TRANSATLANTIK 5

17405 SILHOUETTE Transatlantik am Kai Lissabon 0071a Foto Susanne PilgramStationen einer Atlantik-Überquerung: Start in Fort Lauderdale, USA. Neun Tage Wind bis Sturm, Dunst bis Nebel, kühl bis kalt. Sonne? Fehlanzeige.
Aber ein Not-Stop auf den Azoren, vier Passagiere müssen in die Klinik. In Lissabon, sagt der Captain, wird alles besser. Und er hat Recht.
Die SILHOUETTE macht am neuen Cruiseship-Terminal fest, und die Sonne strahlt in heller Freude.


Wolfgang Michael Schmidt mit Fotos von Susanne Pilgram

Mit der SILHOUETTE von Fort Lauderdale Transatlantik nach Amsterdam

Die SILHOUETTE liegt straff angeleint am Kai von Fort Lauderdale, noch eine gute Stunde bis zum Ablegen. Draußen tobt bereits seit Stunden ein ultraschweres Tropenunwetter. Erstmals seit Monaten kein Sonnenschein, sondern dermaßen viel Regen, dass alles einheitlich nach Hafenbecken aussieht, auch die Straßen. An Bord fiepen bösartig die Notfall-Sirenen. Matt und lustlos schleppen sich die Passagiere zum Katastrophendrill zu den zugeteilten Musterstationen. Nichts funktioniert dabei wirklich richtig, aber ist das nicht auf allen Schiffen so? „Wie soll man denn auch mit solchen Menschen ein Rettungsboot besteigen?”, fragt ein Kanadier besorgt und trifft den Punkt: „Allein mal von der Beweglichkeit her.”
Die Chefs der Musterstationen zählen namentlich, die Passagierlisten werden abgehakt, wer fehlt oder sich verweigert, hat nur eine Alternative: runter vom Schiff. Aber alle sind da, keiner will ernsthaft weg. Also noch mal zählen. Eigentlich wäre die Sache jetzt erledigt, aber eine Kleinigkeit fehlt noch, sagen die Offiziellen. Die Ansprache vom Kapitän, ohne die es nicht geht. 2000 Leute warten, dicht gedrängt, während die Luft heiß wird, stickig und verbraucht. Man merkt: Auch alte Menschen atmen, sofern sie noch leben. Nach einer gefühlten Ewigkeit knackt es endlich im Gebälk, die Lautsprecheranlage schnarrt los. „Ladies and Gentlemen, this is your Captain speaking.” Aha. Der Mann erklärt mit charmantem griechischen Akzent, dass Notfallübungen wichtig sind – auch für Wiederholungstäter. „Ein Satz noch,” sagt er, „wichtig. Beim echten Notfall hören Sie an dieser Stelle mich oder den Staff Captain. Sollten Sie keinen von uns hören, sind wir schon weg. In dem Fall wünschen wir noch einen schönen Tag. Out.”
Das halbe Schiff lacht sich schlapp, der Rest reibt sich ungläubig die Augen. Was hat der Mann da gerade gesagt? Omygod – ist der womöglich Italiener?
Ist er nicht. Aber nah dran und für viele Amis keinerlei Unterschied: Kapitän Dimitrios Kafetzis ist Grieche. Ein junger Grieche, Mitte 40, witzig, verwegen und wild, die älteren Damen diskutieren verzückt den Schuss George Clooney, vor allem jenen um die Augen. In den nächsten 14 Tagen wird dieser Mann jeden Morgen Kafetzis-Festspiele an Bord aufführen, und bereits am ersten Seetag ist Gongschlag zehn Uhr morgens Showtime.
„Ladies and Gentlemen, Captain Kafetzis speaking. Wir sind jetzt 29 Stunden auf See, um uns herum ist nur Wasser. Lohnt also nicht, dass ich Ihnen sage, wo wir genau sind. Und überhaupt, ich weiß es ja selbst nicht. Aber das Wetter wird gut: 80 Grad Fahrenheit. 40 heute Vormittag, und 40 heute Nachmittag. Have a great day, your Captain. Out.” Man kuckt schnell mal raus: dicke Wolken, kalter Wind, kein Sonnenstrahl. Der Master wird wohl Recht behalten.
Die SILHOUETTE auf Transatlantik-Kurs. Ein Schiff aus Deutschland, das fünfte der Celebrity-Solstice-Klasse. Wie die vier anderen in Papenburg gebaut und gaaanz vorsichtig über die Ems an die Nordsee gebracht. „Ich hab’s gefahren”, grinst Master Kafetzis, „naja, ein bißchen.” Es sind SOLSTICE (2008), EQUINOX, ECLIPSE, SILHOUETTE und REFLECTION, jeweils im Abstand von einem Jahr. Die SILHOUETTE stammt also von 2011, sie ist die Zweitjüngste der Klasse und in perfektem Zustand. Trotzdem meckern deutsche Naturschützer am Antrieb rum: kein Rußpartikelfilter, keine Entschwefelungsanlage. Schweröl ist halt dreckig, nicht nur bei voller Fahrt, sondern auch bei den gemächlichen 17 Knoten (32 km/h), mit denen das Schiff nach Europa fährt. Die schwarzen Dieselwolken, die dabei immer mal aus dem Kamin aufsteigen, sprechen eine deutliche Sprache.
