhalb Knoten und Einbahnverkehr erlaubt”.
    An einigen Stellen scheint die NORHOLM über Kopfsteinpflaster zu rumpeln. „Das passiert immer dann”, so Jens Schwarze, „wenn wir zu wenig Wasser unterm Kiel haben, dann saugt sich das Schiff fest”. Wir kommen auf die sieben 22.000-Tonnen-Kreuzfahrtschiffe zu sprechen, die auf der M-V-Werft gebaut werden sollen. Bis dahin müsse aber noch kräftig gebaggert werden, um diese Riesen sicher auf die Probefahrt und zurück zur Werft zu bringen, meint der Lotse. Wie es denn in Zukunft mit den Gipstransporten sei, möchte hingegen Kapitän Deniss Sokolow (35), Este mit Wohnsitz in Finnland, wissen. „Wenn in fünf Jahren”, gibt Lotse zu bedenken, „die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, dann ist’s auch mit den Gips-Transporten vorbei. Bis dahin muss man neue Möglichkeiten gefunden haben”.

    Elvira hat alles im Griff
    Die Landtiefrinne liegt mit ihren rot und grün blinkenden Fahrwassertonnen wie eine Landebahn vor dem Schiff. Mitternacht ist vorbei. Hinter dem Heck des Frachters schleicht sich das Freester Lotsenboot SCHNATERMANN an. Klar zur Übernahme von Jens Schwarze. Um 1 Uhr, nach dreieinhalb Stunden Revierfahrt, ist es soweit.

    Zylmann Welcome Aboard 470Kapitän Deniss bedankt sich beim Lotsen, der wiederum gute Reise wünscht und durch das Deckshaus nach unten verschwindet. Ein letztes Winken hinauf und herunter. Das achteraus hin und her torkelnde Licht des kleinen Bootes wird bald von der Dunkelheit geschluckt. Die norwegische Zweite Offizierin Elvira Svendsen (23) übernimmt jetzt die Nachtwache bis vier Uhr früh. Kapitän Sokolov gibt ihr noch letzte Kursanweisungen und Hinweise, bevor er sich mit „Gute Wache!” in die Koje verabschiedet. Elvira echot mit „Gute Ruhe!” Die junge Frau, sie hat den Seemannsberuf von der Pike auf gelernt, wie sie stolz betont, stammt von einer kleinen Insel vor Haugesund: „Da ist es absolut ruhig und die Luft sauber”. In einer Stadt leben? Niemals!
    An Rügen und Mön vorbei führt die nächtliche Route im 9,1-Knoten-„Tempo” vorbei nach Norden. Der Wetterbericht verspricht eine ruhige Reise. In der einfachen, aber gemütlichen Kabine wird man schnell vom wummernden Diesel in den Tiefschlaf befördert, während Elvira auf der Brücke hellwach ist, die Geräte und das rege Verkehrsgeschehen stets im Blick.

    Mucki-Bude gegen Spezialitäten
    Zum üppigen Frühstück mit Selbstbedienung schält sich an Steuerbord das Filigran der kilometerlangen Öresundbrücke zwischen Malmö und Kopenhagen aus dem Frühdunst. An Backbord zeichnen sich die Kirchtürme und Hochhäuser der dänischen Hauptstadt ab. Im Tiefflug düsen Maschinen gefährlich tief über die NORHOLM hinweg und steuern den nahe gelegenen Flughafen Kastrup an. Voraus pendeln Fähren zwischen Helsingborg und Helsingör. In der Kombüse kann man Smutje Krzysztof Wieckkowsi, seit 32 Jahren am Herd, über die Schulter sehen. Polnische Gerichte sind seine Spezialität. Ihr Duft zieht am Vormittag durchs Schiff und macht Appetit. Sonderwünsche wie zum Beispiel Bigos, Zurek oder Barszcz erfüllt er mit sichtlichem Vergnügen.
    Man muss aufpassen, bei dieser üppigen Kost nicht aus den Fugen zu geraten. Aber Matrose Krzysztof Sedor weiß ein „sicheres” Rezept dagegen: die bordeigene „Mucki-Bude” mit Fahrrad. Er und seine Kollegen haben gut reden bei ihrer körperlich schweren Arbeit. Die Sonne versinkt blutrot unter den westlichen Horizont, während NORHOLM ihre Nase ins Skagerrak steckt. Der Westwind wirft Wellen gegen die Backbord-Flanke und lässt den Frachter schlaffördernd rollen. Einen „Schlummertrunk” kann man vergessen, denn das Schiff ist alkoholfrei. Was auf jeden Fall nicht schaden kann.

    Weiße Wolke voraus
    Fernab an Steuerbord zeichnet sich am nächsten Morgen als grauer Strich die norwegische Küste ab. Wie Walrücken tauchen die ersten sonnenbestrahlten Inselchen auf. Voraus die Einfahrt in den Oslofjord, gesäumt von Bergen, Wäldern und Schären. Schmucke Häuser mit stolzen Norwegen-Flaggen davor zeugen vom Reichtum und Selbstbewusstsein des skandinavischen Muster-Landes.
    Elvira Svendsen meistert den schiffsschmalen Schlauch von Svelvik mit zarter Hand am Ruder bravourös. „Das macht richtig Spaß”, strahlt die rothaarige Wikingerin. Um die Ecke eine Dampfwolke: unser Ziel, die NORGIPS-Fabrik. Kapitän Sokolov übernimmt jetzt. 15 Uhr: Pünktlich wie berechnet liegt MS NORHOLM nach 386 Seemeilen ab Stralsund längsseits an der Pier des Werkes, in

