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17504 MVW 20170920 Crystal Mahler 3 Foto MVW

Lauren Barfield, Taufpatin der CRYSTAL MAHLER, löst den Mechanismus zum Zerschellen der Champagnerflasche an der Bordwand aus.
Foto: MV Werften, Wismar

MV Werften stellt Flusskreuzfahrtschiff CRYSTAL MAHLER fertig
Tom Wolber neuer CEO bei Crystal Cruises

Bei den zur Genting-Gruppe gehörenden MV Werften in Wismar wurde am vergangen Mittwoch (20. September) das zweite von vier Flusskreuzfahrtschiffen der so genannten Rhein-Klasse, die CRYSTAL MAHLER feierlich an Crystal River Cruises übergeben und anschließend getauft.
Wenige Wochen nach der baugleichen CRYSTAL BACH wurde damit das 6-Sterne-Flussschiff für die luxuriöseste Flusskreuzfahrtreederei der Welt an der Ausrüstungspier der Werft abgeliefert.
Wie auch sein Schwesterschiff wurde der 135 Meter lange und 11,40 Meter breite Flusskreuzer speziell für Flussreisen durch Europa konzipiert. Er erfüllt nach Reedereiangaben höchste Sicherheits- und Navigationsstandards, u. a. durch eine ununterbrochen besetzte, hochmoderne Kommandobrücke sowie Ruderpropeller für eine optimale Manövrierbarkeit. Das edle Design des 6-Sterne-Schiffes ist dem von Privatyachten angelehnt. Im Inneren überzeugt die CRYSTAL MAHLER durch lichtdurchflutete öffentliche Bereiche mit deckenhohen Glaswänden sowie durch geräumige Suiten mit Panorama-Schiebefenstern. Zudem befinden sich drei Gourmet-Restaurants, ein großzügiger Spa- und Fitnessbereich und ein Swimmingpool mit Glasdach an Bord.
Das Schiff bietet 110 Passagieren in 55 geräumigen Balkonsuiten Platz, die entlang des Rheins, des Mains und der Donau, u. a. durch Deutschland, die Niederlande, Österreich und Ungarn reisen werden. 68 Crewmitglieder garantieren den Gästen den prämierten Crystal-Cruises-Service.
„Mit der Übergabe der CRYSTAL MAHLER an Crystal River Cruises haben wir einen neuen Meilenstein erreicht: Die Hälfte der Flusskreuzer der Rhein-Klasse ist nun abgeliefert”, sagte Jarmo Laakso, CEO von MV Werften, während der Übergabe. „Ich danke allen Mitarbeitern und Projektpartnern herzlich für ihr Engagement und diese großartige Leistung, und ganz besonders unserem Gesellschafter für sein Vertrauen in uns.”
„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit den Experten von MV Werfen und danken ihnen für ihre Detailgenauigkeit bei diesen innovativen und stilvollen Schiffen, die die Vision von Crystal Cruises verkörpern. So können wir Reisenden eine unvergleichliche Erfahrung auf Europas Flüssen anbieten”, sagte der neue Präsident und CEO von Crystal, Tom Wolber.
Erst kürzlich gab die seit 2013 bei Crystal Cruises tätige Edie Rodriquez den Posten des CEO für viele überraschend ab und der Genting Konzern ernannte Tom Wolber zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Wolber kommt vom US-amerikanischen Disney-Konzern, bei dem er unter anderem zehn Jahre Senior Vice President Operations war. Dort war er etwa bei der Entwicklung der Marke in einen global agierenden Akteur beteiligt. In der Zeit fiel auch der Bau und die Ablieferung der beiden Meyer-Kreuzfahrtschiffe DISNEY DREAM und DISNEY FANTASY.
Mit der anschließenden Taufe setzte sich die feierliche Zeremonie auf der Werft fort. Taufpatin war Lauren Barfield, eine US-amerikanische Spielerin des amtierenden Deutschen Volleyballmeisters SSC Palmberg Schwerin. Die MV Werfen sind seit März 2017 Sponsor des Teams. Die Sportlerin wünschte „Allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel”, bevor die Champagnerflasche eindrucksvoll an der Bordwand zerbarst.
Im Auftragsbuch der Werftengruppe stehen nach der Ablieferung der CRYSTAL MAHLER weitere sieben Schiffe bis 2021: Die beiden Flusskreuzfahrtschiffe CRYSTAL DEBUSSY und die CRYSTAL RAVEL, die im nächsten Jahr abgeliefert werden. Weiterhin starten im Frühjahr 2018 die Fertigungsarbeiten an der ersten von drei „Endeavor”-Megayachten sowie dem ersten von zwei Schiffen der „Global”-Klasse – die nach Angaben der MV-Werften größten Kreuzfahrtschiffe, die jemals in Deutschland gebaut wurden. www.crystalcruises.com/river · Christian Eckardt

17504 Tysklandsfærgen Makinrum1 Foto MolslinjenMomentan noch im Rohbau: Die neue Fracht- und Passagierfähre der Reederei Molslinjen, die ab September 2018 ganzjährig auf der Route Sassnitz-Rønne verkehren wird. Foto: Molslinjen, Aarhus (DK)

Neue Bornholm-Fähre der Molslinjen nimmt Form an
Ab 1. September 2018 verkehrt Neubau zwischen Sassnitz und Rønne