SILHOUETTE, fünfeinhalb Sterne, ist 25 Meter kürzer, 6 Meter schmaler und 6 Knoten langsamer als die ältere QUEEN MARY 2, fünf Sterne, befördert aber 200 Passagiere mehr. Dabei sind nicht etwa die „normalen” Kabinen der SILHOUETTE kleiner – QUEEN MARY 2 leistet sich einfach zwei Theater und einen Ballsaal, überdies reichlich große und ganz große Suiten. QM2 hat einen doppelten Stahlrumpf, vibriert mancherorts relativ heftig, liegt aber auch bei höherer Geschwindigkeit – 23 Knoten und mehr – satt im Wasser wie ein Rolls Royce auf der Straße. Die SILHOUETTE ist zwölf Jahre jünger, was einen technischen Riesensatz bedeutet. Sie schneidet auch durch Zehn-Meter-Wellen wie durch Butter. Vibrationen? Ein Fremdwort. Beide Schiffe beschäftigen gerade mal 1.250 Besatzungsmitglieder, eingeschlossen ist das gesamte technische Personal, natürlich auch Küche, Service, Mediziner, Security und Künstler. Und überall wird am Personal gespart: Im Kabinenservice arbeiten neuerdings auch auf der SILHOUETTE keine Teams mehr, sondern Einzelkämpfer. „Früher hatten wir zu zweit 15 Kabinen, jetzt haben wir allein zehn“, sagt Kabinensteward Edward, „das bedeutet natürlich mehr Arbeit.”
Von der Sparwelle schwer getroffen wurde auch das Unterhaltungspersonal. Dafür ist ein Cruisedirector zuständig. Pech, wenn ein solcher Mann wenig oder gar keinen Anspruch an Qualität stellt. Gab es früher ein Streichquartett, das zum Tee oder Aperitif die Saiten bespielte, ist auf der SILHOUETTE gerade noch ein armseliges Duo unterwegs, besetzt mit Violine und Bratsche, dass Klasse durch Lautstärke ersetzt. Sowas geht absolut gar nicht. Auch die Abendunterhaltung hat bei der SILHOUETTE nachgelassen. Cruisedirector Eddie aus England zieht welke britische Entertainer aus der Kulisse, egal, das Altersheim-Publikum ist begeistert, noch einmal Lieblinge aus der Jugend wiederzusehen. Auf der Transatlantik-Tour führt das bordeigene Ensemble vier No-Name-Kurzmusicals auf, die alle gleich klingen. Einziger Lichtblick ist der Jazz-Sänger Ray Brown Jr., ein Mann mit großer Vegas-Vergangenheit, der mit einem erstklassigen Trio bei jedem Auftritt das Publikum begeistert.
„Good morning, Captain Kafetzis speaking.” Es ist zehn Uhr, Tag drei, das Wetter nervtötend, die Hälfte der Decks wegen schwerer Böen gesperrt. Kafetzis versucht, die Lage zu retten: „Ich habe mir etwas Besonderes überlegt. Ich habe Discount für unsere Burger-Bar auf Deck 14 angeordnet. Zwei für einen. How nice! Now have a good day!”
Burger sind ein Ding, das Wetter ein anderes. Es gibt Sachen, die kann man auch bei Regen, Kälte und Sturm auf einem Schiff unternehmen. Beispielsweise spielen, wenn man einen Tisch findet. Oder man kann, was erstaunlich viele Menschen tun, zur Auktion der weltgrößten Kunstgalerie Park West gehen. Der Laden mit dem vornehmen Namen und Gehabe ist auf über 100 Cruiseships vertreten, genießt aber in der Kunstbranche einen mehr als fragwürdigen Ruf. Die meisten Kunstbeflissenen, die hier sitzen, kommen erstmal wegen des kostenlos fließenden Champagners, um dann vielleicht auch schnell noch ein drastisch überteuertes Bild zu kaufen. Gern vier- oder fünfstellig, der Dollar sitzt ja superlocker. Mit diesem Geschäftsmodell setzt Park West pro Jahr 400 Millionen Dollar um, und die Reedereien verdienen immer mit.