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  • 17319-nordseemagazin

    NordseeMagazin 19

    Bromund Dieter Portrait Seite 19 2017 P1090050

    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (DB) · Ressortleiter
    NordseeMagazin im SeereisenMagazin
    Foto: Dieter Bromund, Bremen

    Bremen aus der Luft Foto Jochen Knobloch Bremer Touristik Zentrale 101891

    Das ist meine Hafenstadt – Bremen. 
    Foto: Jochen Knobloch, Bremer Touristik Zentrale

    hr

    Viel los in Bremerhaven
    Vom 24. bis 28. Mai gibt’s in Bremerhaven viel zu bestaunen. Runds 8 Schiffe werden im Neuen und im Alten Hafen liegen, Windjammer, Koggen und Dampfschiffe. Das „Seestadtfest – Landgang Bremerhaven” findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Im Vorjahr hatte es 260.000 Besucher angelockt. Mit von der Partie sind die russischen Traditionssegler MIR und SEDOV und die 150 Jahre alte Nordische Jagt GRÖNLAND. Viele Schiffe laden am Nachmittag zu Besuchen ein. www.bremerhaven.de/seestadtfest

     

     



    Die Brigg MERCEDES von Wind is our Friend C.V., Leeuwarden (NL) ►  veranstaltet an diesen Tagen Halbtagstouren.
    www.segelschiff-mercedes.de ·
    Foto: Wind is our Friend C.V., Leeuwarden (NL)

    17319 Sailingship MERCESDES Foto Wind is our Friend Leeuwarden NL    

    Ruhige Sturmflutsaison in Niedersachsens Häfen
    Trotz des derzeit wechselhaften Wetters haben Niedersachsens Häfen die diesjährige Sturmflutsaison ohne größere Probleme überstanden. Die Saison 2016/17 sei ruhig zu Ende gegangen, teilte die Organisation Niedersachsen Ports (NPorts) jetzt mit. Aus den Hafenstandorten Brake, Cuxhaven, Emden, Norden und Wilhelmshaven sind kaum Schäden zu vermelden. Erhöhte Gefahr besteht üblicherweise in den Monaten Oktober bis April, in dieser Zeit sind Arbeiten am Deich untersagt. „Hochwasserschutz ist wichtig für das Leben und Wirtschaften der Bevölkerung in der Region. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst”, betonte NPorts-Geschäftsführer Holger Banik.
    Während einer Sturmflut sind die Einsatzkräfte des Technischen Service und des Port Office in ständiger Rufbereitschaft. Zum Schutz der Deiche schließen sie die Deichlinie und verstärken diese gegebenenfalls mit Sandsäcken oder anderen Materialien. Außerdem werden die betroffenen Hafenbereiche geräumt und alle Fahrzeuge entfernt. So können Umweltschäden und Gefahren für die Schifffahrt frühzeitig abgewendet werden.

    17319 METEOR III Auf See vor der namibischen Kueste 2 Foto Das Letzte Kleinod SchiffdorfDie heutige METEOR III vor der Küste Namibias. Das erste Forschungsschiff mit diesem Namen ist „Held” einer Aufführung des Theaters „Das letzte Kleinod” auf einer Tournee durch Norddeutschland.Quelle + Copyright: Das letzte Kleinod, Schiffdorf

    Theaterstück über erste deutsche Atlantik-Expedition der METEOR feiert am 11. Mai Premiere am Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven

    Anlässlich des Wissenschaftsjahres 2016/17 – Meere und Ozeane, realisiert das Theater „Das Letzte Kleinod” (DLK) in Kooperation mit dem Deutschen Schiffahrtsmuseum – Leibniz-Institut für deutsche Schifffahrtsgeschichte (DSM) die Theaterinszenierung „Meteor”. Erzählt wird die Geschichte der ersten deutschen Atlantik-Expedition von 1925 bis 1927, die gleichzeitig interessante Aspekte der heutigen Meeresforschung vermittelt. Am 11. Mai wird das Theaterstück auf dem Außengelände des Deutschen Schiffahrtsmuseums in Bremerhaven uraufgeführt.
    Jens-Erwin Siemssen, Autor und Regisseur des Theaterstücks, begleitete im Dezember 2016 vier Wochen lang die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler während der Forschungsarbeit auf der METEOR III vor der südafrikanischen Küste. Die faszinierenden Eindrücke der Forschungsreise sind Gegenstand der Theatervorstellung, die vom 11. Mai bis zum 12. Juli durch die Bundesrepublik im sogenannten „Ozeanblauen Zug” tourt. Die Szenerie auf dem Forschungsschiff wird in drei Waggons dargestellt. Gespielt wird auf Bahnhöfen und auf Abstellgleisen.
    Originale Exponate der Meeresforschung, die in die Spielhandlung einbezogen werden, steuert das Deutsche Schiffahrtsmuseum bei.

    Aufführungen 2017:
    Bremerhaven 11.05. – 14.05. Premiere am Deutschen Schiffahrtsmuseum
    Geestenseth 24.05. – 25.05.
    Wilhelmshaven 27.05. – 30.05. Premiere Theater auf Schienen
    Hamburg 02.06. – 08.06. Im Rahmen von Theater der Welt
    Hannover 10.06. – 13.06.
    Göttingen 16.06. – 18.06.
    Berlin 23.06. – 26.06.
    Frankfurt/ Oder 28.06. – 01.07.
    Stralsund 05.07. – 08.07.