Der Bau der neuen Fracht- und Passagierfähre der Reederei Molslinjen auf der finnischen Werft Rauma Marine Constructions schreitet weiter voran. Die noch namenlose RoPax-Fähre soll ab September 2018 auf der Route zwischen Sassnitz und Rønne eingesetzt werden und noch mehr deutsche Touristen auf die dänische Insel Bornholm bringen.
Während der Planungsphase wurde das Design des Neubaus mehrfach angepasst und vergrößert, dabei stieg die Passagierkapazität von anfänglich 400 auf 720 Passagiere an, bei 4.400 Tonnen Frachtkapazität und 1.500 Spurenmetern. Neben dem ganzjährigen Verkehr auf der Route Sassnitz-Rønne wird die neue Fähre auch auf der Route zwischen Rønne und dem dänischen Køge verkehren.
„Die Tourismusorganisation Destination Bornholm und wir sind uns einig, dass der deutsche Markt ein großes Potenzial bietet – auch außerhalb der Hauptsaison. Unser Ziel ist es, dass sich deutlich mehr deutsche Urlauber für Bornholm entscheiden, wenn sie sehen, wie günstig und bequem die Anreise ist”, so Carsten Jensen, Geschäftsführer der Reederei Molslinjen.
„Die Schiffbauer sind weiterhin mit dem Rohbau beschäftigt, doch unsere Visualisierungen des Innenraums zeigen schon heute, dass wir Bornholm mit einer – wie wir finden – schönen und modernen neuen Fähre anfahren”, so Jensen weiter.
Die finnische Werft liegt sehr gut im Zeitplan. Die Auslieferung der neuen 158 Meter langen und 24,5 Meter breiten Fähre ist für den Juni 2018 geplant. Nach Testfahrten und eventuellen Anpassungen gehen die ersten Passagiere am 1. September 2018 an Bord. Das Fährschiff verfügt über zwei Wärtsilä-Hauptmotoren vom Typ W8V31 mit einer Leistung von jeweils 4.880 kW, die Reisegeschwindigkeit wird 18 Knoten betragen. Somit wird die Überfahrtszeit von Sassnitz nach Rønne nur 3 Stunden und 20 Minuten betragen.
Zum 1. September 2018 übernimmt die dänische Reederei Molslinjen unter dem neuen Namen Bornholmslinjen von dem bisherigen langjährigen Lizenznehmer Faergen, als Resultat einer öffentlichen Ausschreibung den Fährverkehr auf den drei Bornholmrouten Sassnitz-Rønne, Ystad-Rønne und Køge-Rønne. Ausschlaggebend für die Vergabe an Molslinjen war seinerzeit auch, dass die Reederei Preissenkungen im Durchschnitt von über 50 % versprochen hatte.
Aktuell verfügt Molslinjen über vier moderne Katamaran-Schnellfähren im Kattegat: Die Schnellfähren MAX MOLS und die drei Fähren EXPRESS 1, EXPRESS 2 und EXPRESS 3, die zu den größten Katamaranen weltweit zählen. Diese können je Überfahrt bis zu 1.000 Passagiere, 417 PKW und 60 Motorräder inklusive beladene Wohnwagen, Busse und bis zu 30 LKW aufnehmen. Jährlich befördert Molslinjen auf den beiden innerdänischen Kattegat-Routen Odden-Aarhus und Odden-Ebeltoft mehr als 1,3 Millionen Pkw-Einheiten und knapp 2,8 Millionen Passagiere. Christian Eckardt

17504 Polar Pioneer 2 18092017 Bremerhaven C EckardtDas Expeditions-Kreuzfahrtschiff POLAR PIONEER legte einen Zwischenstopp an der Pier der Bremerhavener Lloyd Werft für notwendige Ausrüstungsarbeiten ein. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Russisches Expeditions-Kreuzfahrtschiff POLAR PIONEER legt erneut Zwischenstopp in Bremerhaven ein

Auf dem Weg zurück aus der Arktis in die Antarktis legte das 1983 in Finnland als eisverstärktes Forschungsschiff erbaute Expeditions-Kreuzfahrtschiff POLAR PIONEER erneut einen Zwischenstopp an der Pier der Bremerhavener Lloyd Werft für notwendige Ausrüstungsarbeiten ein. Anschließend nahm das für bis zu 56 Gäste ausgelegte Schiff von der Unterweser Kurs in Richtung Ärmelkanal. Um den 15. Oktober soll die POLAR PIONEER in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires eintreffen. Später starten dann die meist 14- bis 20-tägigen Expeditionsreisen in der chilenischen Hafenstadt Punta Arenas (Chile) oder in Ushuaia (Argentinien) in Richtung Kap Hoorn und Antarktis für den australischen Veranstalter Aurora Expeditions mit überwiegend amerikanischen Gästen.
Die als AKADEMIK SHOKALSKIY von der Valmet Werft in Turku mit der Baunummer 342 abgelieferte heutige POLAR PIONEER gehört zu einer Serie von insgesamt zehn baugleichen russischen Forschungsschiffen der so genannten Akademik Shuleykin-Klasse, von denen heute noch einige für Forschungsfahrten eingesetzt werden. Zunächst kam die AKADEMIK SHOKALSKIY nach der Ablieferung in der damaligen Sowjetunion in der Meeresforschung zum Einsatz, bis es im Jahr 2001 in St. Petersburg zum Kreuzfahrtschiff umgebaut wurde. Auch das 1984 erbaute Schwesterschiff PROFESSOR KHROMOV verkehrt nach einem Umbau als Expeditionskreuzfahrtschiff SPIRIT OF ENDERBY in Regionen im Fernen Osten Russlands mit überwiegend neuseeländischen und australischen Gästen.
Die 71,6 Meter lange und 12,8 Meter breite POLAR PIONEER verfügt auf drei Passagierdecks über 28 Außenkabinen mit unterschiedlicher Ausstattung sowie einem Speisesaal, Bar, Bibliothek und Sauna. Die Vorzüge dieses von einer 23-köpfigen russischen Crew geführten Schiffes liegen nach Reedereiangaben in der geringen Größe des Schiffes und der sehr guten Manövriereigenschaften. Die 28 Kabinen sind einfach ausgestattet und unterteilen sich in Doppel- und Dreier-Kabinen mit zwei unteren Betten oder Kajütenbetten, Tisch sowie WC/Dusche im Gang oder in Doppelkabinen mit eigenem Bad. Mini-Suiten haben zusätzlich einen Wohnbereich und einen TV, die Suiten sind noch ein bisschen geräumiger. Christian Eckardt

17504 World Dream 7 17092017 C EckardtZwei Schlepper der Reederei Bugsier und URAG an Bug und Heck die WORLD DREAM manövrierten das Schiff sicher über die schmale Ems.
Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Erfolgreiche Emspassage des Kreuzfahrtschiffes WORLD DREAM

