NORDSEEMAGAZIN 4 19

Bromund Dieter Portrait Seite 19 2017 P1090050

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NordseeMagazin im SeereisenMagazin
Foto: Dieter Bromund, Bremen

Bremen aus der Luft Foto Jochen Knobloch Bremer Touristik Zentrale 101891

Das ist meine Hafenstadt – Bremen. 
Foto: Jochen Knobloch, Bremer Touristik Zentrale

hr 17419 Schulschiff DEUTSCHLAND P1020880 Foto Dieter Bromund BremenWo einst Seeleute ihr Handwerk lernten, versuchen sich heute auch jüngste Besucher am großen Ruder des gepflegten Schulschiffs DEUTSCHLAND.
Foto: Dieter Bromund, Bremen

Attraktiv und neunzig Jahre alt: Schulschiff DEUTSCHLAND
1927 wurde das mehr als 86 Meter lange Stahlschiff im damaligen Geestemünde gebaut, das im Juli seinen 90. Geburtstag auf der Weser in Vegesack feiert. Es war insgesamt nur knapp 18 Jahre auf den Weltmeeren unterwegs und wird heute vom Deutschen Segelschiffs-Verein betreut. Zwischen 1952 und 1972 lag das Schulschiff DEUTSCHLAND auf der anderen Weserseite in Woltmershausen und diente als stationäres Ausbildungsschiff für den Nachwuchs in der Handelsschifffahrt. Um den Liegeplatz gab es immer wieder Streit. Am liebsten hätte der Bremer Wirtschaftssenator das Schiff an die Schlachte gelegt. Doch sein Tiefgang von 5,40 Metern machte das unmöglich. Und so liegt das schmucke Schiff heute an der Mündung der Lesum in die Weser, nur ein paar Schritte vom Museumshafen entfernt. Der Unterhalt kostet pro Jahr 250.000 Euro für Reparaturen und Versicherungen und Wachgänge rund um die Uhr. Der Verein ist also auf Spenden angewiesen. Bisher zweimal hat das Schiff auch an der Sail in Bremerhaven teilgenommen. Ein drittes Mal würde man gern mitmachen, wenn ein Sponsor für die Überführungskosten von 40.000 Euro gefunden würde. www.schulschiff-deutschland.de

Falls der Meeresspiegel stärker steigt
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) warnt vor einem stärker als geplanten Anstieg des Meeresspiegels. Anlass ist eine wissenschaftliche Expertise aus den Niederlanden – eine Prognose von vielen. Das BSH möchte mit der Warnung das Bundesverkehrsministerium „lediglich über mögliche Szenarien auf dem Laufenden halten”. Grund zur Panik bestehe nicht. Die Meinungen über die Höhe eines Anstiegs des Meeresspiegels bis zum Ende dieses Jahrhunderts gehen weit auseinander. Der Weltklimarat nennt als maximalen Anstieg 98 Zentimeter. Die Zahl stammt aus dem Report der UN aus dem Jahre 2013. Der nächste Report mit Hochrechnungen wird 2019 erwartet. Unsicherheit über die wirkliche Höhe herrscht unter Experten, weil niemand genau weiß, wie schnell die Pole schmelzen. Niedersachsen hat rund 1000 Kilometer Deichlinie an den Küsten, den Flüssen und auf den Inseln zu schützen.

Alarm an Hunte und Dümmer
Hunderte toter Karpfen wurden Ende Mai an der Hunte, einem linken Nebenfluss der Weser, und im Dümmersee, den sie durchfließt, angespült. Besorgte Angler alarmierten ihren Verband. Der fand eine natürliche Erklärung: Die Fische sterben am Stress wegen des Laichens, besonders alte und schwache männliche Fische. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hält das warme Wetter für einen Auslöser. Punktuell wurde im Flusswasser nur halb so viel Sauerstoff wie sonst gemessen. Neben den Anwohnern entsorgten auch Wildschweine die toten Fische. Die Tiere suchen die Ufer ab, fressen aber nur frische Fische.