    17320-HamburgMagazin

    HAMBURGMAGAZIN 20

    17320 2014 Herbert Fricke 02460Herbert Fricke · Ressortleiter HamburgMagazin
    Foto: Herbert Fricke, Hamburg
    17320 events 24 7 action im hamburger hafen hier bei den cruise days copyright hhm glaubitt

    Das ist meine Hafenstadt – Hamburg – zum Hafengeburtstag.
    Foto: Hafen Hamburg Marketing Glaubitt

    hr


    Lage um Nordkorea beunruhigt die Kreuzfahrtbranche
    Hamburg/Washington/Seoul – Mit Hochspannung verfolgen die Manager aller Kreuzfahrtgesellschaften zur Zeit die Zuspitzung der Lage rund um Nordkorea. Sollte es tatsächlich zum Krieg zwischen Nordkorea und dem Militärbündnis USA/Südkorea/Japan kommen, hätte dies eklatante Folgen für die internationale Kreuzfahrt. Da viele Häfen in nahezu allen asiatischen Fahrtgebieten betroffen wären, müssten in kürzester Zeit umfangreiche Fahrplan-Änderungen vorgenommen werden. Nicht nur der amerikanische Flugzeugträger CARL VINSON und seine Begleit-Armada, sondern auch mehrere Atom-U-Boote in Pusan und anderen Häfen sind in Alarmbereitschaft. Vor allem Südkorea wäre dann das wahrscheinliche Hauptziel nordkoreanischer Nuklear-Angriffe. Russland hat zwar nur eine knapp 30 Kilometer lange Grenze zu Nordkorea, hat aber seine Grenztruppen ebenfalls in Alarmbereitschaft versetzt und installiert dort modernste Raketenabwehrsysteme. Auch China ist bereit, seine Grenzen zu schützen. Der große Nachbar und langjährige ehemalige Verbündete hat Nordkoreas Machthaber wiederholt zur Mäßigung aufgerufen und vor einem Waffengang gewarnt. Die Chinesische Marine befindet sich in erhöhter Alarmbereitschaft.

    17320 AIDAperla Animation AIDA CeuisesDie Taufzeremonie der AIDAperla mit Lasershow, Festkonzert und Feuerwerk soll in der Bucht von Palma de Mallorca über die Bühne gehen und von Zehntausenden von Zuschauern entlang der Uferpromenade gut zu verfolgen sein.Animation: AIDA Cruises, Rostock

    Patin Lena tauft AIDAperla in Palma
    Hamburg/Rostock/Palma – Die 29jährige Lena Gercke („long leg lena”), internationales Topmodel aus Hamburg, wird am 30. Juni das neueste Schiff der deutschen Kreuzfahrtflotte taufen: die AIDAperla. Die Taufzeremonie mit Lasershow, Festkonzert und Feuerwerk soll in der Bucht von Palma de Mallorca über die Bühne gehen und von Zehntausenden von Zuschauern entlang der Uferpromenade gut zu verfolgen sein. Die AIDAperla ist das zwölfte Schiff der AIDA-Flotte, mit über 300 Metern Länge und Platz für fast 4.000 Passagiere auch die bisher größte ihrer Baureihe. Weil das Schiff früher als geplant fertiggestellt und abgeliefert werden kann, unternimmt die AIDAperla schon vor ihrer Taufe mehrere Kurzreisen durch’s Mittelmeer: so z.B. am 1. Juni von Palma aus nach Barcelona, Valencia, Marseille und weiteren Häfen. Kapitän des Schiffes ist der 36jährige Nautiker Boris Becker. Nach früheren Bauverzögerungen auf asiatischen Werften und entsprechenden Konventionalstrafen ging es mit den Bauarbeiten nun sehr viel zügiger voran: Die japanische Mitsubishi-Werft in Nagasaki wird die AIDAperla, das Schwesterschiff der kürzlich in Fahrt gekommenen AIDAprima, zwei Monate früher als geplant an die Reederei abliefern können. So wird die AIDAperla also auch eher als vorgesehen im Mittelmeer eingesetzt und entsprechend beworben. Ursprünglich galten die Prospekte für das neue Schiff erst ab August 2017. Ab dem kommenden Jahr wird die AIDAperla in Hamburg stationiert sein und von hier Westeuropa-Reisen nach England, Schottland, Irland, Holland, Belgien und Frankreich unternehmen. www.aida.de

    Schnell mal rüber nach Helgoland
    Hamburg/Flensburg – Die Förde-Reederei hat bei der australischen Werft Austal einen neuen Hochgeschwindigkeits-Katamaran für den Helgolandverkehr bestellt. Der 56 Meter lange und 14 Meter breite Neubau soll im kommenden Jahr den alten HALUNDER JET ablösen und täglich von Hamburg über Cuxhaven nach Helgoland düsen. Der neue Katamaran hat einen Tiefgang von nur 2,50 Metern und kann 35 Knoten, also fast 70 Stundenkilometer, erreichen. Bis zu 700 Passagiere finden auf dem Katamaran Platz. Die Fahrzeit von Hamburg nach Helgoland wird auf rund drei Stunden verkürzt.

    Zwei neue Eisbrecher: Stark und sauber
    Hamburg – Die Fahrrinnen im Hamburger Hafen und auf der Elbe müssen auch in harten Wintern offengehalten werden. Deshalb hat die Hamburger Port Authority (HPA) die beiden Eisbrecher JOHANNES DALMANN und HUGO LENTZ auf der Hitzler-Werft bauen lassen. Insgesamt verfügt der Hamburger Hafen nun über vier Eisbrecher. Die Neubauten erfüllen alle zukunftweisenden Umwelt-Standards und verfügen über modernste Abgas-Systeme. Aufgabe der Eisbrecher ist es, auch bei tiefen Minusgraden den Fluss der Elbe aufrecht zu erhalten und ein Aufstauen von Eisschollen bis weit ins Hinterland zu unterbinden. In wärmeren Wetterperioden werden die Eisbrecher als Schubeinheiten für große Lastschuten verwendet.