Mindestens zweimal jährlich pilgern hunderte von Schaulustigen aus der gesamten norddeutschen Region in Richtung Ems, um eine Überführung eines riesigen Kreuzfahrtschiffes der Meyer Werft auf der schmalen Ems zu verfolgen. An diesen Tagen müssen sich die dort grasenden Schafe den Deich mit den unzähligen Besuchern teilen. So wie jetzt am Sonntag (17. September), als das 335 Meter lange neue Kreuzfahrtschiff WORLD DREAM mit der Baunummer 712 bei strahlendem Sonnenschein bereits am frühen Morgen den Werfthafen in Richtung Nordsee verlies. An der Meyer Werft und den angrenzenden Deichen säumten sich zig Schaulustige. Die Passage der WORLD DREAM über die Ems erfolgte mit Unterstützung des Emssperrwerkes, wobei die Dauer der Passage möglichst kurz gehalten wird.
Wie schon in den vergangen Jahren mehrfach erfolgreich durchgeführt, legte auch die WORLD DREAM die Emsfahrt in Richtung Nordsee rückwärts zurück. Zwei Schlepper der Reederei Bugsier und URAG an Bug und Heck des Schiffes manövrierten das Schiff sicher über die schmale Ems. Die Überführung des mit 151.300 BRZ vermessenen Kreuzfahrtschiffes erfolgte vom Team der Lotsenbrüderschaft Emden, die auch in den Vorjahren die Schiffe der Meyer Werft überführt haben. Das gesamte Überführungsteam trainierte dieses Manöver am computergesteuerten Simulator in Wageningen (Niederlande), um so noch besser vorbereitet zu sein.
Vor der Ankunft am frühen Abend in Eemshaven wir das Schiff aber noch einen Krängungstest durchlaufen und es werden erste Einstellungen an dem Schiff vorgenommen. Nach einer ersten kurzen Liegezeit in Eemshaven wird die WORLD DREAM dann die technische und nautische Probefahrt in der Nordsee absolvieren. Nach der Erprobung wird das Schiff, nach dem Kundenwunsch, wieder in Eemshaven für die notwendige Ausrüstung festmachen. Die offizielle Übergabe ist für Ende Oktober in Bremerhaven aufgrund der dortigen Freihafensituation vorgesehen.
Bei der WORLD DREAM, die dem Design und Konzeption der so genannten Breakaway-Klasse der amerikanischen Norwegian Cruise Line entspricht, handelt es sich um ein baugleiches Schwesterschiff der bereits im letzten Jahr von der Meyer Werft gelieferten GENTING DREAM für die Reederei Dream Cruises, die speziell auf die Bedürfnisse des chinesischen Kreuzfahrtmarktes konzipiert wurden. So gibt es an Bord für die maximal 3.348 Passagiere insgesamt 35 Restaurants und Bars und auch eine um das gesamte Schiff laufende 610 Meter lange Promenade, dem Boardwalk. Neben verschiedenen Wellnes- und Spabereichen, einem Theater mit 1000 Sitzplätzen, einer Poollandschaft mit sechs Wasserrutschen, Minigolfanlage und einer Kletterwand wird auch die WORLD DREAM wieder zwei kleine U-Boote mitführen, in denen jeweils bis zu vier Passagiere bis zu 200 Meter tief abtauchen können. Einzig auf den Einbau des MRT (Magnetresonanztomograph) (MRT) für den Gesundheitscheck an Bord, das auf der GENTING DREAM aufwendig eingebaut wurde, hat man bei diesem Schiff verzichtet, wie Werftsprecher Peter Hackmann auf Anfrage mitteilte.
Dream Cruises gehört wie die Reederei Star Cruises zum Genting-Konzern, für den die Meyer Werft bereit vor knapp 20 Jahren zwei Kreuzfahrtschiffe produziert hat. Weitere Neubauten wird die Meyer Werft vermutlich in den folgenden Jahren für den Genting-Konzern nicht mehr bauen, da Genting im vergangenem Jahr die drei MV-Werften in Wismar, Rostock und Stralsund erworben hat und dort nun für die eigenen Marken große Kreuzfahrtschiffe selbst produziert. Christian Eckardt

17504 Costa LNG Seitenaussenansicht Namenszug Foto CostaDie Indienststellung des neuen Flaggschiffes der italienischen Traditionsreederei, der COSTA SMERALDA ist für Oktober 2019 geplant.
Animation: Costa Crociere, Genua

 

Baubeginn des neuen Costa LNG-Schiffes COSTA SMERALDA bei Meyer Turku

Costa Crociere feierte jetzt auf der Meyer Werft im finnischen Turku den Stahlschnitt für das erste von zwei Kreuzfahrtschiffen, die mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden können. LNG ist derzeit der weltweit sauberste fossile Brennstoff. Die Indienststellung des neuen Flaggschiffes der italienischen Traditionsreederei, der COSTA SMERALDA ist für Oktober 2019 geplant. Dabei ist der Schiffsname eine Reminiszenz an die Smaragdküste Sardiniens (Italienisch: Costa Smeralda), die als eine der schönsten Destinationen Italiens gilt.
Die COSTA SMERALDA ist damit das erste LNG-Kreuzfahrtschiff, das Reisen für Gäste aus verschiedenen europäischen Ländern, wie Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien oder der Schweiz anbietet.
Wie Costa jetzt mitteilte, ist die COSTA SMERALDA Teil des strategischen Plans der amerikanischen Kreuzfahrtgesellschaft Carnival Corporation & plc zum Bau von insgesamt sieben Kreuzfahrtschiffen der nächsten LNG-Generation für vier der zehn Kreuzfahrtmarken des weltweit größten Freizeit- und Reisekonzerns mit einer Flotte von insgesamt 103 Schiffen. Mit der AIDAnova geht bereits das erste der sieben LNG-Schiffe im Herbst 2018 auf Jungfernfahrt. Der Buchungsstart für die ersten Reisen der COSTA SMERALDA im Mittelmeer ist Anfang des kommenden Jahres (2018) geplant.
Mit mehr als 180.000 Gross-Tonnage (GT) und 2.600 Kabinen bietet die COSTA SMERALDA Platz für rund 6.600 Gäste. Die Lieferung eines baugleichen Schwesterschiffes ist für 2021 geplant.
Die beiden neuen Costa Schiffe können, dank des Einsatzes von vier Dual-Fuel Motoren, sowohl im Hafen als auch auf offener See mit dem derzeit umweltfreundlichsten und emissionsärmsten fossilen Treibstoff LNG betrieben werden. Das LNG an Bord wird in Spezialtanks gelagert und kann 100 Prozent der für den Schiffs- und Hotelbetrieb benötigten Energie liefern. Durch die Nutzung von LNG werden die Emissionen von Feinstaub und Schwefeloxiden nahezu vollständig vermieden, der Ausstoß von Stickoxiden und die CO2-Emissionen verringern sich nachhaltig. Wie im vergangenen Jahr bereits angekündigt, übernimmt Shell Western LNG B.V. (Shell) die Versorgung mit dem Flüssig-Erdgas.
Der Bau der beiden Costa-LNG-Schiffe sind genau wie die Konstruktion der beiden Schiffe für AIDA Cruises, Teil eines Vertrags in Milliardenhöhe mit den Meyer Werften in Turku (Finnland) und Papenburg (Deutschland). Der Vertrag mit Meyer ist das Ergebnis einer kürzlich kommunizierten größeren Vereinbarung zwischen der Carnival Corporation & plc, dem Mutterkonzern der Costa Gruppe, und den führenden Schiffsbauern der Meyer Werft, Meyer Turku und Fincantieri S.p.A. über den Bau von neun neuen Schiffen zwischen 2019 und 2022. www.costa-kreuzfahrten.de · Christian Eckardt