Man kann auch einem Chor beitreten, der von einer Sängerin der Theatercompany in 14 Reisetagen von null auf 100 getunt wird und am Ende ein paar Liedchen vor Publikum trällert. Man kann in der Gym Gewichte stemmen oder stundenlang auf der Treadmill rumhüpfen. Es gibt Kochkurse und Shoppingevents. Oder Vorträge von emeritierten Uni-Profs, die sich zu Hause langweilen, hier aber gern und laut beklatscht werden. Quiz und Trivias sind Selbstläufer, vom Eierwettbewerb gar nicht zu reden. Hier lassen Passagiere rohe Eier in selbstkonstruierten Fluggeräten in der Großen Halle von Deck 12 runter auf Deck 2 segeln – es gewinnt, wessen Eier unbeschädigt unten landen.
Mehr? Kein Problem. Wer Geheimes sehen will, bucht gegen Bares einfach die große Backstagetour durchs Theater, oder die große Küchentour durch die Küche. On Top rangiert die große Brückentour mit Händedruck von Master Kafetzis. Das kostet 150 Dollar, Häppchen inklusive.
Zu teuer? Zu öde? Stattdessen geht man vielleicht anständig essen, in einem der Extra-Restaurants, am besten gleich ganz oben, französisch und premier classe, im „Murano”. Dinner dort kostet 50 Doller extra, pro Person, versteht sich. Der alles entscheidende Unterschied zum „Grand Cuvee”, dem großen Hauptrestaurant mit 800 Plätzen: „Murano ist total intim, der Service einfach fabelhaft”, weiß ein Murano-Kenner. Aber: „Das Steak ist nicht anders als im Grand Cuvee.”
Überhaupt, der Service. Mag sein, dass die SILHOUETTE das schönste Celebrity-Schiff ist. Ganz sicher aber hat sie den besten Service der Flotte, und der ist auf den übrigen Schiffen schon äußerst hochklassig. Und gleichzeitig effektiv. Indonesier, Filipinos und neuerdings Südamerikaner haben die Restaurants, Cafes und Bars mit ausgesuchter Höflichkeit fest im Griff. Träten sie in Streik, wäre das gesamte Schiff erledigt. Das gilt auch fürs andere Ende der Fahnenstange – die öffentlichen Toiletten. Auf der Silhouette sind sie deshalb so makellos sauber, weil sie über den ganzen Tag einfach lückenlos sauber gehalten werden. Und abends, wenn hunderte ältere Herren die Klos vor dem Theaterbesuch schnell nochmal fluten, steht in jeder Toilette ein Pflegeteam bereit, etwaige Tropfen oder mehr sofort wegzuwischen.
Dann kommt Tag sieben. Das Wetter ist immer noch hundsmiserabel, an die Pools auf Deck 14 ist überhaupt nicht zu denken. In den Shops sind Pullover ausverkauft. Und der Ausblick auf die verbleibenden sieben Tage keineswegs besser. Kapitän Kafetzis weiß, dass er die Stimmung anheizen muss, und wandert durch sein Schiff. Kein Passagier ist vor ihm sicher, er schnappt sich alles, was nicht schnell genug auf den Bäumen ist. In der linken Hand die kleine Action-Kamera, mit der er knappen Smalltalk mit Gästen aufnimmt und für seinen „Captain’s Channel” als Meet the Passengers zusammenschneidet. „Ha”, ruft er, „in Lissabon wird alles besser. Sonne pur und 28 Grad.”
Wenig später meldet sich der Mann über die Bordanlage, diesmal ganz seriös. „The Captain speaking. Wir haben leider einige erkrankte Passagiere und deshalb den Kurs geändert. Wir fahren jetzt nach Ponta Delgada. Morgen Vormittag legen wir dort kurz an. Dann fahren wir sofort weiter nach Lissabon, wo wir planmäßig ankommen.” Die Azoren scheinen als medizinischer Notfallpunkt Karriere zu machen.
Doch ab jetzt ist Lissabon klares Generalthema, die Bordsprache Englisch mit griechischem Akzent: „Tomorrow we’ll stop at Lisbon. Do not worry. I’ve been there three times. By plane. True story! Out.” Kefetzis in Hochform: der Mann sollte Entertainer werden.
Zwei Stunden später ist Privataudienz auf der Brücke. Freundlich lächelnd steht dort ein völlig anderer Kapitän. Schneeweißes Hemd, schwarze Hose, gelassene Ruhe und überlegene Souveränität. Von Entertainer keine Spur. Man weiß nach dem ersten Händedruck, dass man diesem Mann und seinem Team uneingeschränkt vertrauen kann. Und Kafetzis liebt seinen Job: „Ich bin ein ganz guter Fahrer”, sagt er, und grinst begeistert.