    Gigantismus in der Kreuzfahrtbranche geht weiter
    Papenburg/Rostock/Hamburg – Der internationale Kreuzfahrtmarkt wächst weiter. Der Werftverbund Meyer-Neptun-Gruppe hat zur Zeit Bauaufträge für insgesamt 14 große Kreuzfahrtschiffe. Auftraggeber sind Royal Caribbean, Dream Cruises, Norwegian Cruise Line, AIDA Cruises, Saga Cruises, P & O sowie Disney Cruises. Die Schiffe sind vermessen mit einer Baugröße von 130.000 bis 200.000 BRZ, werden also zwischen 3.000 und 5.000 Passagiere an Bord haben. Die von Royal Caribbean bei der Werft Meyer-Turku bestellten beiden Neubauten (200.000 BRZ, 5.000 Passagiere) sollen den modernsten Hybridantrieb der Welt bekommen, also mit fast abgasfreiem Flüssiggas LNG angetrieben werden. – Größtes Kreuzfahrtschiff der Welt ist zur Zeit die HARMONY OF THE SEAS mit Platz für maximal 6.780 Passagiere und 2.300 Mann Besatzung – bei einer Länge von 362 Metern und mit 227.000 BRZ vermessen. Ob die internationalen Hafenkapazitäten mit diesem gewaltigen Bauboom Schritt halten können, wird von Insidern der Kreuzfahrtbranche skeptisch beurteilt. Selbst die CLIA als internationaler Unternehmensverband der Boombranche bezweifelt in neuesten Stellungnahmen, ob die Terminals und Abfertigungs-Modalitäten an Land mit den Bedürfnissen der rasch wachsenden Flotten Schritt halten können. Gelegentlich wird auch die Frage aufgeworfen, ob manche Reedereien, die mit staatlichen Bauzuschüssen arbeiten, im Spannungsfall ihre großen Kreuzfahrtschiffe auch als Truppentransporter zur Verfügung stellen müssen. Öffentliche Mitfinanzierung als Anreiz für immer größere Schiffe?

    Ausweichen in asiatische Gewässer?
    Hamburg/Shanghai – Angesichts der zunehmenden Enge in europäischen Häfen will die Kreuzfahrtbranche mehr und mehr in asiatische Fahrtgebiete ausweichen. Man hofft, vor allem in China, Malaysia, Südkorea, Japan, Indonesien und auf den Philippinen geeignete Häfen finden und ausbauen zu

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  • 17321-ostseemagazin

    OSTSEEMAGAZIN 21

    Frank Reiner im Oslofjord 0043 2 neu

    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! · RessortleiterOstseeMagazin
    im SeereisenMagazin ·
    Foto: Reiner Frank, Rostock

    Rostock Warnemuende Foto HERO15 071

    Das ist meine Hafenstadt – Rostock-Warnemünde. Foto HERO15 071 Hafen Rostock-Warnemünde

    hr

     17321 BERLIN und PETER PAN P9095 Foto Reiner Frank RostockIm Rostocker Hafen: Links die BERLIN von Scandlines, rechts die PETER PAN von TT-Line.Foto: Reiner Frank, Rostock