17419 Schwarzspitzen Riffhai Foto Aquarium WilhelmshavenDieser Schwarzspitzen-Riffhai ist im Aquarium Wilhelshaven zu respektabler Größe herangewachsen. Foto: Aquarium Wilhelmshaven

Haie – uralt und nachgezüchtet
Wilhelmshaven lag immer im Schatten attraktiver Nachbarstädte – doch mit seinem „Aquarium” am Südstrand 23 spielt es durchaus in der obersten Liga mit. Mit über 400 teils seltenen Fossilien und seinen Visualisierungen zeigt das privat geführte Museum, wie Leben im Ozean entstehen konnte und wie es sich entwickelte. Ein Anziehungspunkt ist ein versteinerter Hai aus dem Perm, der Erdperiode vor 290 bis 250 Millionen Jahren. Wer sich für die Entwicklung von Merkmalen der Knochengerüste von Knochenfischen interessiert oder wissen möchte, wie sich die Beine von Amphibien entwickelten, findet hier wertvolles Anschauungsmaterial. Die unmittelbare Lage am Meer erlaubt dem Museum ein eigenes Salzwassseraquarium. In ihm leben auch seltene Fische aus dem Südpolarmeer. Nachgezüchtet wurden hier Zebrahaie. Ein Schwarzspitzen-Riffhai ist zu respektabler Größe herangewachsen. Besonders stolz ist Museumsleiter Winfried Hochstetter auf den Halmahera-Hai, der erst 2013 in den Küstengewässern vor Westneuguinea entdeckt und in Wilhelmshaven nachgezüchtet wurde. Geöffnet ist das Museum täglich (außer an Heiligabend) von 10 bis18 Uhr. www.aquarium-wilhelmshaven.de

17419 Schweinswale Foto Deutsches MeeresmuseumSchweinswale dürfen nicht mehr gejagt werden. Hier ein Modell von Mutter und Kalb im Ozeanum in Stralsund.
Foto: Stiftung Deutsches Meeresmuseum, Stralsund

Sea Shepherds schützen Schweinswale
Schweinswale gelten nach EU-Recht als besonders geschützt, die Mitgliedsstaaten sind dazu verpflichtet, sie in ihren natürlichen Verbreitungsgebieten zu schützen. Deutschland verstößt mit seinen Ausnahmeregelungen in manchen Seegebieten gegen diese Schutzgesetze. Die eigenständige Organisation zum Schutze des Meeres, Sea Shepherds, 1977 von Paul Watson gegründet, wird von Juli bis September ihr neues Schiff, die EMANUEL BRONNER, in der Ostsee patrouillieren lassen, den Einsatz illegaler Netze dokumentieren und ihn den zuständigen Behörden melden. Das 12 Meter lange Schiff, in Vegesack kürzlich in Dienst gestellt, ist bis zu 30 Knoten schnell. Die Sea Shepherds fordern Deutschland, Dänemark und Polen auf, gemeinsam weitere Schutzmaßnahmen für die bedrohte Tierart zu entwickeln und zum Beispiel die Stellnetzfischerei in der Ostsee ganz zu verbieten. https://sea-shepherd.de

Reichtum des Meeres – noch bis 23. August zu besichtigen
Die Universität Bremen, die Jacobs University, die Hochschulen Bremen und Bremerhaven, das Alfred-Wegener-Institut und das Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie geben im Bremer Haus der Wissenschaft in der Sandstraße 4/5 Einblicke in ihre Forschungsarbeiten. Die Professoren Roland Lambrette und Detlef Rahe von der Hochschule für Künste Bremen entwickelten das Konzept der Ausstellung „100 m² Meer – Eine Reise durch die Meere und Ozeane”. Bekanntlich bedecken die Meere 71 Prozent der Erdoberfläche und geben ihre Geheimnisse erst nach und nach preis. Die Ausstellung zeigt nicht nur naturwissenschaftliche Aspekte, sondern auch, was Menschen seit je etwa in Geschichten mit dem Meere verbindet. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei, das Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, ist montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr und sonnabends von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Die Ausstellung schließt am 23. August. Haus der Wissenschaft