17504 World Dream D0A9475 Foto Meyer WerftDie Passage der WORLD DREAM über die Ems wird mit Unterstützung des Emssperrwerkes erfolgen. Foto: Meyer Werft, Papenburg

Für Sonntag ist die Emspassage der WORLD DREAM geplant

Der jüngste Neubau der Papenburger Meyer Werft, die WORLD DREAM wird voraussichtlich an diesem Sonntag, 17. September 2017 den Werfthafen in Papenburg verlassen und die Emsüberführung Richtung Nordsee antreten. Die Ankunft im niederländischen Eemshaven (NL) ist nach den derzeitigen Planungen für Montag, den 18. September 2017 vorgesehen. Vor der Ankunft in Eemshaven wird das Schiff aber noch einen Krängungstest durchlaufen und es werden erste Einstellungen vorgenommen.
Nach einer ersten kurzen Liegezeit in Eemshaven wird die WORLD DREAM die technische und nautische Probefahrt auf der Nordsee absolvieren. Nach der Erprobung wird das Schiff wieder in Eemshaven für die notwendige Ausrüstung festmachen. Die offizielle Übergabe des Schiffes ist für Ende Oktober in Bremerhaven vorgesehen.
Die Passage der WORLD DREAM über die Ems wird mit Unterstützung des Emssperrwerkes erfolgen. Die Dauer der Passage wird möglichst kurzgehalten. Weitere Informationen zur Funktion und zum Betrieb des Sperrwerkes gibt es unter: www.nlwkn.niedersachsen.de

Für die Überführung hat die Meyer Werft folgenden vorläufigen Zeitplan veröffentlicht, der sich entsprechend der Wetterbedingungen kurzfristig verschieben kann. Schaulustige sollten sich somit kurzfristig auf der homepage der Meyer Werft über mögliche zeitliche Änderungen der Überführung informieren. Über die Webcam der Werft kann man auch wieder bequem von zuhause aus das Ablegen des Schiffes von der Werftpier und das Passieren der Dockschleuse verfolgen:

Sonntag, 17. September 2017
1. 10:00 Uhr Passieren der Dockschleuse (Papenburg)
2. 16:00 Uhr Passieren der Friesen-Brücke (Weener)
3. 18:15 Uhr Passieren der Jann-Berghaus-Brücke (Leer)
4. 22:00 Uhr Ankunft Emssperrwerk (Gandersum)
5. 23:15 Uhr Passieren Emssperrwerk

Montag, 18. September 2017
1. 01:00 Uhr Passieren Emden
2. 06:30 Uhr Passieren Mole Eemshaven, um etwa 18:00 Uhr Hafen Eemshaven

Die Meyer Werft weist vorsorglich darauf hin, dass dieser Plan vorbehaltlich der entsprechenden Wind- und Wetterbedingungen sowie der Wasserstände gilt, Zeitverschiebungen sind jederzeit möglich.

Die Überführung des mit 151.300 BRZ vermessenen Kreuzfahrtschiffes wird erneut vom Team der Lotsenbrüderschaft Emden durchgeführt. Die Emslotsen haben auch in den Vorjahren die Schiffe der Meyer Werft überführt. Das gesamte Überführungsteam trainierte dieses Manöver am computergesteuerten Simulator in Wageningen (Niederlande), um so noch besser vorbereitet zu sein.
Auch die WORLD DREAM wird die Emsfahrt in Richtung Nordsee rückwärts zurücklegen. Diese Art der Überführung hat sich aufgrund der besseren Manövrierfähigkeit bewährt. Die Überführung bewältigt das Schiff mit Unterstützung zweier Schlepper. www.meyerwerft.de · Christian Eckardt

17504 Ocean Majesty 1 31082016 C EckardtAus Sicherheitsgründen wurde die 12-tägige Reise von Bremerhaven in den „Charmanten Süden Englands”der OCEAN MAJESTY geändert. 
Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Sturmtief wirbelt Fahrplan für Kreuzfahrtschiff OCEAN MAJESTY durcheinander

Das aufziehende Sturmtief „Sebastian” sorgte am Wochenanfang für einen Fahrplanwechsel bei dem kleinen Kreuzfahrtenschiff OCEAN MAJESTY des Reiseveranstalters Hansa Touristik. Aus Sicherheitsgründen blieb das Schiff einen Tag länger an der Columbuskaje in Bremerhaven liegen. Erst am Dienstagmittag (12.09.) verlies das nur 135 Meter lange Kreuzfahrtschiff mit maximal 500 Gästen das Kreuzfahrtterminal in Richtung Westen. Aber statt die Isle of Scilly im Süden Englands anzusteuern, steht zunächst der niederländische Hafen Eemshaven als sicherer Hafen auf der Reiseroute. Dort verbrachte das Schiff aus Sicherheitsgründen zunächst die Nacht, da das aufziehende Sturmtief „Sebastian” genau die Reiseroute der OCEAN MAJESTY tangierte. Aus Sicherheitsgründen für die Gäste und die Schiffscrew wurde somit die 12-tägige Reise von Bremerhaven in den „Charmanten Süden Englands”, so der Titel der aktuellen Reise, geändert.
Der Deutsche Wetterdienst hat für die norddeutsche Küstenregion eine Orkanwarnung herausgegeben. Wörtlich heißt es: „Es kommt verbreitet zu orkanartigen Böen um 110 km/h aus Südwest bis West. In Schauernähe muss mit Orkanböen zwischen 120 und 140 km/h gerechnet werden. Zudem treten einzelne Gewitter auf, die ebenfalls mit Orkanböen begleitet sein können.”
Die Schiffsführung wird nach den weiteren Vorhersagen der Wetterdienste und örtlichen Behörden über den weiteren Routenverlauf dieser Kreuzfahrt entscheiden, auf der auch Bristol und London auf dem Programm stehen. Die Kreuzfahrt wird dann am 22. September wieder am Columbus Cruise Center in Bremerhaven enden.
Die der Majesty International Cruises gehörende OCEAN MAJESTY verkehrt unter portugiesischer Flagge und fährt nur in den Sommermonaten für Hansa Touristik, in den vergangen Jahren wurde sie in den Wintermonaten in griechischen Gewässern aufgelegt.
Bei dem kleinen Kreuzfahrtschiff mit dem doch recht eigenwilligen Aussehen handelt es sich um das ehemalige spanische Fährschiff JUAN MARCH, das von der spanischen Werft Union Naval de Levante S.A. in Valencia für den Fährdienst zu den Balearischen Inseln im Jahr 1966 abgeliefert wurde. Im Jahr 1989 erfolgte ein Komplettumbau zum Kreuzfahrtschiff und seit 2013 verkehrt das Kreuzfahrtschiff für Hansa Touristik, meist im Nordland und Baltikum sowie im Mittelmeerraum.
www.hansatouristik.de · Christian Eckardt