    Zu Saisonbeginn haben die Fähren ihre Frequenzen erhöht
    Fährreeder verjüngen ihre Schiffe · Stena Line setzt Signal für Bahnkunden · Zwei Jubilare · TT-Line von Swinemünde nach Bornholm
    Rostock, 25. Mai 2017 – Die Neubauten von Scandlines bestimmen den Pulsschlag des Umschlaggeschehens im Rostocker Hafen maßgeblich mit. Wie ein Uhrwerk ziehen die Hybridfähren BERLIN und COPENHAGEN ihre Bahn zwischen Rostock und Gedser. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Frachtverkehr auf dieser Strecke ein Plus von 16 Prozent und auch die Zahl der Pkw stieg um 9,1 Prozent. Das Jahr sei zufriedenstellend angelaufen und über das ganze Jahr werde ein Zuwachs um sieben bis acht Prozent bei Lkw und vier bis fünf Prozent bei Pkw angesteuert, nennt Pressesprecherin Anette Svendsen die erklärte Zielstellung. Beide Neubauten sind inzwischen komplett ausgerüstet. Von den Vogelfliegern kehrt die PRINS RICHARD von der Verjüngungskur in Danzig wieder auf die Relation Puttgarden-Rödby zurück. Langfristig investiert Scandlines weiter in Umwelttechnologien, sieht im Hybrid-System die Technik von heute und in emissionsfreie Fähren die Zukunft von morgen.
    Auch die Stena Line, die ihre deutschen Aktivitäten in einem neuen Büro im Rostocker Seehafen bündelt, hat ihre Schiffe verjüngt. So wurde unter anderem das Eisenbahndeck der MECKLENBURG-VORPOMMERN umfassend repariert. „Die Investition war ein Signal an unsere Bahnkunden, dass wir für sie weiterhin ein guter Partner sein wollen”, erklärt Geschäftsführer Ron Gerlach. Modernisiert wurde auch die SASSNITZ, wo für die Passagiere insbesondere die Restaurantbereiche aufgefrischt und Entertainment-Möglichkeiten ausgebaut wurden, um die Überfahrt kurzweiliger zu machen. Auf der Route Kiel-Göteborg, wo insbesondere die STENA GERMANICA mit ihrem Methanol-Antrieb Furore macht, wurde der 50-jährige Fährbetrieb begangen. Trotz der Werftzeiten der Schiffe sei die Saison insbesondere im Frachtverkehr, aber auch in der Passage gut angelaufen, was auch dem Swap-Agreement mit der TT-Line geschuldet sei, betont Gerlach. Zur Saison wurde nun die Frequenz erhöht.
    Für die TT-Line begann das Jahr 2017 mit einem feierlichen Anlass: „Unsere Rostock-Route beging ihr 25-jähriges Jubiläum”, erinnert TT-Geschäftsführer Bernhard Termühlen. Alles begann am 9. Januar 1992, als 266 bunte Trabis im Rostocker Hafen an Bord der MARCO POLO fuhren. „Die täglich drei Abfahrten von damals haben sich mittlerweile auf bis zu sechs je Strecke verdoppelt, was durch die 2017 fortgeführte Kooperation mit der Stena Line möglich ist”, erklärt auch Termühlen. Damit wird den Kunden weiterhin mehr Flexibilität bei der Wahl ihrer Abfahrtszeit geboten. Auch TT-Line meldet Modernisierungen ihrer Flotte. So wurden die öffentlichen Bereiche der Schiffe TOM SAWYER und HUCKLEBERRY FINN Verjüngungskuren unterzogen. Mit der PETER PAN erhielt ein weiteres Schiff der Flotte einen Scrubber. Damit ist die Hälfte der TT-Liner mit umweltschonenden Abgaswäschern ausgestattet.
    Vom 24. Juni steuert TT-Line mit der NILS DACKE von Swinemünde jeweils samstags die Ferieninsel Bornholm und somit ein neues Ziel an. Die neue Route ist zunächst nur für die Sommersaison geplant und könnte insbesondere für Berliner eine Alternative zum Bornholm-Verkehr über Sassnitz sein. Die Seezeit beträgt fünf Stunden.
    Konkurrenz für die dänische Reederei Färgen, die mit ihren Fähren HAMMERODDE und POVL ANKER Sassnitz mit Rönne verbindet. Die Saison sei mit drei Prozent mehr Buchungen als im Vorjahr aber gut angelaufen und die weiteren Aussichten seien weiterhin vielversprechend, erklärt Färgen-Manager Jörgen Jensen. Allerdings läuft zum 1. September 2018 für Färgen der Betreibervertrag aus. Bei der neuen Ausschreibung der Route hatte Färgen gegenüber den Molslinjen aus Dänemark das Nachsehen. Eine für Passagiere interessante News hat auch Finnlines parat. Zwischen Travemünde und Helsinki werden die Abfahrten auf sieben pro Woche erhöht. Reiner Frank

     

    17321 MSC Plakettentausch P9210 Foto Reiner Frank RostockPlakettenaustausch zwischen dem Rostocker Hafenkapitän Gisbert Ruhnke (links) und MSC MAGNIFICA-Kapitän Francesco Saverio Veniero.
    Foto: Reiner Frank, Rostock

    Auftakt zu 16 Reisen mit MSC MAGNIFICA
    Erstanalauf der MSC MAGNIFICA in Warnemünde / Plakettenaustausch / Kapitän Saverio berichtet vom Flottenausbau / Passagierwechsel
    Rostock, 13. Mai 2017 – Eines der Kreuzfahrtschiffe, die in dieser Saison wiederholt die Szenerie am Warnemünder Kai bestimmen werden, steuerte am Sonnabend, den 13. Mai, erstmals Rostock an. Gleich 16 Mal macht MSC MAGNIFICA von MSC Cruises in diesem Jahr zu Passagierwechseln in Rostock Zwischenstation. Zum Erstanlauf wurde der 293,80 Meter lange, 32 Meter breite für maximal 3.223 Passagiere ausgelegte Kreuzliner herzlich von Hafenkapitän Gisbert Ruhnke und Rostock-Port-Geschäftsführer Jens A. Scharner begrüßt, erfolgte mit Kapitän Francesco Saverio der bei Neulingen übliche Austausch der Plaketten der Hansestadt und des Schiffes.
    Der 2010 in St. Nazaire gebaute Cruiser war seinerzeit in Hamburg von Sophia Loren getauft worden. So elegant wie die prominente Taufpatin ist auch das Innenleben des Schiffes, während der äußere Gesamteindruck ein wenig durch den Kastellaufbau am Heck getrübt wird, der offenbar der Passagierkapazität geschuldet ist. Kapitän Veniero machte deutlich, dass sein Schiff innerhalb der Flotte inzwischen mittlere Tonnage sei. MSC Cruises baut die Flotte aus. In Italien nimmt das dritte von bis zu elf hochmodernen Kreuzfahrtschiffen, das im Rahmen des Investitionsplans bis 2026 in Dienst gestellt wird, Gestalt an. Dieser 323 Meter lange Cruiser verfügt über Kapazitäten für 5.179 Passagiere. Er ist das zweite Schiff der Seaside-Generation, die bei Fincantieri gebaut wird. Ihr Schwesterschiff MSC SEASIDE wird im Dezember 2017 in Dienst gestellt.
    Als eines der schönsten Schiffe der Flotte, so schwärmt Hoteldirektor Michel Bellino – ein Deutscher aus Frankfurt mit italienischen Wurzeln – beeindrucke MSC MAGNIFICA mit exklusivem Design und einem hohen Anteil (knapp 70 Prozent) an Balkonkabinen. Auf dem Oberdeck wartet eine ausgedehnte Poollandschaft auf sonnenhungrige Gäste, wie wir uns bei einem Schiffsrundgang mit Scout Anna