In Lissabon ist alles, wie vom Master angekündigt: die Sonne scheint, 28 Grad, ein Tag wie aus dem Bilderbuch. Nach neun rauen Atlantiktagen ohne Höhepunkte, abgesehen jener Walbegegnung, die außer einer hysterischen Walspotterin niemand erlebte, endlich fester Boden unter Füßen und Rollstuhlreifen. Wer irgendwie kann geht von Bord. Macht bei insgesamt drei Linern, die an diesem Tag hier am neuen Kai liegen, gut 5.000 Touris. Die Stadt ist fühlbar randvoll. Die Polizei warnt intensiv vor Taschendieben, und tatsächlich ist man noch nicht am Startpunkt der berühmten Straßenbahnlinie 28 angekommen, als dem ersten Amerikaner schon das I-Phone fehlt. Geklaut, wirklich? Bilanz am Ende des Tages beim Dinner: in dieser Runde fehlt nix, keine Handtasche, keine Kamera, kein Portemonnaie. Entweder waren alle vorsichtig, oder die Rumänen hatten frei.
Zwei Tage auf See, oft liegt das Land in Sichtweite, erst Portugal, dann die spanische Küste. Und viel Verkehr. Hier fahren reichlich Coaster und Fischer, aber auch Container und Fähren. Abends zieht Nebel auf, bleibt über Nacht. Am zweiten Tag taucht aus dem Dunst an Steuerbord ein Umriss auf, der Fliegende Holländer? Nein, Kommando zurück, es ist nur die AZURA von P&O. Sie gehört – neben Cunard, Holland-America, AIDA und anderen ‒ zum Carnival-Konzern. Der bemerkenswerte Unterschied zur SILHOUETTE: auf der AZURA gibt es nach wie vor einen klar geregelten Dress-Code.
Sowas wurde vor einem Jahr bei Celebrity abgeschafft. Sogenannte Formal Nights mit Black Tie, Abendkleid oder Dinner Jacket sind Geschichte. Elegant Chic heißt die neue Kleiderordnung, die kaum mehr über die schlichte Selbstverständlichkeit hinausgeht, zum Dinner nicht in Bikini oder Muscle-Shirt zu erscheinen. Zugegeben: In Zeiten, in denen jedes Gramm im Koffer zählt, sind viele Gäste froh, auf die Abendgarderobe verzichten zu dürfen.
Am nächsten Morgen liegt die SILHOUETTE in Le Havre, was vor allem den US-Menschen immer wieder als Paris verkauft wird. Die offiziellen Ausflüge sind trotz sündhafter Preise beliebt ‒ etwa per Bus nach Paris und zum Lunch auf den Eiffelturm für 260 Dollar. An diesem Morgen, die Paris-Busse sind längst auf der Autobahn, verabschiedet sich Kapitän Kafetzis von den Passagieren. „Holiday, bye bye.” So kurz vor Zeebrugge und, vor allem, Amsterdam? Wo das Schiff doch jetzt bald durch eine Schleuse und einen engen Kanal in die Stadt fährt? Wie soll das ohne Kafetzis gehen? „Do not worry. Bis letzten Monat hatten wir nur griechische Offiziere. Jetzt haben wir erstmals einen Iren, und jetzt finden wir jeden Hafen – jedenfalls mit etwas Glück.”
Zeebrügge: kein Problem. Das Schiff liegt mitten im Industriehafen, im Britannia-Hafen gegenüber ankert die AZURA und macht auf Party. Per Küsten-Straßenbahn kommt man bestens nach Oostende und De Panne, oder nach Knokke in der Gegenrichtung. Von hier aus könnte man eigentlich eben zu Fuß nach Amsterdam gehen, wären da nicht die vielen Flussmündungen und Kanäle, die Wester- und Oosterschelde, Wal, Maas und Haringsvliet. Also doch lieber an Bord der SILHOUETTE gefahren werden.
Mitten in der Nacht, gegen zwei Uhr, läuft das Schiff in die heftig große Schleuse von Ijmuiden. Die SILHOUETTE fühlt sich dort zwar nicht direkt wie die sprichwörtliche Möhre im Hausflur, hat aber ziemlich bequem Platz in der Schleusenkammer. Eine sehr steife Brise schiebt eisigen Regen vor sich her. Ein paar Leute wollten die Schleusung erleben, verschwinden aber schnell wieder im Bett, es gibt nichts zu sehen oder zu fotografieren.
Dann ist es sechs, und die SILHOUETTE liegt fest am Pier von Amsterdam. Wer über den Bug schaut, sieht die Amsterdam CS, die Bahnstation. Und eine Armada von Flusskreuzern, Rheinhotels, es ist Sonntag, alle kommen an, setzen Passagiere ab, laden neue, fahren am Nachmittag wieder davon.
Das tut auch die SILHOUETTE. Routinejobs, Ausladen, Einladen, ein paar Dutzend Seeleute gehen von Bord, ein paar Dutzend neue kommen. Am Nachmittag, 16 Uhr, wird alles sein wie immer. Mit 2.500 neuen Passagieren, die aufgeregt zum Katastrophendrill drängen. Dann ab in die Ostsee, nach Helsinki und St. Petersburg.
Aber das ist natürlich eine ganz andere Geschichte. www.celebritycruises.de 