17504 World Odyssey 1 0692017 C EckardtAm Samstag (9.9.) verlies die WORLD ODYSSEY – ex DEUTSCHLAND – Bremerhaven mit den ersten Studenten auf eine halbe, ostgehende Weltreise,
die im Dezember nach 106 Tagen durch vier Kontinente und 11 Länder in San Diego Kalifornien endet.
Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Kreuzfahrtschiff DEUTSCHLAND für ein halbes Jahr wieder als
schwimmende Universität unterwegs

Das einstige TV-Fernseh-Kreuzfahrtschiff DEUTSCHLAND hat am vergangen Mittwoch (6.9.) an der Bremerhavener Columbuskaje die diesjährige Kreuzfahrtsaison nach elf erfolgreichen Kreuzfahrten in Nord- und Ostsee für Phoenix Reisen beendet. Erst im nächsten Frühjahr übernimmt der Bonner Kreuzfahrtveranstalter das beliebte Kreuzfahrtschiff wieder planmäßig und sticht am 21.04.2018 von Bremerhaven in Richtung Azoren und Kanaren in See. Seit dem letzten Jahr fährt die 175 Meter lange DEUTSCHLAND für zunächst fünf Jahre in den Sommermonaten für Phoenix.
In den nächsten Monaten dient das Kreuzfahrtschiff wieder als schwimmende Universität. Unter dem Namen WORLD ODYSSEY betreibt die amerikanische Organisation „Semester at Sea” der Universität von Virginia das Schiff seit nunmehr zwei Jahren und bietet darauf Bildungsreisen an. Damit ist das Kreuzfahrtschiff das sechste Schiff in der über 50-jährigen Geschichte von Semester at Sea. Durch den Betreiberwechsel im Sommer und im Winter werden somit zweimal pro Jahr unter anderem auch die Namensschriftzüge auf dem Schiff, aber auch an den Rettungsbooten geändert. Dies erfolgte nun in den vergangen Tagen an der Bremerhavener Columbuskaje. Am Samstag (9.9.) verlies das 1998 von den Kieler Howaldswerken-Deutsche Werft AG abgelieferte Schiff mit neuem Schriftzug WORLD ODYSSEY von der Unterweser mit den ersten Studenten auf eine halbe, ostgehende Weltreise, die im Dezember nach 106 Tagen Seereise durch vier Kontinente und 11 Länder in San Diego Kalifornien endet.
Der Charterwechsel in Bremerhaven hat einen großen Vorteil für Phoenix, da Teile der Ausrüstung und der Besatzung hier an Bord der anderen Phoenix-Schiffe ALBATROS, AMADEA und ARTANIA gehen konnten, die sich am vergangen Donnerstag zum alljährlichen „Familientreffen” am Columbus Cruise Center festmachten. Für Teile des Inventars der DEUTSCHLAND, das sich im Eigentum von Phoenix befindet, wurde zudem am Terminal ein großes Lager angemietet, in dem die Sachen für die Wintermonate eingelagert werden. Christian Eckardt

17504 CARNIVAL KEELLAYING CEROMONY Foto Meyer WerftV.l.n.r: Felix Eichhorn, President AIDA Cruises, Arnold Donald, President and CEO Carnival Corporation & plc, gemeinsam mit Bernard Meyer, Geschäftsführer der Meyer Werft, Michael Thamm, CEO Costa Group und Carnival Asia, David Dingle, Chairman Carnival UK (P&O Cruises UK),
Neil Palomba, President Costa Cruises.
Fotos: Meyer Werft, Papenburg

Kiellegung der AIDAnova bei der Meyer Werft

Mit der Kiellegung der AIDAnova gab die Carnival Corporation am 6. September gleichzeitig den Startschuss für den Bau von insgesamt sieben Kreuzfahrtschiffen, die vollständig mit emissionsarmem Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden können.
Der erste Block der AIDAnova, dem weltweit ersten Kreuzfahrtschiff, das sowohl auf See als auch im Hafenbetrieb mit emissionsarmem Flüssigerdgas betrieben werden kann, wurde auf der Meyer Werft in Papenburg auf Kiel gelegt. Den traditionellen Glückscent unter den ersten von insgesamt 90 Blöcken legten die beiden Auszubildenden Louisa Tröbner (AIDA Cruises) und Martin de Boer (Meyer Werft) im Beisein von AIDA Präsident Felix Eichhorn, Bernard Meyer und Tim Meyer, Geschäftsführer der Meyer Werft.
AIDA Präsident Felix Eichhorn erklärte hierzu: „Eine der zentralen Aufgaben, denen sich AIDA Cruises stellt, ist, Kreuzfahrten nachhaltig zu gestalten. Mit der AIDAnova und ihrem Schwesterschiff leisten wir erneut Pionierarbeit und setzen diesen Kurs konsequent fort. Dank des wegweisenden Konzeptes ‚Green Cruising’ wird die vollständige Nutzung von LNG in der Kreuzschifffahrt bereits 2018 Realität.”
„Wir sind AIDA Cruises und der Carnival Corporation sehr dankbar für ihr Vertrauen und ihre wegweisende Entscheidung, die LNG-Technik an Bord umzusetzen. Nun wird die entsprechende Infrastruktur in zahlreichen Häfen aufgebaut. Carnival hat damit eine Entscheidung zugunsten der Umwelt getroffen, die für die Kreuzfahrt sehr wichtig ist”, so Bernard Meyer, Geschäftsführer der Meyer Werft.
Carnival Corporation & plc gab am 6. September 2017 mit der Kiellegung von der AIDAnova gleichzeitig im Rahmen der Seatrade Europe in Hamburg den offiziellen Startschuss für den Bau von insgesamt sieben Kreuzfahrtschiffen der nächsten LNG-Generation für vier der zehn Kreuzfahrtmarken des weltweit größten Freizeit- und Reisekonzerns.
Mit einem symbolischen „Volle Fahrt voraus!” läutete Arnold Donald, President and CEO Carnival Corporation & plc, gemeinsam mit Bernard Meyer, Geschäftsführer der Meyer Werft, Michael Thamm, CEO Costa Group und Carnival Asia, David Dingle, Chairman Carnival UK (P&O Cruises UK), Neil Palomba, President Costa Cruises, und Felix Eichhorn, President AIDA Cruises eine neue Ära in der kommerziellen Nutzung von emissionsarmem Flüssigerdgas in der Schifffahrt ein. Die sieben LNG-Schiffe für die Kreuzfahrtmarken Carnival Cruise Lines, Costa Cruises, Carnival UK und AIDA Cruises werden von den Meyer Werften in Papenburg (Deutschland) und Turku (Finnland) gebaut und zwischen 2018 und 2022 in Dienst gestellt.
Die AIDAnova ist das erste Kreuzfahrtschiff weltweit, das ab Herbst 2018 – dank des Einsatzes von vier Dual-Fuel-Motoren – sowohl im Hafen als auch auf See mit dem derzeit umweltfreundlichsten und emissionsärmsten fossilen Treibstoff betrieben werden kann.
AIDA Cruises wird mit der AIDAnova in der Premierensaison ab Dezember 2018 Reisen rund um die Kanaren anbieten. Die Indienststellung des baugleichen Schwesterschiffes mit einer Größe von mehr als 180.000 Gross-Tonnage (GT) und rund 2.600 Kabinen ist im Frühjahr 2021 geplant. Durch die Nutzung von LNG werden die Emissionen von Feinstaub und Schwefeloxiden nahezu vollständig vermieden, der Ausstoß von Stickoxiden und die CO2-Emissionen verringern sich nachhaltig.
Bereits heute können die Schwesterschiffe AIDAprima und AIDAperla – dank ihres Dual-Fuel-Motors – als weltweit erste Kreuzfahrtschiffe während der gesamten Hafenliegezeit ihre Energie emissionsarm aus LNG produzieren. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Luftqualität, denn 40 Prozent seiner Betriebszeit verbringt ein Kreuzfahrtschiff durchschnittlich im Hafen. Voraussetzung ist die Verfügbarkeit von LNG im jeweiligen Hafen. In Hamburg, Rotterdam, Le Havre, Southampton und Zeebrügge kann AIDAprima während der Liegezeiten bereits mit LNG betrieben werden. Gemeinsam mit seinen Partnern arbeitet AIDA Cruises daran, die Technologie auch in weiteren Häfen in Europa verfügbar zu machen. www.aida.de · Christian Eckardt