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  • 17322-vorschau-auf-ausgabe-4-2017

    VORSCHAU 22

    17322 ARANUI 5 Foto CPTM Papeete TahitiVulkanische Inseln, tiefblaue bis smaragdgrüne See, gewaltige Berge, spektakuläre Landschaften und stolze Kulturen erwarten ARANUI 5. Sie werden schnell verstehen, warum Paul Gauguin und Jacques Brel die Marquesas so liebten. Durch den Besuch auf den Gesellschafts- und den Cook-Inseln lernen Sie noch weitere farbenprächtige Facetten der Südsee kennen.Foto: CPTM, Papeete/Tahiti

    Mit dem Postschiff ARANUI 5 auf Rundreise in der Südsee
    Die ARANUI 5 ist eine neue, speziell konstruierte Mischung aus einem Kreuzfahrt- und einem Frachtschiff. Sie steuert im Rahmen einer 14-tägigen Kreuzfahrt, in der sowohl Mahlzeiten als auch Ausflüge laut Programm inkludiert sind, von Tahiti aus die Marquesas, Tuamotus und Gesellschaftsinseln in Französisch-Polynesien an. Die ARANUI 5 wurde so gebaut, dass sie den kompletten Komfort eines Kreuzfahrtschiffes bietet, aber gleichzeitig ihre Aufgabe als Versorgungsschiff erfüllen kann. Sie wird als kleines Schiff klassifiziert und verfügt über Kapazitäten für rund 254 Passagiere in 103 Kabinen.Auf 8 verschiedenen Decks spiegelt die Innendekoration das polynesische Erbe der Eigentümer und der Besatzung wider. Das Schiff verfügt über ein Restaurant, wo alle Mahlzeiten an Bord in einer gemütlichen Atmosphäre serviert werden; außerdem über 2 Lounges, 2 Konferenzräume, in denen Gastdozenten Präsentationen zu verschiedenen Themen auf den Marquesas anbieten, 4 Bars, darunter die Sky Bar mit atemberaubendem Panoramablick, ein Außenschwimmbad, eine Boutique, einen Massageraum und ein Fitnessscenter.

    17322 Sternekoch 4630 spot Foto Silversea Cruises Ffm Sie können an Bord der Silversea-Schiffe mit den exquisiten Kreationen weltberühmter Küchenchefs stets Neuland betreten.
    Foto: Silversea Cruises, Frankfurt am Main

    Die Entwicklung der Luxus-Kreuzfahrt
    Der 22. Januar 1891 gilt gemeinhin als der Start der modernen Kreuzfahrt. Damals legte der Doppelschrauben-Schnelldampfer AUGUSTA VICTORIA der Hapag in Cuxhaven zu einer ersten Orientfahrt ab. Seefahrt nur zum Zeitvertreib, ohne die Notwendigkeit von einem Ort zu einem anderen zu gelangen, war damals unvorstellbarer Luxus. Und so war es auch Albert Ballin, der legendäre Chef der Hapag, höchstselbst, der sich auf seinen Schiffen vom Komfortangebot für die Passagiere überzeugte.
    Heute – über 125 Jahre später – ist das Reisen und auch die Kreuzfahrt nicht mehr wenigen privilegierten Gästen vorbehalten. Zugleich wird das Angebot auch im exklusiven Luxussegment der Kreuzfahrt immer vielfältiger – Jahr für Jahr werden Schiffe in Dienst gestellt, die sich mit neuen Superlativen schmücken können. Neben der EUROPA und der EUROPA 2 von Hapag-Lloyd Cruises prägen die Schiffe von Seabourn, Regent Seven Seas Cruises und Silversea Cruises das Bild. Neuestes Luxusschiff ist die SILVER MUSE, die im April 2017 zu ihrer Jungfernreise durch das Mittelmeer startete. Wie alle Schiffe der Silversea-Flotte ist die SILVER MUSE für anspruchsvolle Individualisten konzipiert. Dabei ist das 1994 gegründete Unternehmen nicht Teil eines internationalen Konzerns, sondern befindet sich bis heute in den Händen der Familie Lefebvre aus Rom. Philipp Rademann wirft einen Blick auf die Entwicklung der Luxuskreuzfahrt.

    17322 Fruehling in Holland 0191 Foto Philipp Rademann KarlsruheBlühendes Tulpenmeer im Keukenhof-Park in Lisse in der Provinz Südholland.Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

    Mit der ALINA ganz entspannt Holland und Flandern entdecken
    Die Erwartungen an eine Reise sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Dies ist an diesem sonnigen Frühlingstag in Köln bei der Einschiffung auf die ALINA, die in sieben Tagen lebendige Metropolen und beschauliche Städtchen in Holland und Flandern ansteuern wird, nicht anders. Der höchst komfortable Flusskreuzer gehört mit seinen 135 Meter Länge zu den ganz Großen auf dem Rhein. Dabei beeindruckt die ALINA – unterwegs unter der Flagge von Phoenix Seereisen – nicht nur durch geräumige Außenkabinen, von denen die Mehrzahl über einen französischen Balkon verfügen, sondern auch durch ihr über zwei Decks reichendes geräumiges Hauptrestaurant. Doch das sind die inneren Werte. Viel wichtiger für die Gäste ist die Zeit für die individuellen Eindrücke an Bord und an Land. Die Seele bei der Fahrt über das Ijsselmeer baumeln lassen, Rembrandts Meisterwerk „Die Nachtwache“ im Amsterdamer Rijksmuseum bestaunen oder sich an dem blühenden Tulpenmeer auf dem Keukenhof erfreuen: Der Wochentörn bietet vielfältige Möglichkeiten, Holland und Flandern zu entdecken. Philipp Rademann berichtet von einer erlebnisreichen Flussfahrt.