17405 SILHOUETTE Transatlantik 7a Nix los auf der Rennbahn 2133 Foto Susanne PilgramMal kein Sturm, höchstens Wind. Aber der Nordatlantik macht dem Wörtchen NORD alle Ehre. Es ist ziemlich heftig kalt. Vor allem Menschen, die
nur T-Shirts im Koffer haben, frieren um die Wette. In den Shops sind Pullover aber längst ausverkauft.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 2 Captain Kafetzis auf der Bruecke 2079a Foto Susanne PilgramAuf der Brücke der SILHOUETTE gibt’s nur einen Chef: Master Dimitrios Kafetzis. Der Captain’s Chair ist nicht sein Ding, der Mann steht lieber und
hat seine Augen überall.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 5 Ins Wasser Nur Inddor 2039 Foto Susanne PilgramWer dachte, ein Atlantik-Trip sei sowas wie eine heiße Woche Urlaub am Strand, wird schwer enttäuscht. Selbst am Indoor-Pool sind Bikini und
Badehose eindeutig zu wenig.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 6 Kalt mit Nebel 2099 Foto Susanne PilgramLiegen auf den Liegen? Lieber nicht, auch wenn die Liegen-Crew an jedem Tag ohne Sturm ihren Job macht und die Liegen morgens aufstellt und
abends wieder einsammelt, die allermeisten unbenutzt.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 8 Azoren immer jedes Wetter 2235a Foto Susanne PilgramDer kleine Leuchtturm am Port von San Miguel, Azoren, wo bekanntlich die Hochs gemacht werden. Die Wetterleute geben sich Mühe, schaffen es
trotzdem nicht richtig.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 9 San Miguel Azoren 2232 Foto Susanne PilgramDie SILHOUETTE schwimmt langsam in den kleinen Hafen, lädt vier kranke Passagiere aus, macht nach wenigen Minuten wieder los und schwimmt
davon, auf direktem Kurs nach Lissabon.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 11.Tag 7 Endlich Sonne 2189 Foto Susanne Pilgram