17504 Kiellegung AIDAnova Foto Meyer Werft PapenburgDer erste Stahlblock für AIDAnova wiegt etwa 120 Tonnen, ist cirka 5 Meter breit, 8,20 Meter hoch und 21 Meter lang. Hier wird er vom Kran ins
Baudock der Meyer Werft gehoben.

17504 Mein Schiff 4 1 19062017 C EckardtAm Abend des 31. August verabschiedete sich das Wohlfühlschiff MEIN SCHIFF 4 von TUI Cruises ausgebucht in Richtung Kanarische Inseln.
Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven weiterhin auf Expansionskurs
Team vom CCCB erhält Zertifizierungsurkunde „Servicequalität”
Pläne für eine Kaje liegen auf dem Tisch

Letztmalig in diesem Jahr legte in der vergangenen Woche das Kreuzfahrtschiff MEIN SCHIFF 4 mit über 2.700 Gästen zum zehnten und letzten Mal in diesem Jahr am Bremerhavener Kreuzfahrtterminal an. Am Abend des 31. August verabschiedete sich das Wohlfühlschiff von TUI Cruises ausgebucht in Richtung Kanarische Inseln. Doch im nächsten Frühjahr kommt die MEIN SCHIFF 4 wieder zurück nach Bremerhaven und bringt auch die Schwesterschiffe MEIN SCHIFF 3 und MEIN SCHIFF 5 mit an die Weser, da TUI Cruises im nächsten Jahr noch stärker auf das Columbus Cruise Center in Bremerhaven (CCCB) setzt. 22 Abfahrten sind an der Unterweser geplant, darunter befindet sich dann auch der derzeit bei Meyer Turku im Bau befindliche Neubau MEIN SCHIFF 1. Insgesamt rechnet man mit rund 200.000 Kreuzfahrtgästen in Bremerhaven, davon allein die Hälfte stammen von TUI Cruises, wobei das in Hamburg ansässige Unternehmen schon mehrfach die gute Lage des Terminals mit der guten Ausstattung und Kapazität gelobt hat.
Für die zusätzlichen Kreuzfahrtgäste hat das Cruiseterminal in diesem Jahr zusätzlichen Parkraum geschaffen. Aber auch Bremerhaven Bus hat expandiert. Bei jedem Anlauf von TUI Cruises setzt das örtliche Busunternehmen bis zu 10 Linienbusse zwischen Bahnhof und Terminal ein. Zusätzlich wurden sechs Gepäckanhänger angeschafft, um die Koffer der Reisenden direkt schon am Bahnhof einzuladen. Diese sehen die Gäste dann erst wieder an Bord, direkt vor der Kabinentür.
Auch das Serviceangebot beim Columbus Cruise Center (CCCB) wurde erweitert, so nehmen Hostessen Passagiere und Gepäck bereits am Bremer Flughafen in Empfang. Für diesen und die weiteren Dienstleitungen hat das Team vom Columbus Cruise Center Bremerhaven kürzlich vom Bremer Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen die Zertifizierungsurkunde für die Auszeichnung durch „Servicequalität Deutschland” erhalten.
„Servicequalität Deutschland” ist das führende deutsche Qualitätssiegel für Dienstleistungen in der Touristik. Das CCCB ist damit das erste derart zertifizierte Kreuzfahrt-Terminal Deutschlands. Malaike Schlereth, die CCCB Qualitätsbeauftragte, hat die Zertifizierung geleitet. Durch dieses Siegel möchte das CCCB zum einen den Reedereien für die Kreuzfahrtpassagiere eine professionelle und qualitativ hochwertige Dienstleistung für ihren Start in den Urlaub zukommen lassen. Dafür wird das Bewusstsein der Terminal-Mitarbeiter durch die laufenden Zertifizierungsmaßnahmen und anschließenden Qualitätsüberprüfungen ganz wesentlich gestärkt. Andererseits gewährleistet die Zertifizierung auch eine dauerhafte und gleichbleibende Dienstleistungsqualität für die Passagiere.
„Wir werden uns alle weiter für unsere Passagiere ins Zeug legen”, erklärte jetzt Terminalchef Veit Hürdler und rechnet schon jetzt für das nächste Jahr mit rund 230.000 Passagieren, die in Bremerhaven an Bord eines Kreuzfahrtschiffes gehen werden. Zum einem, da TUI Cruises seine Abfahrten ab Bremerhaven fast verdoppelt. Weiterhin wird auch die italienische Reederei Costa Kreuzfahrten im nächsten Jahr mit der dann eingesetzten COSTA MEDITERRANEA häufiger in Bremerhaven anlegen als noch in diesem Jahr mit der COSTA MAGICA. Auch langfristig wird mit steigenden Gästezahlen beim CCCB gerechnet, wobei Details zur Saison 2019 erst im Winter bekanntgegeben werden.
Aber auch an der Hardware soll sich langfristig in Bremerhaven etwas ändern, da der Hafenbetreiber bremenports das Kreuzfahrtterminal fit für die Zukunft machen möchte. So soll für geschätzte 100 Millionen Euro eine neue Kaje gerammt werden, die rund 25 Meter vor der alten Kaje liegen wird. Zudem soll das alte und größtenteils leerstehende Terminalgebäude am Südende abgerissen werden, um Platz für einen Neubau, den so genannten Cruise Tower zu schaffen, der Park- und Büroetagen enthalten wird. Der acht bis zehn Etagen hohe Cruise Tower soll dabei der neue Eingangsbereich zum Kreuzfahrtterminal werden. Über den Parkdecks sollen in dem neuen Tower mehrere Büroetagen für hafennahe Unternehmen und Behörden angesiedelt werden – auch schon heute hat der Hafenkapitän seinen Amtssitz im alten Columbusbahnhof, in den Räumlichkeiten des ehemaligen Restaurants.
Am wichtigsten ist aber derzeit die Erneuerung der zum Teil über 90 Jahre alten und 800 Meter langen Kaje, wobei allein hierfür rund 75 Millionen Euro an Kosten von bremenports geschätzt werden. Die neue Kaje soll in einem Abstand von 20 bis 25 Metern Abstand zur alten Kaje direkt in die Weser gerammt werden. „Der Abstand ist notwendig, um die Standsicherheit der alten Kaje nicht zu gefährden”, erklärte jetzt bremenports-Chef Robert Howe.
Dabei soll die Kaje in mehreren Abschnitten erneuert werden, um den laufenden Kreuzfahrtbetrieb nicht zu behindern. Starten soll die Maßnahme dann im nördlichen Bereich der Columbuskaje, beim alten England-Fähranleger, da dieser Kajenbereich schon jetzt sehr marode ist. Erst kürzlich musste dort die Kaje nach einem Wassereinbruch notdürftig repariert werden. Die neuen Konzepte von bremenports für die Sanierung der alten Columbuskaje stehen, so dass jetzt die politischen Grundsatzbeschlüsse auf bremischer Seite eingeholt werden müssen. Nach der Bewilligung notwendiger Planungsmittel könnte bremenports mit der Detailplanung beginnen, für die rund zwei Jahre geschätzt werden.