    Weitere Themen und Rubriken
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    Und Links zu: Kreuzfahrtkalender · Medizinischer Ratgeber · Seekrankheit · Reisewetter · Auswärtiges Amt und zurückliegenden SeereisenMagazin-Ausgaben · Schiffsportraits · Hafenportraits · Bücher zur Reise...

    Die nächste Ausgabe des SeereisenMagazin erscheint am 1. Juli 2017

     

  • 17323-schiffsportrait-ms-asara

     Schiffsportrait 2317323 ASARA in koel am Anleger 11 04161 Foto Wolfgang Gruener KoelnMS ASARA am Anleger 11 in Köln, nahe der Kölner Bastei.
    Alle Fotos dieser Seite: Wolfgang Grüner, Köln

    Wolfgang Grüner

    Schiffsportrait MS ASARA

    Da war die Taufpatin Sarah Krumpen, Ehefrau des Geschäftsführers Benjamin Krumpen, doch etwas zu zögerlich, also ein energischer zweiter Versuch und die Flasche zerbrach an der Reling der MS ASARA. Große Aufmerksamkeit rund um Steiger 11 am 31. März 2017 in der Nähe der Kölner Bastei, viel Prominenz, so u.a. Johannes Zurnieden, Gründer und Geschäftsführer von Phoenix Reisen, Jörg Kramer, Geschäftsführer Phoenix Reisen, Reeder Johan Rijfers mit Frau Andrea Lejckova-Rijfers und Pfarrer Rolf Apholte, sowie viele interessierte Zuschauer und natürlich die Gäste der Jungfernfahrt, machten die Taufe des eleganten Neuzugangs der Phoenix Reisen, Bonn, zu einem freudigen Ereignis.
    Zusammengeschweißt wurde das Stahlkasko des Schiffes in Serbien, danach in die Niederlande zur Vahali-Werft in Gendt geschleppt und fertig gebaut, Reederei ist Rivertech aus Arnhem. Das neue Schiff hat eine Länge von 135 Metern und bietet auf drei Kabinendecks 190 Passagieren bequemste Unterbringung. Alle Kabinen liegen außen, sind komfortabel und elegant eingerichtet, auf dem Orion- und Saturndeck mit französischem Balkon, somit also beste Panoramasicht, auf dem Neptundeck mit kleinen, nicht zu öffnenden Fenstern.
    Bei der Ausstattung hat man nicht gespart, ein gar nicht so kleines Bad, wo man noch richtig Platz unter der Dusche hat, WC, Fön, individuell regulierbare Klimaanlage, SAT-TV mit Flachbildschirm, Radio, Minibar, Safe, Kaffeemaschine, Telefon und täglich kleiner Tageszeitung, Stromspannung 230 V Wechselstrom. Steckdosen liegen günstig, sind leicht zu erreichen. Besonders gefallen hat mir die gedeckte, aber freundlich-geschmackvolle Farbgebung. Auch ganz hinten in der Nähe der Maschine sind kaum Motorgeräusche zu hören, Vibrationen kaum zu spüren.
    Oben auf dem Sonnendeck laden viele Liegen, Stühle und Sofas zum Ausruhen, Verweilen und Genießen der schönsten Flusspassagen ein, da findet jeder sein Plätzchen, ob unter den Sonnensegeln oder einem, hoffentlich immer, blauen Himmel. Am Heck gibt es einen kleinen Pool, daneben ein Shuffleboard, da sollte man aber wegen der hohen Kanten noch etwas tun – Stolpergefahr!
    Gemütlich und wetterunabhängig ist die Panorama-Lounge am Bug mit vielen Sitzgelegenheiten und kleinen Tischen, die Bar bietet ein reichhaltiges Getränkeangebot zu zivilen Preisen, gegenüber eine Station für die musikalische Unterhaltung. Wer lieber seine Nase statt ins Glas oder ein elektronisches Gerät steckt, findet in der kleinen Bibliothek genug Material um weitere Reisen zu planen. Unten im Schiff auf dem Neptundeck ist ein kleiner Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und Dusche. Eine kleine Boutique und der Lift sind in der Atrium-Lobby zu finden.
    Großer Wert wird, wie bei Schiffsreisen üblich, auf Kulinarik gelegt, die Kreuzfahrer sollen verwöhnt werden. An Bord von MS ASARA speisen die Gäste während einer Tischzeit auf dem Saturndeck im Panorama-Restaurant „Vier Jahreszeiten” bei freier Platzwahl und persönlichem Service am Tisch. Eine gute Alternative für den kleinen Hunger, oder wenn man es mal etwas ruhiger haben will, auf dem Oriondeck am Heck rundet ein weiteres, kleines, Spezialitätenrestaurant mit viel frischen Salaten und Nudelgerichten etc. das gastronomische Angebot ab.