Und dann kommt die Sonne doch mal, wenigstens für ein paar Stündchen. Und schon füllen sich Sportdeck und Outside-Pool.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 13 Ein Sonnenstrahl 2170 Foto Susanne Pilgram

Wer lieber in einem der Teak-Deckchairs liegen mag, findet sowas auf dem Promenadendeck.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 10 Sommerloch am Pool 1 2205 Foto Susanne PilgramDer Captain meldet verhaltene 20 Grad. Der abgebrühte Sonnenanbeter lässt sich jetzt nicht mehr zurückhalten. Raus aus dem Bademantel und flach
auf den Deckstuhl. In den Pool vielleicht aber doch lieber nicht.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 12 Auktion Park West 2066 Foto Susanne PilgramKunst ist auf Cruiselinern stets mit kostenlosem Champagner verbunden. Dafür sind die Werke, die hier professionell versteigert werden, etwas
weniger wertvoll, aber atemberaubend teuer.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 17 The Grand Lobby Ray Brown jr Band 2096 Foto Susanne PilgramNachmittags-Show in der Grand Lobby. Nicht der ideale Ort für ein hinreißendes Jazz-Konzert, aber Sänger Ray Brown jr und sein Trio bringen das
Publikum garantiert zum Swingen – oder zum Träumen.

17405 SILHOUETTE Transatlantik Saenger Roy Brown jr 1948 Foto Susanne PilgramEs dauert ein paar Tage, bis sich rumspricht, wo auf der SILHOUETTE die beste Musik gemacht
wird: bei Ray Brown jr. Der Mann ist ein besonderer Star. Seine Mutter war die legendäre Ella Fitzgerald, sein Vater der ebenso berühmte Jazz-Bassist Ray Brown.

17405 SILHOUETTE Transatlantik Saenger Roy Brown jr 1945 Foto Susanne PilgramDas Repertoire von Ray Brown jr und seinem Trio scheint unerschöpflich. Mit seiner warmen, schmeichelnden Stimme singt der Mann die schönsten Songs aus dem berühmten „American Songbook” und versetzt sein Publikum in Verzückung.

 

17405 SILHOUETTE Transatlantik 22 Einfahrt nach Lissabon 4 Foto Susanne PilgramGeschafft: die SILHOUETTE hat die „Brücke des 25. April” passiert und nimmt Kurs auf das neue Cruiseterminal von Lissabon, das im Sommer 2017
eröffnet wird.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 21 Altstadt Lissabon 0073 Foto Susanne PilgramHinreißend der Panoramablick von der obersten Plattform des Justa-Aufzugs: links die Ruine der Kirche Convento do Carmo, in der Mitte Rossio,
daneben Praca Figuera.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 24 Der beruehmteste Stadtlift P1070574 Foto Susanne Pilgram

Der Elevador de Santa Justa von 1902 ver-
bindet Baixa mit dem 150 Fuß höher gele-
genen Chaido. Wer fahren will, braucht
Geduld – die Warteschlange ist endlos.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 26 Lissabons Wahrzeichen Linie 28 P1070586 Foto Susanne Pilgram

Die berühmte Rua de Concecao mit der noch berühmteren historischen Straßenbahnlinie 28. Wo die ‚Remodelado’ ist, warnen die Polizisten, sind auch die erfolgreichsten Taschendiebe der Stadt.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 33 Im Hafen Zeebruegge 1 0120 Foto Susanne Pilgram Zeebrügge: Schönstes Wetter, als die SILHOUETTE irgendwo im riesigen Hafen festmacht. Wer sparen will, nimmt die Uferstraßenbahn zum
berühmten Badeort Knokke und legt sich einen Tag an den feinen Sandstrand.

17405 SILHOUETTE Transatlantik2351a Foto Susanne PilgramAus dem Dunst an Steuerbord taucht ein Umriss auf, der Fliegende Holländer? Nein, Kommando zurück, es ist nur die AZURA von P&O. Sie gehört –
neben Cunard, Holland-America, AIDA und anderen ‒ zum Carnival-Konzern.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 37 Amsterdam 1 0170 Foto Susanne PilgramAmsterdam am nächsten Morgen. Die Transatlantik-Reise endet wie sie begann: windig, kalt, regnerisch, dunstig. Das Schiff liegt nah beim
Hauptbahnhof – wie Dutzende Rivercruiser.

17405 SILHOUETTE Transatlantik 38 Amsterdam 2 0176a Foto Susanne PilgramAm späten Nachmittag verlässt die SILHOUETTE Amsterdam. Vor ihr liegt ein sechsmonatiges Sommerprogramm in Europa.
Der erste Trip führt in die Ostsee.

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