17504 MVW Fertigmodule WismarMVW Fertigmodule GmbH Fertigungshallen und Bürogebäude in Wismar. Fotos: © MV WERFTEN, Wismar

MV WERFTEN nimmt Produktion der Kabinenfertigung auf

Der Auftakt der Kabinenproduktion wurde am 1. September feierlich bei den MV WERFTEN Fertigmodule GmbH, Wismar, mit der ersten Referenzkabine begonnen. Dort werden nun komplett vorausgerüstete Passagier- und Crewkabinen für die Schiffe der „Global” und „Endeavor Class” produziert, die ersten werden bereits im Frühjahr 2018 ausgeliefert. Der feierlichen Zeremonie zum Fertigungsstart wohnten u. a. Genting Hong Kong Group President Colin Au, Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe und zahlreiche Vertreter von MV WERFTEN bei.
„Es geht los: Heute starten wir mit der Fertigung von Referenzkabinen und den Mitarbeitertrainings in den Produktionsprozessen an der Flowline”, berichtet Volker Asmus, Geschäftsführer der MV WERFTEN Fertigmodule GmbH. „Nach der Trainingsphase liefern wir im März die ersten Kabinen an MV WERFTEN – Crewkabinen für die ENDEAVOR-Expeditionsyacht.”
MV WERFTEN Fertigmodule wird modernste Passagierkabinen, -suiten und Crewkabinen für die Kreuzfahrtschiffe der Global Class herstellen, insgesamt rund 3.400 Kabinen pro Schiff. Auch Crewkabinen für die Megayachten der Endeavor Class, knapp 150 pro Schiff, werden gefertigt. Beide Schiffsklassen werden ab 2018 bei MV WERFTEN in Wismar, Rostock und Stralsund gebaut. Als komplett vormontierte Module werden die Kabinen zu den Werften geliefert und dort installiert.
„Komplett vorausgerüstete Kabinen sind der zeit- und kosteneffektivste Weg im Kreuzfahrtschiffbau. Durch unsere Vorarbeit wird die Arbeitszeit an Bord so gering wie möglich gehalten”, berichtet Johannes Gößler, ebenfalls Geschäftsführer von MV WERFTEN Fertigmodule. Und weiter: „Wir selbst arbeiten mit einer hochmodernen und automatisierten Produktionsstraße unter höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards.”
Herzstück der 9.000 Quadratmeter großen Produktionsfläche ist eine 75 Meter lange Fließfertigungsstraße, die sogenannte Flowline. In 15 aufeinander abgestimmten Arbeitsprozessen wird alle 20 Minuten eine Kabine hergestellt, insgesamt rund 20 pro Tag. Bis 2026 wird die Produktion sukzessive gesteigert. Dann werden bis zu 7.000 Kabinen pro Jahr in Wismar vom Band laufen.
MV WERFTEN Fertigmodule GmbH wurde im Oktober 2016 gegründet, im November übernahm das Unternehmen seine Fabrik zur Kabinenfertigung. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 50 Mitarbeiter, mittelfristig sollen es bis zu 200 werden. Gesucht werden vor allem handwerklich geschickte Mitarbeiter für die Flowline, Elektriker, Tischler und Projektleiter. Das Schwesterunternehmen von MV WERFTEN befindet sich in unmittelbarer Nähe der Wismarer Werft. Durch die direkte Lage an der A20 hat es eine logistisch optimale Anbindung zu den Werften in Rostock und Stralsund.

17504 MVW FM Produktionsstart 1Produktionsstart: Colin Au, Genting Hong Kong Group President, und Wirtschaftsminister Harry Glawe.

 

17504 PhoenixReisen BerndWallisch VnM ART Phoenix Reiseleiter Bernd Wallisch mit MS ARTANIA. Foto: Phoenix Reisen, Bonn

Phoenix Reisen – neue Dreharbeiten für Traumschiff und Verrückt nach Meer
Verrückt nach Phoenix auf allen Kanälen


Verrückt nach Fluss
Ab Montag, 04.09.2017 wird in der ARD wochentäglich jeweils um 16:10 Uhr die erste Staffel von „Verrückt nach Fluss” nochmals ausgestrahlt. Die Folgen rund um das Leben, Arbeiten und Urlauben an Bord eines Flusskreuzfahrtschiffes wurden in Deutschland auf MS ANESHA und in Frankreich auf MS GLORIA gedreht.