    Für den hervorragenden Service an Bord zeichnet bei MS ASARA, wie auch bei allen Hochseeschiffen der Phoenix Flotte, die Firma SeaChefs verantwortlich – Garant für besten Service und kulinarische Extraklasse. Zahlreiche Mitarbeiter in Küche und Restaurant sorgen für das leibliche Wohl an Bord und bereiten genussvolle Menüs zu. Mehrere Mahlzeiten von früh bis spät, einschließlich Nachmittags-Kaffeezeit bis hin zu kleinen Snacks gegen 22.00 Uhr, lassen Abschied nehmen vom Gedanken an eine schlanke Linie. Auf Wunsch gibt es auch Gerichte für spezielle Diäten (Diabetiker, Glutenfrei, Laktosefrei etc.), das sollte man aber besser frühzeitig mitteilen. Highlight für viele, der Kapitänsempfang und das Kapitäns-Dinner mit festlichem Menü, das gibt es auf diversen Reisen natürlich auch.
    Die Taufe ist vorbei, ich gehe an Bord, „Willkommen zu Hause“, steht auf dem Teppich, herzlich begrüßt vom Direktor Schiffsreisen Michael Schulze, Kapitän Hendrik Schouwstra, Hotelmanager Constantin Antonie und dem Kreuzfahrtdirektor Anton Dimov. Das Einchecken an der Rezeption in der Atrium-Lobby geht schnell und problemlos, ein paar Stufen hinab und da auf dem langen Gang ist meine Kabine auf dem Saturndeck. Schnell den Koffer ausgepackt und dann hinauf auf das Sonnendeck, die MS ASARA hat abgelegt. In der Lounge locken Kaffee, Tee und Kuchen, oben auf der Terrasse frische Bratwurst und ein fulminanter Ausblick auf die Schwesterschiffe MS ANESHA und MS AURELIA, die unsere Ausfahrt eine Zeitlang entlang des Kölner Panoramas begleiten.
    Der Schiffskoch Marcus Kirchgässner und die Küchencrew haben kräftig gearbeitet und laden um 19.00 Uhr zum Abendessen. Ein feines Menu wird serviert, auf der Speisekarte gibt es immer die passenden Weinempfehlungen dazu. Serviert werden heute u.a.: frisches Kalbstatar, in Sesam gebratenen Thunfisch, rosa gebratenen Lammrücken, Lachsfilet und Eisbecher Asara. Wer ganz und gar vegetarisch essen möchte, dem werden Wildkräutersalat, weiße Spargelcremesuppe, kross gebratenen Tofu und eine Trilogie von der Erdbeere serviert.
    Später am Abend tritt in der Lounge der bekannte Kölner Kabarettist Jürgen Becker („Mitternachtsspitzen”) mit Auszügen aus seinem Programm „Die Kulturgeschichte der Fortpflanzung” auf, ohne Zugabe lässt ihn das begeisterte Publikum nicht gehen. Vom Schiff war der Künstler sehr beeindruckt, er war noch nie auf Kreuzfahrt, jetzt will er das unbedingt mal nachholen. Der Abend klingt an der Bar aus, später mag ich es, auf dem Bett liegend bei offenem Fenster, die Nacht vorbei rauschen zu lassen.
    Der Morgen findet die MS ASARA angelegt in Rüdesheim, Zeit für den geführten Ausflug „Musik und Wein” oder individuelle Besichtigungen von u.a. Weinberge, Weingüter, Branntweinbrennerei, Sektkellerei, Drosselgasse oder mit der Seilbahn hinauf zum Niederwalddenkmal. Vorher gibt es aber noch ein opulentes Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen lässt, frische Eierspeisen inklusive.
    Viel bewegt ist die notwendige Grundlage für das feine Mittagessen im Restaurant, wieder eine Auswahl: vom Buffet selbst zusammen gestellte Blattsalate, angerichtete Salate und feines sauer eingelegtes Rindfleisch. Weiter geht es mit Knoblauchcremesuppe, Himmel und Erde, Rotbarschfilet, Karotten-Kartoffelküchlein, Senfgemüse und Dessertauswahl vom Buffet.
    Inzwischen geht es wieder zurück zum nächsten Haltepunkt Koblenz, in der Lounge warten wieder Kaffee, Tee und Kuchen. Bei Stromkilometer 555 passieren wir die berühmte Loreley. Schon oft gesehen, aber immer wieder begeisternd, besonders wenn man dabei noch mit einer kulinarischen Überraschung erfreut wird: Frische Austern und Sekt, besser kann es kaum sein. Es bleibt genügend Zeit – bei frühlingshaften Temperaturen – es sich auf dem Sonnendeck äußerst bequem zu machen, schauen, dösen, reden und sich freuen, diese Fahrt mitzumachen.
    Koblenz wird erreicht, die mächtige Festung Ehrenbreitstein schaut hinab auf das Schiff, das sich nun einen Liegeplatz auf der Mosel sucht, schließlich soll das Abendessen ab 18 Uhr serviert werden. Diesmal erfreuen u.a. rosa gebratene Entenbrust, Waldorfsalat, Kalbsboullion, Ruccolacremesuppe mit Pinienkernen, St. Petersfisch, Rinderrücken mit Spargel, Ceylon-Gemüsecurry und Eisbecher. Wer den Ausflug „Wo ist der Deinhard?” gebucht hat, macht sich ganz gemütlich auf den kurzen Fußweg zur berühmten Sektkellerei, ansonsten weiß jeder schon, wie er den Abend verbringen möchte. Dazu bietet die Stadt eine Vielzahl von attraktiven Sehenswürdigkeiten, da reicht ein Abend lange nicht aus. Oder einfach nur das schöne Schiff genießen, in der Lounge gibt es ab 22 Uhr Partytime mit DJ

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