Zufrieden trotz verfehlter Zahlen
Was Besucher gern den „Wal” nennen, ist als „Universum” in der Nähe des Universitätsgeländes die Touristenattraktion Nummer Eins in Bremen. Die interaktive Ausstellung auf drei Ebenen wurde nach einem Senatsbeschluss grundlegend überarbeitet. Eine der neu zu gewinnenden Zielgruppen sind die 14- bis 18-Jährigen, denen mehr als bisher geboten werden sollte. Im letzten Jahr vor dem Umbau 2012, konnten rund 216.000 Tickets abgesetzt werden. Die Zielmarke nach der Wiedereröffnung lag bei 220.000. Erreicht wurden 2015 rund 205.000 und 2016 rund 213.000 Tickets. Die Bremer Wirtschaftsbehörde ist dennoch „mit dem erreichten Ergebnis sehr, sehr zufrieden”. Die Renovierung kostete fünf Millionen Euro, die Hälfte stammte aus Töpfen der Europäischen Union. Ein Besuch des „Universums” ist nicht billig. Eine Erwachsenenkarte kostet 16 Euro, eine Familienkarte 45 Euro. https://universum-bremen.de

17419 Seenotkreuzer TaufeSK37 33 Foto DGZRSNeuer und alter Kreuzer nach der Taufe auf einer Fahrt mit Besuchern in der Elbmündung. Foto: DGZRS

ANNELIESE KRAMER ersetzt HERMANN HELMS
Sie hat zehn Millionen Euro gekostet und wird in der Elbmündung eingesetzt: die ANNELIESE KRAMER ersetzt den 1985 in Dienst gestellten Seenotrettungskreuzer HERMANN HELMS. Das neue Schiff ist nach einer Dame aus dem Binnenland benannt, die testamentarisch mehr als die Hälfte der Baukosten des neuen Kreuzers der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) stiftete. Der alte Kreuzer hatte noch eine offene Brücke, der neue hat eine geschlossene Kommandozentrale. Auf einem breiten OP-Tisch im Bordhospital können Verletzte erstversorgt werden. Mit 24 Knoten Höchstgeschwindigkeit ist der neue Kreuzer auch etwas schneller als der alte. DGzRS

Die „Boatfit” kehrt zurück – nach Bremerhaven
Jahrelang begeisterte sie in Bremen Besitzer kleiner und größerer Boote und Shiplover jeden Alters, dann rechnete sie sich nicht mehr und wanderte nach Hamburg aus als Teil der großen „Hanseboot” der Hamburger Messegesellschaft. Vom 16. bis 18. Februar 2018 wird die ehemalige „Boatfit” nun als Messe „Klar Schiff” in der Stadthalle in Bremerhaven ihr Publikum suchen. Ein Initiativkreis entwickelte ein neues Konzept, das die Stärken der alten „Boatfit” in der neuen „Klar Schiff” verstärken soll. Nicht nur Messestände werden Besucher anlocken, sondern auch ein breites Programm mit Seminaren und Vorträgen auf 4.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Das Marketing Konzept für die Messe steht, Logo-Entwürfe gibt es bereits, auch die Eintrittspreise sind schon fixiert: neun Euro wird der normale Eintritt kosten, sieben der ermäßigte. www.boot-refit-messe.de/de

Wanderlust übers Watt
Eine Wanderung übers Watt gehört zu einem zünftigen Nordseeurlaub. Eine besondere Art gibt es an der nordfriesischen Küste, eine geführte Wanderung von einer Hallig auf eine Insel. Wattwanderer, die von der Hallig Hooge nach Pellworm laufen möchten, sollten ausreichend fit sein und sich einer geführten Wanderung anschließen. Nur ortskundige Wattführer kennen einen sicheren Weg! Die Streckenlänge beträgt rund 8,5 Kilometer, Zeitbedarf etwa 2,5 Stunden. Um an der Wanderung teilnehmen zu können, ist mindestens eine Übernachtung auf Hooge erforderlich, ansonsten harmoniert das nicht mit den An-/Abreisezeiten der Verbindung nach Hooge. Es empfiehlt sich wetterfeste Kleidung, Wechselklamotten, Kopfbedeckung und Sonnenschutz mitzunehmen.