Verrückt nach Meer
Ab 02.10.2017 läuft dann auf diesem Sendeplatz in der ARD Staffel 5 der beliebten Dokureihe „Verrückt nach Meer”. Im Anschluss daran erfolgt die Erstausstrahlung der siebten Staffel der erfolgreichen Serie, die an Bord von MS ARTANIA und MS ALBATROS gedreht wurde.

ZDF-Traumschiff
Auch für diesen beliebten Fernsehklassiker gibt es Neuigkeiten. Während der Kreuzfahrt AMA 321, die zu den Kapverden und Kanaren führt, ist ein Team des ZDF an Bord, um mit bekannten Schauspielern für eine neue Folge zu drehen. Informationen zu allen Kreuzfahrten und anderen Reiseangeboten von Phoenix Reisen finden Sie im Internet auf www.PhoenixReisen.com und in den Phoenix Reisen Katalogen.

17504 Crystal Bach Foto MV Werften WismarDie CRYSTAL BACH bei ersten Erprobungsfahrten vor der MV Werft in Wismar. Foto: MV Werften, Wismar

Europas Flusskreuzfahrtbranche auf Erfolgskurs
Größte Nachfrage aus USA und Kanada

Mit 1,3 Millionen Passagieren, die 2016 auf Europas Flüssen ihren Urlaub verbrachten – das ist ein Plus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr – setzt die europäische Flusskreuzfahrtbranche ihren Expansionskurs fort. Knapp 39 Prozent der Kreuzfahrer kamen aus den USA und aus Kanada: „Nordamerika entwickelt sich zu einem immer wichtigeren Markt für Europas Kreuzfahrt-Reedereien, ebenso wie Großbritannien mit einem Passagieranstieg von 11 Prozent”, sagt Frederik Erdmann, Branchenexperte und Korrespondent von Seatrade Cruise Review.
Die Herausforderungen und Möglichkeiten für die europäische Flusskreuzfahrtbranche ist ein Schwerpunkt auf der Fachmesse Seatrade Europe 2017, vom 6. bis 8. September auf dem Gelände der Hamburg Messe. In Konferenzen speziell zu Flusskreuzfahrten diskutieren Branchenvertreter wie Daniel Buchmüller, Chief Services Officer, River Advice AG und Präsident IG RiverCruise, aktuelle Sicherheitsfragen und Trends der künftigen Flusskreuzfahrtflotten: „Im Laufe der vergangenen Jahre wurde die Entwicklung hin zu modernen, komfortableren Flusskreuzfahrtschiffen konsequent vorangetrieben. Andererseits werden die Herausforderungen in Bezug auf Umwelt und Gesellschaft immer größer. Innovation ist ein Schlüssel, um neue Passagiere zu gewinnen – und alte Hasen zu überraschen. Sicherheit wiederum ist entscheidend, um das Vertrauen der Passagiere zu erhalten. Die Seatrade Europe reflektiert die Themen, die die Branche heute bewegen.”

Neue Schiffe, neue Konzepte
Mit Zunahme von ausländischen Gästen werden neue Schiffe mit neuen Konzepten folgen. 2016 wurden allein in Europa 22 neue Flussschiffe in Betrieb genommen – bei einem weltweiten Auftragsvolumen von 31 Schiffen. Weitere 17 Neubauten folgen dieses Jahr. „Wir erleben im Bereich der Flusskreuzfahrt die Ankunft neuer Visionen, neuer Ideen und neuer Konzepte. Die CRYSTAL BACH und die CRYSTAL MAHLER von Crystal River Cruises sind zwei spektakuläre Beispiele dafür. Aus technischer Sicht hat die erfolgreiche Rückkehr des Schaufelradantriebs für Reedereien neue Destinationen möglich gemacht – speziell auf Flüssen mit niedrigem oder saisonal schwankendem Wasserstand”, so Erdmann.
Bei allen positiven Entwicklungen steht die Flusskreuzfahrtbranche in Europa auch vor Herausforderungen: Es gibt von Land zu Land noch immer sehr unterschiedliche Regeln und Vorschriften, bestimmte touristische Hotspots weisen Anzeichen von Überfüllung auf, das Anheuern von Personal gestaltet sich zunehmend schwieriger und das Thema Sicherheit auf Flüssen dominiert genauso wie bei Kreuzfahrtschiffen auf Ozeanen. „Die Anlege-Uhrzeiten sowie -Orte müssen neu geplant werden. Bisher führen niedrige Wasserstände und Überbuchungen der Terminals in der Sommer-Hochsaison zu Überkapazitäten. „An der Donau und der Drau gibt es fünf Passagier-Terminals im Abstand von nur 150 Kilometern. Damit es keine Verzögerungen bei den Landausflügen gibt und die Zufriedenheit unserer Gäste nicht leidet, müssen wir die Kreuzfahrtpassagiere auf den nächstgelegenen Terminal umbuchen”, erläutert Alen Jakumetovć, Managing Director der Port Authority Vukovar.
Die Sicherheit von Flusskreuzfahrt-Passagieren war noch nie so streng geregelt wie heute. Lucas Sandmeier, General Manager Operation bei Scenic Luxury Cruises & Tours: „Die Herausforderung besteht darin, Kompromisse zu finden, die den Erfolg von Flusskreuzfahrten nicht schmälern. Wenn Sie die ständig steigenden Anforderungen in Bezug auf Passagiersicherheit, die zunehmenden Vorschriften und Wünsche seitens der Behörden, Gesetzgeber, Regierungen und Gewerkschaften mit dem Wunsch, dem Gast ein einmaliges Erlebnis zu bieten, kombinieren, dann ergibt sich daraus ein Produkt, das nur wenig Ähnlichkeit mit der so erfolgreichen Flusskreuzfahrt von heute hat.”
Aufgrund der guten Wachstumsaussichten bei den Flusskreuzfahrten in Europa, dringen immer mehr Anbieter von Meereskreuzfahrten in den Markt – darunter Fred. Olsen Cruise Lines. Justin Stanton, Director Sales and Marketing: „Wir sind stolz darauf, unsere jahrzehntelange Erfahrung und Schifffahrtstradition jetzt erstmals auch in den Markt für Flusskreuzfahrten einzubringen.” Christian Eckardt

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