Termine in dieser Saison:
14.07.2017 um 11:15 Uhr ab Hooge (zurück 14:30 Uhr ab Pellworm)
27.07.2017 um 10:00 Uhr ab Hooge (zurück 14.30 Uhr ab Pellworm)
13.08.2017 um 10:45 Uhr ab Hooge (zurück 15:00 Uhr ab Pellworm)
25.08.2017 um 9:45 Uhr ab Hooge (zurück 14:00 Uhr ab Pellworm)
23.09.2017 um 9:15 Uhr ab Hooge (zurück 13:30 Uhr ab Pellworm)
Kosten: 22 € gesamt inklusiv Rückfahrt von Pellworm nach Hooge.
Anmeldung: Tourismusbüro Hallig Hooge · Hanswarft 1 · D-25859 Hallig Hooge · Telefon 0 48 49 - 91 00 · www.hooge.de

Ein Jahr für guten Hering
Rund 180 Millionen Matjesheringe bringen die Niederländer pro Jahr auf den Markt. Rund die Hälfte wird in Deutschland verzehrt, 42 Prozent in den Niederlanden, der Rest in Belgien. Mitte Juni wurde die Matjes-Saison in Bremen eröffnet. Dieses Jahr gäbe es einen besonders guten Hering, urteilten die Fachleute. Der warme März ließ den Fisch fetter als sonst werden, was ihn besonders zart macht. Echte holländische Matjes sind Heringe, die in dieser Fangsaison noch keine Milch und keinen Rogen gebildet haben und auf besondere Art reifen.

Von Bremerhaven auf dem Wasser bis Basel
GMS ist die Abkürzung für Großmotorgüterschiffe. Sie sind 110 Meter lang, also deutlich länger als die Europaschiffe mit 85 Metern. Die GMS sind in der Binnenschifffahrt auf vielen Wasserstraßen zu Hause, doch nicht auf der Mittelweser zwischen Bremen und Minden. Wenn am 18. August in Minden eine umfangreich umgebaute Schleuse frei gegeben wird, können GMS von Bremerhaven aus über Bremen und Minden in den Mittellandkanal gelangen und damit auf Wasserwegen bis nach Basel. Dreißig Jahre wurde am Ausbau der Mittelweser geplant und gearbeitet. Kurven mussten begradigt, Ufer zurückverlegt werden. Noch immer wird über weitere Maßnahmen verhandelt.


Besucherzentrum der Meyer Werft startet Familienprogramm
In den Sommerferien lässt das Besucherzentrum der Meyer Werft in Papenburg zum ersten Mal ein Familienprogramm vom Stapel laufen. Hier sind die Ozeanriesen zum Greifen nah, und jeweils am Sonntag sind die Führungen auch inhaltlich speziell auf die Interessen der Kinder zugeschnitten. Eingekleidet in die Jacken der Werftarbeiter starten Kinder gemeinsam mit den Eltern ab 10.00 Uhr die Tour durch das Besucherzentrum der Werft, auf der aktuell der Neubau WORLD DREAM nahezu komplett fertiggestellt zu bestaunen ist.
Das Besucherzentrum der Meyer Werft wurde erst kürzlich vom Land Niedersachsen und Tourismus Marketing Niedersachsen mit dem Gütesiegel „Familienfreundlich” zertifiziert. Mit dem Ferienprogramm der Meyer Werft gibt es ein weiteres Angebot für Familien mit Kindern, dass sich ideal mit anderen Ausflugszielen in der längsten Fehnkolonie Deutschlands kombinieren lässt: mit Themenführungen auf den Spuren der Fledermäuse, Reisen in die Vergangenheit im Papenburger Freilichtmuseum „Von-Velen-Anlage” oder dem kostenfreien Besuch des Mehrgenerationen-Spielplatzes auf dem Gelände der Landesgartenschau.
Ebenfalls neu für Familien ist das Schatzsuchen am Papenburger Hauptkanal: Die Entdeckertour zur Schatzkiste des Kapitäns Jansen startet sogar täglich.
www.papenburg-marketing.de · Telefon 04961-839 60

 

DER FERIENKRIMI
DAS GEDÄCHTNIS DER INSEL
Rezension von Dieter Bromund

17419 Buder CDas Gedaechtnis der Insel 177139


Ja, es ist ein Krimi, nein, es ist keiner. Yann, Archäologe aus Paris, besucht die winzige bretonische Insel, auf der er aufwuchs. Anlass: der Tod seines Vaters, den man im Hafenwasser fand. Dreißig Jahre vor dem Vater kam dessen Frau, Yanns Mutter, bei einem gewaltigen Sturm ums Leben, den sie mit einer ungeeigneten Segelyacht abwettern wollte. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Für die Umstände, die zum Tod des Vaters führten, interessiert sich auf der Insel auch Gwenn, Yanns Jugendliebe, die Polizistin geworden ist. Ein neuer gewaltiger Sturm bedroht die Insel, auf der nun der Sohn und seine Jugendliebe herausfinden wollen, was zum Tode führte – damals und heute.
Ein Krimi also, der am atlantischen Rand von Europa spielt? Der Verfasser, Christian Buder, Jahrgang 1968, sieht sein Buch anders. Der gebürtige Memminger, der jetzt mit Frau und Tochter als freier Autor in Berlin lebt, hat Kriminalromane und ein Sachbuch veröffentlicht. Zu diesem Buch schreibt er: „Ich habe immer wieder beobachtet, wie Menschen die Liebe gerade dann als das Höchste empfinden, wenn die Liebenden dabei zugrunde gehen. Überleben die Liebenden, dann sind sie nicht mehr dieselben. Davon handelt mein Roman.” Ein ehrgeiziges Vorhaben also, ein klassisches Thema in einen Krimi zu packen.
„Ein Archäologe sucht Spuren und zieht daraus seine Schlüsse”, so Yann auf der Vogelinsel. „Und ein Ermittler sucht nach Lügen und versucht, daraus die Wahrheit zu rekonstruieren”, antwortet die Polizistin. Das geschieht auf 269 Seiten in atmosphärischer Dichte und in präziser Sprache.
„Auf der Insel lässt sich nichts verheimlichen.” Bürgermeister, Priester, die Wirtin, ihr Mann, ein Lehrer, ein Matrose, Gäste – eine überschaubare Schar von Bretonen auf einer überschaubaren Insel. Am Ende haben wir nach überraschenden Wendungen die Lösung und ein ungewöhnliches Buch gelesen. „Das Meer schäumte. Am Horizont türmten sich dunkle Wolken. Yann hatte Glück gehabt.”

Christian Buder
Das Gedächtnis der Insel
Erschienen im Karl Blessing Verlag, München, ISBN 978-3-89667-591-0, € 19,99


hr

17419 Koehlers 400 Die Unterelbe

Die Unterelbe – Lebensader, Land & Leute
Sie war einst der fischreichste Fluss des Landes, ist bei Kreuzfahrern überaus populär, speist einen der bedeutendsten Häfen Europas und sollte nach dem Willen der Handelsherren der Hansestadt weiter vertieft werden, nach Ansicht von Naturschützern an beiden Ufern just das nicht: Die Elbe zwischen Hamburg und der Nordsee gehört zu den schönsten Flussgebieten Deutschlands. Die Zahl der Bücher und Reiseführer über Städte und Land am Unterlauf ist folglich groß. Der von Eigel Wiese bei Koehlers Verlagsgesellschaft herausgegebene Band „Die Unterelbe – Lebensader, Land und Leute” hat ein einladendes Format (26 x 24 cm) und wird damit dem Fluss gerecht. Eigel Wiese ist gelernter Fotograf und „auf Schifffahrtsthemen spezialisiert”, schreibt der Verlag. So finden wir also atemberaubend schöne Fotos des Flusses, seiner Landschaften und Schiffe. Doch auch Wieses journalistische Ausbildung macht Appetit durch die Auswahl der Themen aus der Geschichte der Elbe und ihrer Orte. Er hat genügend Archive durchforstet und präsentiert Vergangenes mit überraschenden, bisher wenig gesehenen Aufnahmen. Ein Buch für Hamburgbesucher zu Lande und zu Wasser.

Erschienen in Koehlers Verlagsgesellschaft Hamburg, ISBN 978-37822-1261-8, € 24,95

Koehler-Mittler/Die Unterelbe

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